Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Nach vier Verlängerungen

Ein echter Basketball-Krimi – Wasserburger Damen besiegen Halle knapp mit 100:98

Was für ein Spiel, was für eine Teamleistung – das wissen auch Mikayla Williams, Levke Brodersen, Laura Hebecker, Haliegh Reinhoel und Ana Vojtulek (von links).
+
Was für ein Spiel, was für eine Teamleistung – das wissen auch Mikayla Williams, Levke Brodersen, Laura Hebecker, Haliegh Reinhoel und Ana Vojtulek (von links).
  • VonManuela Scholzgart
    schließen

Was für ein Spiel: Die Wasserburger Basketball-Damen gewannen das Bundesliga-Spiel gegen den SV Halle mit 100:98 – und das nach vier Verlängerungen.

Basketball – Die Wasserburger Basketball Damen und die GISA Lions des SV Halle lieferten sich einen echten Basketball-Krimi. Insgesamt gab es vier Verlängerungen, bei denen am Ende die Innstädterinnen mit 100:98 knapp die Oberhand behielten. Spannender hätte das Spiel wohl kaum sein können.

Bereits das erste Viertel zeigte, dass dies eine Partie auf Augenhöhe werden wird und beide Teams die Punkte im Abstiegskampf für sich gewinnen wollen. Dementsprechend knapp war es schon im ersten Durchgang: 22:20 stand es nach zehn Minuten für die Innstädterinnen.

Sieben-Punkte-Führung zur Halbzeit

Im zweiten Viertel schafften es die Damen vom Inn dann, sich zumindest Stück für Stück ein bisschen abzusetzen. Doch Halle blieb ihnen stets auf den Fersen, sodass sie sich keinen großen Vorsprung erarbeiten konnten. Zur Halbzeit führten die Wasserburgerinnen 40:33 und hatten somit gute Chancen auf einen Sieg.

Im dritten Viertel schafften sie es sogar, ihre Führung auf teilweise über zehn Punkte auszubauen. Doch Halle ließ dies nicht so einfach auf sich sitzen und versuchte natürlich, wieder näher an die Innstädterinnen heranzukommen. Doch vorerst schafften es diese, ihre Gegnerinnen auf Abstand zu halten und nach 30 Minuten stand es 52:43 für Wasserburg.

Unentschieden nach regulärer Spielzeit

Doch Halle gab sich nicht so einfach geschlagen. Im Gegenteil, sie setzen nun alles ein, was sie noch zu geben hatten und zwangen die Wasserburger Damen zu einem Fehler nach dem anderen. Zu viele Unkonzentriertheiten in dieser Phase kostete sie dann schließlich die Führung und mit einem Dreier wenige Sekunden vor Ende des letzten Viertels von Halle hieß es somit nach regulärer Spielzeit 64:64 – es ging also in die Verlängerung.

Dass es davon nicht nur eine geben wird, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. In der ersten Verlängerung ging es weiter hin und her zwischen den beiden Teams, was dazu führte, dass es auch nach fünf weiteren gespielten Minuten erneut Unentschieden stand, dieses Mal 72:72. Es gab also Verlängerung Nummer zwei und damit weitere fünf Minuten. Allerdings konnte sich auch in diesen weiteren Minuten keines der beiden Teams absetzen und so gab es nach insgesamt 50 gespielten Minuten beim 80:80 erneut einen Gleichstand.

Schon vier Spielerinnen ausgefoult

Es ging damit also in Verlängerung Nummer drei. Zu diesem Zeitpunkt waren bei Wasserburg eine Spielerin und bei Halle bereits drei Spielerinnen ausgefoult, sie hatten also fünf Fouls und durften nicht mehr weiter spielen. Trotzdem schafften es die Innstädterinnen nicht, dies für sich zu nutzen und nach 55 Minuten stand es beim 90:90 schon wieder unentschieden zwischen den beiden Ligakontrahenten.

Damit gab es also eine vierte Verlängerung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt nun hielt es kaum mehr noch jemanden der Zuschauer auf seinen Plätzen. Im Laufe dieses Viertels waren es bei Halle dann schließlich fünf Spielerinnen, die ausgefoult waren. Und nun endlich – nach 60 Spielminuten und insgesamt knapp drei Stunden Spieldauer – behielten die Wasserburgerinnen knapp die Oberhand beim 100:98.

„Habe ich selten erlebt“

„So etwas habe ich bisher auch sehr selten erlebt im Basketball. Vier Verlängerungen zu spielen ist schon sehr viel, aber wir haben es geschafft, am Ende die Punkte in Wasserburg zu behalten, das ist alles, was zählt“, freute sich Wasserburgs Trainerin Rebecca Thoresen. „Wir hätten es durchaus leichter haben können, aber ein Sieg ist ein Sieg. Jetzt haben wir noch zwei verbleibende Spiele, die wir auch für uns entscheiden wollen, viel Zeit, uns von diesem Spiel zu regenerieren bleibt uns allerdings nicht“, ergänzt die Ex-Spielerin.

Und damit hat sie Recht. Denn für die Wasserburger Basketball Damen geht es bereits am Mittwochabend weiter. Sie spielen dann auswärts in Göttingen – dieses Spiel musste vor ein paar Wochen coronabedingt verschoben werden. Los geht es um 19 Uhr.

Für den TSV Wasserburg spielten: Miyah Barnes, Levke Brodersen, Laura Hebecker, Sarah Mortensen, Maria Perner, Sophie Perner, Haliegh Reinoehl, Ana Vojtulek und Mikayla Williams.ms