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Später K.o. durch Wargalla

„Kleiner Genickschlag“: 1860 Rosenheim kämpft bis zum Schluss – nur die Belohnung fehlt

1860-Torwart David Daroczi fasste vor dem Ausgleich daneben.
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1860-Torwart David Daroczi fasste vor dem Ausgleich daneben.

Lange Zeit sah es so aus, als würde der TSV 1860 Rosenheim in Dachau wenigstens einen Punkt holen. Dennoch mussten sich die Rosenheimer letztlich ohne Punkte zufriedengeben. 1860-Trainer Klaus Seidel spricht von einem „kleinen Genickschlag“.

Dachau – Die Bayernliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim haben auch zum Abschluss der Hinrunde nicht gewinnen können und das Duell beim TSV Dachau mit 1:3 verloren. „Das war ein kleiner Genickschlag. Wir waren 90 Minuten die bessere Mannschaft und müssen zur Halbzeit eigentlich mit 3:0 führen. Die Tendenz ist gut, aber wir haben uns nicht belohnt“, fasste 1860-Trainer Klaus Seidel nach der Partie zusammen.

Die Bank entscheidet das Spiel

Es war das erwartete intensive Spiel, denn Schlusslicht Rosenheim kam mit zehn U23-Spielern, die munter drauflos spielten. Die Dachauer hingegen verkrampften von Minute zu Minute mehr – und das auf einem sehr holprigen Rasenplatz. Pech kam dann auch noch dazu: Kapitän Florian Mayer musste in der 17. Minute mit Kreislaufproblemen raus und sein Ersatzmann, Co-Trainer Arijanit Kelmendi, musste mit Rückenproblemen in der 45. Minute ebenfalls wieder ausgewechselt werden.

Symbolisch für die bisherige Saison: Dachau darf jubeln, 1860 Rosenheim lässt die Köpfe hängen.

Es gab aus Dachauer Sicht aber auch Positives zu berichten, dafür sorgten die Spieler, die von der Bank kamen: Oliver Wargalla verabschiedete sich in diesem Spiel mit zwei Joker-Toren. Er hat seinen Lebensmittelpunkt nach Düsseldorf verlegt und wird nicht mehr für Dachau auflaufen.

Tanev „kann noch wichtig werden“

Vor allem die erste Halbzeit war für die Zuschauer eine Zumutung. Da habe sogar das Spiel der zweiten Mannschaft in der Kreisliga gegen Sulzemoos deutlich mehr Niveau gehabt, befand ein Zuschauer. Dachau hatte in den ersten 45 Minuten null Torchancen, Rosenheim eine – und die nutzte Bojan Tanev in der 31. Minute nach einem Solo mit einem Flachschuss ins linke Eck. „Wenn seine Einstellung passt, kann Tanev noch wichtig werden. Er hat sich gut eingefügt und das gemacht, was verlangt wurde“ lobte Seidel seinen Torjäger. Kurz vor der Pause hatte Tanev sogar noch die Chance auf das 2:0, doch Dachaus Torwart Marco Jakob parierte im Eins-gegen-Eins stark. „Den halten bestimmt nicht viele Leute, das war wie ein Handballtorwart. Das war eine brutale Parade“, musste auch Seidel zugeben.

Dem Ausgleich gleich nach Wiederbeginn ging ein Fehlgriff von Rosenheims Keeper David Daroczi voraus. Martin Schön nutzte diesen und traf in der 46. Minute mit einem Kopfball-Lupfer. „Jeder darf mal einen individuellen Fehler machen, wir werden dann nur immer gleich bestraft“, monierte Seidel und fügte an: „Da ist es dann auch schwierig, einen Umbruch zu schaffen.“

„Das Ergebnis sagt leider nicht alles“

Danach war wieder Flaute im Spiel, hüben wie drüben. Doch in der 85. Minute kam völlig überraschend großer Jubel im Stadion an der Jahnstraße auf: Der zur Pause für Sebastian Nappo eingewechselte Oliver Wargalla trat zum Solo an und vollendete ebenso kraftvoll wie geschickt. Nur drei Minuten später, der Jubel war noch nicht ganz verebbt, fiel das 3:1, wieder durch den Abschiedsspieler Oliver Wargalla, der mit seinem Doppelpack den Heimsieg des TSV Dachau sicherte. „Das Ergebnis sagt leider nicht alles. Der Schuss zum 2:1 war der erste Torschuss von Dachau, das war wirklich bitter für die ganze Mannschaft.“

TSV 1860 Rosenheim: Daroczi, Tanev (ab 59. Löser), Gratt, Wallner, Kasumovic, Barsalona, Polat (ab 89. Addo), Merdan, Summerer (ab 78. Kuchler), Polotzek, Demolli.

Tore: 0:1 Tanev (31.), 1:1 Schön (46.), 2:1 Wargalla (85.), 3:1 Wargalla (88.).

Schiedsrichter: Felix Scharf (TV Nabburg).

Zuschauer: 42.

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