Nur eine gute Minute reicht nicht

Kein Tor für Weißwasser: Der Schuss von Scott King landete nur am Pfosten.  Foto  Heide
+
Kein Tor für Weißwasser: Der Schuss von Scott King landete nur am Pfosten. Foto Heide

Nur eine gute Minute reicht eben nicht um bei den Lausitzer Füchsen zu gewinnen. Die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim lagen gestern Abend nach 38 Minuten bereits mit 0:4 im Rückstand ehe Mario Trabucco und Stephen Schultz innerhalb von 54 Sekunden auf 2:4 verkürzten.

Da keimte noch einmal Hoffnung auf, doch spätestens nach dem 5:2 für die Gastgeber, was auch den Endstand bedeutete, war die Partie gelaufen.

Jetzt müssen morgen, Sonntag 17 Uhr, gegen Dresden unbedingt die drei Punkte her, um den Anschluss an den sechsten Platz nicht zu verlieren.

Zwar musste Weißwasser schon nach 13 Sekunden die erste Strafe (King) hinnehmen. Aber nachdem die Unterzahl ohne größere Probleme überstanden war, bestimmten die Füchse eindeutig das Spiel. Die Gäste wirkten, als hätten sie noch schwere Beine von der langen Busfahrt. King hatte dann die erste große Chance, als er Starbulls-Torwart Herden umkurvte, aus spitzem Winkel den Innenpfosten traf, aber der Puck nicht ins Tor ging. In einer Überzahl schafften die Füchse dann den Führungstreffer. Johansson hatte den Puck einfach vor das Tor geschlenzt, obwohl gar kein Lausitzer vor dem Tor war. Trotzdem fand die Scheiben den Weg ins Netz - Herden sah unglücklich aus. Wenig später stand es 2:0. Wartenberg schlenzte den Puck vor das Tor, woHeyer Torhüter Herden die Sicht, verdeckte. Die Gäste reklamierten vergeblich auf hohen Stock von Heyer.

Heyer erzielte dann auch das 3:0, nach einer schönen Kombination. Allerdings schob er beim Torerfolg den Rosenheimer Torwart quasi mit über die Torlinie, Schiedsrichter Sicorschi gab aber den Treffer.

Als Classen den Puck unter die Latte schlenzte und das 4:0 erzielte, schien die Entscheidung gefallen. Aber die Rosenheimer kamen in den letzten zwei Minuten des Drittels zurück. Erst traf Topscorer Valery-Trabucco aus der Mittelposition über die Fanghand von Boutin, 30 Sekunden vor der Drittelsirene war Schultz in einer kurzen Überzahl zum 4:2 erfolgreich.

Die Drittelpause kam den Füchsen gerade recht. Die Füchse agierten im letzten Drittel wesentlich defensiver und lauerten auf Konter. Damit waren sie erfolgreich. Auf diese Weise fiel auch das befreiende 5:2: Palka tankte sich durch und brachte den Puck nach einer Finte im Tor unter. Das war ein moralischer Genickbrecher für die Rosenheimer, auch wenn das Spiel danach hektischer wurde. In den letzten Minuten hatten die Gäste 100 Sekunden 5:3-Überzahl. Valery-Trabucco schoss aus allen Lagen, traf einmal die Latte, ansonsten hielt Boutin. Der Sieg der Füchse geriet nicht mehr in Gefahr.

Lausitzer Füchse - Starbulls Rosenheim 5:2 (3:1; 1:2; 1:0). Tore: 1:0 (19.) Jonas Johannsson 8:18 (Überzahl, Assist: Classen), 2:0 (10.) Jörg Wartenberg (Heyer), 3:0 (15.) Jens Heyer (Lehnigk, Geiseler), 4:0 (30.) Greg Classen (Johannsson, Geiseler), 4:1 (39.) Mario Valery-Trabucco (Schultz), 4:2 (40.) Stephen Schultz (Überzahl, Frank, Kunes), 5:2 (47.) Dennis Palka (Classen, Geiseler). Strafminuten: Weißwasser 18, Rosenheim 14. Zuschauer: 1752 th/bz

Kommentare