Einbruch im Schlussabschnitt

Daniel Nimphiusauf dem Weg zum Korb. Fehrmann
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Daniel Nimphiusauf dem Weg zum Korb. Fehrmann

Bad Aibling – In der Heimpremiere des neuen Jahrzehnts haben die Fireballs Bad Aibling deutlich gegen die BG Leitershofen mit 72:88 verloren.

Zwei gute Spielabschnitte reichten am Ende nicht, um dem Tabellensechsten der Regionalliga Süd Ost Paroli zu bieten.

Trotz der langen Pause und der damit verbundenen Regenerationszeit musste Coach Tobi Guggenhuber zum Rückrundenauftakt wieder mit nur acht einsatzfähigen Spielern auskommen. „Es ist einfach unbefriedigend, dass auch in 2020 wieder kaum geregelter Trainingsbetrieb stattfinden kann. Zwei Spieler fallen krankheitsbedingt aus und zwei weilen noch in einem verlängerten Weihnachtsurlaub. Zu allem Überfluss sind dies alles Flügelspieler. Wenn wir immer wieder improvisieren müssen, kann dabei am Ende kein dauerhafter Erfolg stehen“, so Guggenhuber.

Gegen Leitershofen fehlten Marco Hack-Vazquez, Mio Mirceta, Michi Westphal und Korbi Weiß, und so hatten die Fireballs den körperlich überlegenen Gästen in den ersten zehn Minuten nichts entgegenzusetzen. Die Hausherren produzierten einfache Fehler am laufenden Ball und generierten so viele Turnover. Auch in der Defensive war Bad Aibling gedanklich noch im Winterschlaf und machte der BG das Punkten einfach. 24:37 stand zum Ende des ersten Viertels auf der Anzeigetafel.

Die Fireballs wirkten im zweiten Spielabschnitt wie ausgewechselt. Nun war vor allem die Verteidigung auf der Höhe und in der Offensive nahm Topscorer Simon Bradaric (26 Punkte) das Heft in die Hand. Die Hausherren kämpften sich nun heran und verkürzten den Rückstand zur Halbzeitpause auf 39:48.

Angefeuert vom Publikum, war Bad Aibling nach der Pause auf bestem Weg, das Spiel zu drehen. Justin Kaifosch (13) und Mario Hack-Vazquez (7) zeigten nun der Offensive den notwendigen, aggressiven Zug zum Korb und so betrug der Rückstand zum Ende des dritten Viertels nur noch vier Punkte. Das Momentum schien nun auf Aiblinger Seite zu sein. Mit einem schnellen 12:0-Lauf entschieden die Gäste dann aber das Spiel quasi binnen weniger Minuten für sich.

„Die Jungs haben viel Kämpferherz gezeigt. Trotz dieses katastrophalen Starts sind wir eindrucksvoll zurückgekommen. Am Ende fehlte dann die Kraft. Unter diesen Umständen war wohl nicht mehr drin“, lautete das Fazit von Trainer Guggenhuber. re

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