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Warum Rosenheim jetzt Spitzenreiter ist

Achter Starbulls-Sieg in Folge: Im letzten Drittel besonders stark

Eine der vielen Starbulls-Chancen in Lindau durch Max Brandl.
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Eine der vielen Starbulls-Chancen in Lindau durch Max Brandl.
  • VonManfred Eder
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Es gibt viele Gründe warum die Starbulls Rosenheim jetzt endlich Spitzenreiter in der Eishockey-Oberliga Süd sind. Zwei davon: Die lange Siegesserie und das letzte Drittel.

Rosenheim – Endlich ist die „Momentaufnahme“ perfekt! Sieben glatte Siege in Folge hatten nicht ausgereicht, die Starbulls Rosenheim an die Tabellenspitze zu bringen, einfach weil sich die Übermannschaft aus Weiden keine Blöße gab. Mit einer Energieleistung im letzten Drittel in Lindau haben es John Sicinskis Jungs aber mit dem 8. Sieg geschafft, weil die Deggendorfer, auf eigenem Eis in dieser Saison eine Klasse besser als auswärts, den Blue Devils alle drei Punkte abknöpften.

Seit dem 14. Februar 2021 wieder ganz vorne

Und daher heißt es nunmehr erstmals seit dem 14. Februar 2021 wieder: Tabellenführer Starbulls Rosenheim. Damals hatten die Grün-Weißen nach ihrem 4:2-Sieg im Spitzenspiel gegen Regensburg den geringfügig besseren Punktequotienten. Aber Achtung: Schon zwei Tage später lag man nach einem 3:6 im „Rückspiel“ gegen die Eisbären schon wieder auf Rang drei, und genau diese Eisbären sind zusammen mit dem derzeit entthronten Dauer-Spitzenreiter aus Weiden die Gegner des nächsten Wochenendes!

Natürlich kamen die sechs Punkte angesichts der „mittelprächtigen“ Gegner Riessersee und Lindau nicht unerwartet, aber diese beiden Teams hatten den Starbulls heuer schon Probleme bereitet. In Garmisch startete man gleich mit einer Overtime-Niederlage, und im Heimspiel gegen Lindau musste man bei 5:3 schon Schwerstarbeit verrichten. Kurios: Die beiden Spiele gegen die Islanders sind die einzigen bisher, in denen die Starbulls mit zwei Treffern Differenz sowohl in Rückstand als auch in Führung lagen, und darüber hinaus die einzigen, in denen sie den Torhüter wechseln mussten!

Wieder Torhüterwechsel gegen Lindau

Beim Heimspiel ersetzte Christopher Kolarz seinen Kollegen Andi Mechel nach zwei schnellen Gegentoren, diesmal hatte Kolarz einen „gebrauchten“ Abend mit fünf Gegentreffern in 32 Minuten und Mechel hielt in der Folge den Kasten sauber, während seine Vorderleute durch ein 4:0 im letzten Drittel den Karren noch aus dem Dreck zogen.

Auch hier noch ein Lindau-typisches Phänomen: In beiden Spielen lagen die Starbulls zur zweiten Drittelpause nicht in Führung. Als einzige Mannschaft außer den Islanders hatte Memmingen beim 5:4-Sieg in Rosenheim nach 40 Minuten geführt (und im Gegensatz zu Lindau auch gewonnen).

Neun Treffer ohne ein einziges Gegentor

Egal ob mit fast voller Besetzung oder mit Rumpfkader: Das letzte Drittel ist derzeit das Paradestück der Starbulls. In den letzten sieben Begegnungen konnten Vollmayer & Co. immer das Schlussdrittel für sich entscheiden, in den letzten fünf Spielen sogar mit neun Treffern ohne ein einziges Gegentor. Was Trainer Sicinski allerdings kaum gefallen haben wird: Noch kein Team hatte seinen Jungs heuer fünf Treffer eingeschenkt, und alle bei Fünf gegen Fünf! In den fünf Partien davor hatte bei dieser Konstellation das Verhältnis 29:7 gelautet. 5:1 bei gleicher Spielerzahl hieß es am Freitag gegen den SC Riessersee beim bisher höchsten Sieg seit dem Garmischer Abstieg 2018 (6:1).

Pech für Marc Schmidpeter, der gegen Riessersee den Pfosten traf.

Gegen Lindau sind sieben Tore zwar keine Seltenheit (bereits zum vierten Mal), aber sonst war es immer deutlicher ausgegangen (7:0, 7:1, 7:4). Und das wilde Hin und Her mit vier Toren binnen fünf Minuten (je zwei auf beiden Seiten) war absolut untypisch für die laufende Saison.

28 Assists von Dominik Daxlberger

Spektakulär sind auch ein paar individuelle Leistungen. Dass Kolarz den geringsten Gegentorschnitt aller Liga-Torhüter aufweist (und dies auch noch nach seinen fünf Gegentoren am Sonntag), ist fast seit Saisonbeginn so. Aber dann wird es heiß: In der Scorerliste liegt Brad Snetsinger mittlerweile auf Rang drei und wird noch getoppt von Dominik Daxlberger, der mit zwei Toren und 28 (!) Vorlagen momentan den Spitzenplatz inne hat. Obwohl der Peitinger Nardo Nagtzaam mit nur einem Punkt weniger bei einem Spiel in der Hinterhand noch den höheren Schnitt hat. Der Rosenheimer Kapitän hat überhaupt erst in einem einzigen Spiel keinen Scorerpunkt erzielt. Am Sonntag bereitete er vier Treffer in Lindau vor, ebenso wie gegen Garmisch Max Vollmayer.

Höller traf schon fünfmal gegen Lindau

Drei Spieler können es heuer gegen Lindau besonders. Daxlberger registrierte sieben Assists in zwei Spielen gegen die Islanders, Alex Höller hat nach seinem Hattrick schon fünfmal getroffen, und Nachwuchsverteidiger Alexander Biberger verbuchte drei seiner sechs Vorlagen gegen diesen Gegner. Höller hat überhaupt einen Lauf: Acht Tore in den letzten fünf Spielen! Und durch die drei Treffer in Lindau hat sich auch das Missverhältnis zwischen Heim- und Auswärtstoren bei nunmehr 8:5 einigermaßen normalisiert.

Eine „Premiere“ zu Ungunsten der Starbulls gab es am Sonntag. Nachdem in 17 Partien kein Gegner es geschafft hatte, zwischen der 6. und der 15. Minute ein Tor zu erzielen, verpatzte Höllers österreichischer Landsmann Martin Mairitsch diese Bilanz durch seinen Ausgleich in der 9. Spielminute, sodass diese jetzt nur noch 14:1 zugunsten der Starbulls lautet.

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