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BMW Motorrad World Endurance Team holt 62 Punkte

Eine „absolut fehlerfreie Vorstellung“: Markus Reiterberger gewinnt mit seinem Team in Spa

Er durfte sich mit dem BMW-Langstreckenteam über den ersten Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen freuen: Markus Reiterberger.
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Er durfte sich mit dem BMW-Langstreckenteam über den ersten Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen freuen: Markus Reiterberger.

51 Jahre hat es gedauert, nun hat das BMW Motorrad World Endurance Team als erstes Team eines europäischen Herstellers seit 1971 wieder ein 24-Stunden-Rennen gewonnen. Mit dabei: Der Obinger Markus Reiterberger.

Spa – Großer Jubel bei Motorradrennfahrer Markus Reiterberger und dem gesamten BMW Motorrad World Endurance Team: Beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien) holten sich der Obinger sowie seine Teamkollegen Ilya Mikhalchik (Ukraine) und Jérémy Guarnoni (Frankreich) den Gesamtsieg. Es war der erste Sieg für das BMW Langstrecken-Team in einem 24-Stunden-Rennen. Zudem war es der erste 24-Stunden-Sieg für einen europäischen Hersteller seit 1971.

„Ich bin unglaublich happy.“

Nach teils dramatischen Stunden auf dem Circuit de Spa-Francorchamps überquerte die BMW M 1000 RR des Teams mit großem Vorsprung die Ziellinie. Schlüssel zum Erfolg war eine laut Marc Bongers (BMW-Motorrad-Motorsportdirektor) „absolut fehlerfreie Vorstellung“ der Fahrer sowie die perfekte Arbeit des Teams um Teammanager Werner Daemen (Belgien).

Entsprechend groß war der Jubel des Teams und von Markus Reiterberger. „Ich bin unglaublich happy. Schon die Vorbereitung auf das Rennen war super mit einem sehr guten Test“, freute er sich. „Wir haben gewusst, dass wir stark sind.“

Das gesamte Team hat den Sieg verdient

Das bestätigte sich im Rennverlauf: Denn in seinen Einsätzen konnte der 28-Jährige „super an der Spitze mitfighten, weil unser Bike auf der Geraden richtig Power hat und trotzdem sehr sparsam ist.“ Daher habe man versucht, „das Tempo konstant zu halten und keine Fehler zu machen und haben gehofft, dass nichts kaputt geht. Und das ist uns gelungen“, zeigte er sich erleichtert. „Alle anderen hatten Stürze, Fehler oder technische Probleme. Unser Team hat es super umgesetzt, die Fahrer haben einen guten Job gemacht. Ich denke, dass das gesamte Team, BMW und alle weiteren Beteiligten diesen Sieg verdient haben.“ Besonders schön sei, dass der Erfolg „auf einer so tollen Rennstrecke“ zustande kam.

In den Qualifyings sicherte sich das Team mit Reiterberger, Mikhalchik, Guarnoni und Kenny Foray (Frankreich) als viertem Fahrer mit dem zweiten Startplatz eine gute Ausgangslage für den Marathon auf der „Ardennen-Achterbahn“. Außerdem gab’s vier Zusatzpunkte (der Quali-Sieger erhält fünf Zähler, bis Rang fünf gibt es je einen Zähler weniger) für die WM-Gesamtwertung.

Regen am Morgen verschwert die Fahrt

Vom Start an mischte das Team vorne mit. Reiterberger, Mikhalchik und Guarnoni lagen mehrfach auf Platz eins und waren immer in den Top drei, bis sie in der Nacht endgültig die Führung übernahmen.

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Doch am Morgen nahm das Rennen, das bis dahin bei trockenem Sommerwetter ausgetragen wurde, eine Wendung. Gegen acht Uhr begann es zu regnen und die Streckenbedingungen wurden sehr tückisch. Während einige andere Fahrer stürzten, gingen die Piloten des BMW-Teams nur so viel Risiko ein wie nötig.

Unterbrechung wegen einer Ölspur

So lagen sie mit großem Vorsprung an der Spitze, als das Rennen nach etwas mehr als 21 Stunden aufgrund einer massiven Ölspur auf der Strecke unterbrochen werden musste. Erst nach einer Pause von zweieinhalb Stunden wurde das Rennen noch einmal für 15 Minuten aufgenommen – im strömenden Regen. Hier ließ sich das BMW-Langstreckenteam mit insgesamt 508 absolvierten Runden (fast 3500 Kilometer) den Sieg nicht mehr nehmen.

Rang zwei ging an das Kawasaki-Team Tati Beringer Racing (501) vor FCC TSR Honda France, Yoshimura SERT Motul (Suzuki/je 500) und das Wojcik Racing Team EWC (Yamaha/497). Vorzeitig ausgeschieden war das YART Yamaha Official Team; doch dank Rang eins in der Startaufstellung (fünf Punkte), Rang vier nach acht Stunden (sieben Punkte) und Rang zwei nach 16 Stunden (neun Punkte) holte sich das Team immerhin 21 Zusatzpunkte.

Deren 22 (Vier für die Startaufstellung, acht für den dritten Platz nach acht Stunden, zehn für die Führung nach 16 Stunden) holte sich das BMW-Team – plus 40 für den Tagessieg, das heißt insgesamt 62 Zähler.

Nächstes Rennen schon Ende Juni

Nach dem frühen Aus beim WM-Auftakt in Le Mans ist Reiterbergers Mannschaft nun mit 64 Punkten WM-Fünfter. Es führt Yoshimura SERT Motul (106) vor FCC TSR Honda (91), YART (76) und dem Tati Team Beringer (75). Als nächster WM-Lauf steht das Acht-Stunden-Rennen von Suzuka (5. bis 7. August) auf dem Programm. Hier sind maximal 30 Zähler für den Rennsieg sowie bis zu fünf Punkte für die Trainingsbestzeit zu erreichen.

Für Markus Reiterberger ist die Rennpause deutlich kürzer: Bereits am Wochenende 24. bis 26. Juni ist er im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft für das BMW-Team BCC-Alpha-Van Zon Racing in der Superbike-Klasse am Start. Dort führt er das Gesamtklassement klar an und möchte weiter auf Erfolgskurs bleiben. Vom 22. bis 24. Juli geht es auf dem Schleizer Dreieck zur Sache, ehe für den 28-Jährigen der nächste Einsatz im Rahmen der Langstrecken-WM ansteht.

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