DEL-DEBÜT FÜR HENRIQUEZ

Eine blutige Nase geholt: Enrico Henriquez Morales hat die Härte der DEL zu spüren bekommen

Der Rosenheimer Enrico Henriquez absolvierte für Ingolstadt sein erstes DEL-Spiel.
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Der Rosenheimer Enrico Henriquez absolvierte für Ingolstadt sein erstes DEL-Spiel.

Die vergangenen vier Wochen hätten für Enrico Henriquez Morales wohl kaum aufregender sein können: Erst spielte der Stürmer der Starbulls Rosenheim die U20-Weltmeisterschaft in Kanada, dann feierte er sein DEL-Debüt mit Rosenheims Kooperationsverein Ingolstadt.

Rosenheim Der 19-jährige Bad Aiblinger durfte 7:09 Minuten beim Auswärtsspiel in Augsburg, das mit 3:6 verloren ging, zum ersten Mal in der höchsten deutschen Spielklasse aufs Eis. Was ihm vor dem Spiel durch den Kopf ging, wie er in Ingolstadt aufgenommen wurde und warum er sich gleich mal eine blutige Nase holte, erzählt Henriquez Morales im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Was haben Sie sich fürs Spiel vorgenommen?

Enrico Henriquez Morales: Eigentlich nichts Besonderes. Ich habe geschaut, dass ich gut reinkomme und vor allem die Kleinigkeiten richtig mache. Ich habe versucht, das zu spielen, was ich kann.

Was ist Ihnen vor dem Spiel durch den Kopf gegangen?

Henriquez:Ich bin auf jeden Fall etwas nervös gewesen, aber ich glaube, das ist in so einer Situation normal.

Wie wurden Sie von der Ingolstädter Mannschaft aufgenommen?

Henriquez: Im ersten Training haben sie mich super aufgenommen und alle sind sehr nett gewesen. Da hat es überhaupt kein Problem gegeben. Einige haben mir auch vor dem Spiel Tipps gegeben und mir während des Spiels geholfen.

Sie haben ja auch schon einen Spitznamen bekommen...

Henriquez:Ja, der Trainer Doug Shedden hat mich gefragt, wo mein Name herkommt. Ich habe ihm gesagt, dass mein Vater aus Chile kommt. Jetzt bin ich also der ‚Chili‘ (lacht).

Wann haben Sie die Mannschaft zum ersten Mal kennengelernt?

Henriquez: Den Großteil der Mannschaft habe ich erst letzte Woche kennengelernt, da ich ja bis jetzt in Rosenheim gewesen bin. Aber natürlich habe ich den Einen oder Anderen davor schon gekannt. Vor allem die Spieler in meinem Alter.

Sie haben die Härte der Liga auch direkt zu spüren bekommen...

Henriquez:Ja, gleich beim ersten Wechsel (lacht). In einem Duell an der Bande habe ich eine Schulter ins Gesicht bekommen und meine Nase hat geblutet. Da bin ich gleich wachgerüttelt worden.

Gibt es abseits vom Eis Unterschiede zu Rosenheim?

Henriquez: Vor dem Spiel sind alle fokussiert und bereiten sich vor. Das ist in Ingolstadt und bei den Strabulls ziemlich gleich. Der einzige Unterschied ist die Musik in der Kabine.

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Was wird wo gehört?

Henriquez: In Rosenheim läuft eher lässige Musik. Ein Mix aus Oldschool, 90er und 2000er. In Ingolstadt geht die Musik eher in Richtung Techno.

Wie schätzen Sie Ihre Leistung ein?

Henriquez: Ich habe versucht, einfach zu spielen, und glaube, das ist mir recht gut gelungen.

Wie war die Resonanz?

Henriquez: Der Co-Trainer hat mir gesagt, dass alles super war und vor allem die erfahrenen Spieler haben mich während und nach dem Spiel gelobt. Das hat mir sehr geholfen.

Sie sind aktuell wieder in Rosenheim. Wie ist der Plan für die nächste Zeit?

Henriquez: Ich werde am Freitag für die Starbulls spielen. Am Donnerstag habe ich meine letzte Prüfung und bin dann mit meiner Ausbildung fertig. Danach bin ich also flexibel. Wie es dann weiter geht, haben wir noch nicht besprochen. Das kommt auch auf die Verletzungssituation in Ingolstadt an.

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