Am Sonntag zu Gast beim SV Böblingen

Eine 14-Jährige fordert Kolbermoors Tischtennisdamen im Spitzenspiel

Die taktische Mannschaftsbesprechung kurz vor Spielbeginn durch Krisztina Toth (ganz rechts im Bild) gehört inzwischen zum Ritual.
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Die taktische Mannschaftsbesprechung kurz vor Spielbeginn durch Krisztina Toth (ganz rechts im Bild) gehört inzwischen zum Ritual.

Die Kolbermoorer Bundesliga-Tischtennisdamen bestreiten am Sonntag ihr zweites Auswärtsspiel dieser Saison beim SV Böblingen, der zusammen mit Schwabhausen an der Tabellenspitze steht

Von Gerhard Erlich

Kolbermoor – Durfte man in den letzten Jahren immer von einem ganz normalen Spiel ausgehen, so ist das diesjährige Duell in der Tischtennis-Bundesliga zwischen Böblingen und Kolbermoor in die Kategorie Spitzenspiel einzureihen. Die Gastgeberinnen stehen mit dem TSV Schwabhausen punktgleich an der Tabellenspitze und damit vor dem SV DJK Kolbermoor. Allerdings ist der Abstand recht gering, hat sich doch das oberbayerische Quartett an das Spitzenduo bis auf einen Zähler angenähert.

14-Jährige mit einer 7:1-Bilanz

Warum ist der SV Böblingen heuer so erfolgreich? „Grundsätzlich weiß man, dass Qianhong Gotsch seit Jahren das Zugpferd der Baden-Württembergerinnen ist“, ließ Kolbermoors Trainer Michael Fuchs wissen. Trotz ihrer inzwischen 52 Jahre profitiert sich außerordentlich viel von ihrer Routine und hat dem SV Böblingen deshalb schon zu vielen Punkten verholfen. Jetzt aber hat der derzeitige Tabellenzweite mit Annett Kaufmann ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Das 14-jährige Nachwuchstalent hat erst im Oktober das Europe Youth Top 10-Turnier in Berlin gewonnen und kann bis jetzt eine 7:1-Bilanz aufweisen.

Gegen Böblingen schon immer schwergetan

Alleine diese beiden Spielerinnen in Verbindung mit Annetts Schwester Alexandra sowie der Japanerin Mitsuki Yoshida und Yanhua Yang-Xu, sind durchaus in der Lage, Kolbermoors Damen in Verlegenheit zu bringen. Fuchs gibt auch zu: „Wir haben uns in den letzten Jahren gegen Böblingen schon immer schwergetan“. In der vorletzten Saison gewann man beispielsweise zweimal nur mit 6:4. Und auch in der Spielzeit davor reichte es nur zu einem knappen Erfolg sowie einem 5:5-Unentschieden. Auf der anderen Seite weiß Fuchs auch, dass Kristin Lang eigentlich schon immer recht gut gegen Gotsch gespielt hat. Zumindest konnte sie Böblingens Spitzenspielerin in den letzten beiden Spielzeiten zwei Siege abringen. Hinzu kommt, dass Lang sich stärker präsentiert als im vergangenen Jahr, was auch etwas überraschend ist.

Mit fünf Spielerinnen nach Böblingen

Die Chancen, mit zwei Punkten nach Hause zu kommen, sind auf alle Fälle vorhanden. „Wir werden wieder zu Fünft nach Böblingen reisen. Kristin Lang und Yuan Wan sind gesetzt. Auch Svetlana Ganina sollte dabei sein. Den letzten freien Platz nimmt entweder Anastasia Bondareva oder Laura Tiefenbrunner ein. Das entscheidet sich kurzfristig“, erklärte Fuchs zur sonntäglichen Aufstellung. Wenn alles ganz optimal läuft, dann könnte man vielleicht auch die Tabellenführung übernehmen. Aber so weit will Fuchs nicht denken. Vordergründig wären für ihn erst einmal zwei Punkte.

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