Ein Rennen, ein Sieg

Julian Erhardt siegte in Wald- münchen.
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Julian Erhardt siegte in Wald- münchen.

Waldmünchen. – Jetzt hat es also doch noch geklappt für Julian Erhardt.

Der Athlet von Triathlon Grassau hat in Waldmünchen in der Oberpfalz bei der Spoosty-Triathlon-WM sein erstes Rennen in diesem Corona-Jahr finishen können – und wie! Der Triathlon-Profi aus Übersee gewann den Wettkampf über die olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 37,6 Kilometer Radfahren, 10,5 Kilometer Laufen) in 1:54,59 Stunden.

Er verwies damit seinen Trainingspartner Marc Eggeling vom Pro-Team Mohrenwirt (1:56,58 Stunden) auf den zweiten und Sebastian Neef vom „Spoosty pro.tri. team“ (1:59,06 Stunden) auf den dritten Platz. Auf dem vierten Rang landete Erhardts Teamkollege Michael Ager (1:59,32 Stunden).

„Es hat sich cool angefühlt, endlich wieder einen Triathlon komplett machen zu dürfen“, sagte Julian Erhardt. Mit seinem sportlichen Ergebnis in Waldmünchen ist Erhardt „auf alle Fälle sehr zufrieden“. Das Rennen an sich sei aber coronabedingt ungewohnt gewesen, hob Erhardt hervor. Es gab etwa auch bei den Profis sogenannte Wellenstarts. „Das ist bei uns ja eher ungewöhnlich.“

Bei den drei Disziplinen lief es überall rund. „Das war alles sehr konstant“, freute er sich. Nur gleich beim Start passierte ihm ein kleines Missgeschick. Er verlor seine Schwimmbrille und schenkte damit wertvolle Sekunden her. „Ich bin also vom Gejagten erst einmal zum Jäger geworden“, lachte er. Doch Erhardt holte schnell wieder auf. Wegen der Wellenstarts wussten die Sportler auch nicht genau, an welcher Position sie lagen. Laut dem Überseer war das aber gar nicht so schlecht. „Man musste einfach dauernd Gas geben“, lachte er. „Erst auf der letzten Laufrunde habe ich die Information bekommen, dass ich rund zwei Minuten vorne liege“, erzählte Erhardt. Als dann auf der langen Zielgeraden kein Athlet hinter ihm auftauchte, „habe ich gewusst, dass ich gewinnen werde.“

Für Julian Erhardt ist das Triathlon-Jahr damit aber wohl schon wieder zu Ende. „Ich habe noch einmal alle Optionen überprüft, aber so, wie es aktuell aussieht, ist meine Triathlon-Saison jetzt beendet.“ Denn der Überseer rechnet nicht mehr damit, dass noch viele Rennen stattfinden werden. bst

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