Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Die wenigen Zuschauer geben alles“

„Lieber ein wenig, als gar kein Eishockey live“: Fast leere Mangfallkurve im Rosenheimer Eisstadion

So leer wie am Freitag beim Heimspiel gegen den SC Riessersee war die Mangfall-Kurve selbst bei Testspielen im Sommer noch nie.
+
So leer wie am Freitag beim Heimspiel gegen den SC Riessersee war die Mangfall-Kurve selbst bei Testspielen im Sommer noch nie.
  • VonFranz Ruprecht
    schließen

Als „Geisterspiel 518plus“ könnte man das Eishockey-Derby zwischen den Starbulls Rosenheim und Riessersee sarkastisch bezeichnen. Trotzdem haben viele Fans Verständnis für die Corona-Maßnahmen.

Rosenheim – Eishockey, die schnellste Mannschaftsportart der Welt, lebt auch von der Atmosphäre im Stadion. Eine Atmosphäre wie beim letzten Heimspiel der Starbulls gegen den SC Riessersee (6:1) im Rofa Stadion, liebt allerdings niemand. Eine äußerst ausgedünnte Fankurve, ganze Sitzblöcke komplett gesperrt – die gesetzlichen Auflagen „2G plus“ (geimpft, genesen und Negativtest) zeigten Wirkung. Die Starbulls hatten die Zuschauerzahl auf 999 gedeckelt. Etwas mehr als die Hälfte, genau 518, fanden sich ein. Als „Geisterspiel 518plus“ könnte man diese Partie in der Eishockey-Oberliga bezeichnen.

Aufwärmen im Fantreff: Stefan Balleis, Markus Kerkhoff, Herbert Meisel, Georg Huber und Christoph Schneider (von links) bei einem Pausen-Bier.

Sorgfältig, höflich und hilfsbereit

Wie die Einlasskontrolle ablief, wie die Stimmung mit so wenigen Zuschauern war und wie der neue Bulls28-Fantreff angenommen wird, hat unsere Sportredaktion in einer Umfrage unter den Fans wissen wollen.

Sebastian Kurz fand die Kontrollmaßnahmen vom Verein top organisiert. Die Starbulls können ja nichts dafür, die Maßnahmen seien vorgeschrieben, „ob wir sie wollen oder nicht. Ich freue mich, dass ich das Spiel anschauen kann,“ sagte Kurz. Dem stimmte auch Peter Gurdschik zu, der die Booster Impfung hat und sich nach dem letzten „Geisterspiel“ freute, wieder ins Stadion zu dürfen.

Ein Stempel bei der Einlasskontrolle durch den externen Sicherheitsdienst für die Starbulls-Fans Julia (links) und Vroni.

„Ich finde die strengen Maßnahmen gut, weil wir sonst nie von den Infektionszahlen runterkommen.“

Lesen Sie auch: OVB-Sportredakteur testet leeres Eisstadion

Nur wenige Jugendliche waren im Stadion anzutreffen, nachdem in dieser Altersgruppe nur ein geringer Anteil geimpft sein dürfte. Für sie ist derzeit ein Stadionbesuch schwierig. Die Brüder Martin (16 Jahre) und Lorenz (12 Jahre) Baumann und ihr Freund Johannes Schön (13 Jahre) waren eine Ausnahme, nachdem zwei von ihnen genesen und einer geimpft ist. „An der Einlasskontrolle wurden wir nett empfangen und genau geprüft, es war kein Problem. Obwohl wenig los ist, finden wir die Stimmung trotz der wenigen Fans noch ganz gut. Die geben alles,“ sagten die jungen Starbulls-Fans.

„Lieber ein wenig, als gar kein Eishockey live“

„Bärig, super“, findet Stefan Balleis den neuen Bulls28-Fantreff, bei dem er auch Markus Kerkhoff, Herbert Meisel, Samerbergs Bürgermeister Georg Huber und Neubeuerns Rathauschef Christoph Schneider in lockerer Unterhaltung traf. „Lieber ein wenig, als gar kein Eishockey live schauen können. Die Zuschauer, die den Aufwand betreiben, um ins Stadion zu kommen, sind die wirklichen Hardcore-Fans“, sagte Georg Huber.

Froh im Stadion zu sein: Die Brüder Martin und Lorenz Baumann sowie Johannes Schön (von links).

Christoph Schneider versteht nicht ganz, warum man zur 2Gplus-Vorschrift auch noch eine FFP2 Maske tragen muss. Traurig findet Susi Hecht die fast verwaiste Fankurve und denkt, dass viele Fans die 2Gplus-Regel und die zusätzliche FFP2 Maske abschrecken. Der neue Bulls28 Fantreff sei wirklich gut gelungen, man könne essen, trinken und andere Fans treffen. „Das hat die Vorstandschaft wahnsinnig gut hinbekommen.“

„Dieses Theater sehe ich nicht ein

An die 600 Dauerkarten wurden bisher verkauft. Wenn man von den 518 Zuschauern noch rund 170 verkaufte Tagestickets abzieht, dann dürften etwa 250 Dauerkartenbesitzer ausgeblieben sein.

Gute Stimmung im Bulls28-Fantreff: Claudia Lindermeir, Holger Hecht und seine Tochter Susi Hecht (von links).

Hans Ludwig aus Raubling ist einer von ihnen. „Ich habe alle drei Impfungen, bin grundsätzlich großer Starbulls-Fan, fahre auch zu Auswärtsspielen, aber dieses Theater mit zusätzlichem Test und FFP2 Maske sehe ich nicht ein“, so der selbständige Gartenbauunternehmer.

Kommentare