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Sechs-Stunden-Rennen in Most

„Ein atemberaubendes Rennen“: Sieg und WM-Silber für Markus Reiterberger mit dem Team

Riesige Freude bei der Zieldurchfahrt: Der Obinger Markus Reiterberger bejubelt in Most den Sieg seines BMW-Langstrecken-Teams.
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Riesige Freude bei der Zieldurchfahrt: Der Obinger Markus Reiterberger bejubelt in Most den Sieg seines BMW-Langstrecken-Teams.

Bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft im tschechischen Most siegte der Obinger Motorradpilot Markus Reiterberger mit seinem BMW-Team und erreichte zugleich WM-Silber.

Most – Über ein „atemberaubendes Rennen“ mit erfreulichem Ende konnten sich Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) und seine Teamkollegen aus dem BMW-Langstrecken-Team beim Sechs-Stunden-Rennen in Most (Tschechien) freuen: Das Team gewann das Rennen der Langstrecken-WM hauchdünn und sicherte sich mit dem ersten Sieg zugleich die Vize-Weltmeisterschaft.

Nach einem spannenden Endspurt überquerte die BMW M 1000 RR mit der Startnummer 37 die Ziellinie auf Platz eins. Im Sattel hatte sich Reiterberger mit seinem Kollegen Ilya Mikhalchik (Ukraine) abgewechselt. Kenny Foray (Frankreich) stand als dritter Fahrer bereit.

Starke Leistung und kluge Strategie

Mit Startplatz zwei hatten Reiterberger, Mikhalchik und Foray im Qualifying für eine gute Ausgangslage für ihr Team gesorgt. Im Getümmel des Starts fiel Mikhalchik zwar kurzzeitig auf den sechsten Rang zurück, doch mit Speed und Können arbeitete er sich schnell wieder nach vorn.

Nach einer Viertelstunde lag Mikhalchik auf Rang zwei, kurz darauf brachte er die Startnummer 37 in Führung und baute diese immer weiter aus. Im weiteren Rennverlauf, in dem es auch zwei längere Safety-Car-Phasen gab, mussten er und Reiterberger die Spitzenposition nur zweimal kurz abgeben. Mit einer starken fahrerischen Leistung, kluger Strategie und einer perfekten BMW M 1000 RR führte das Team das Rennen fast die gesamte Zeit über an.

Reiterberger behält kühlen Kopf

Die Schlussphase war jedoch nichts für schwache Nerven: Von hinten rückte die Yamaha des YART-Teams (Startnummer 7) immer näher heran. Aber Reiterberger behielt kühlen Kopf, zeigte sein ganzes Können, teilte sich das Rennen perfekt ein und verteidigte den Sieg bis ins Ziel. Nach sechs Rennstunden und einem echten Krimi am Schluss sah er die Zielflagge mit 0,070 Sekunden Vorsprung.

Dritter wurde Suzuki Yoshimura Sert Motul mit bereits einer Runde Rückstand. 8,5 Sekunden dahinter folgte Webike SRC Kawasaki Frankreich, Fünfter wurde das Yamaha Wojcik Racing Team mit zwei Runden Rückstand.

BMW-Team Zweiter in der Gesamtwertung

In der WM-Gesamtwertung ging der Titel an Suzuki Yoshimura Sert Motul mit 175,5 Punkten vor dem BMW Motorrad World Endurance Team (133). Es folgten: 3. Webike SRC Kawasaki Frankreich 115,5; 4. VRD IGOL Experiences Yamaha 105,0; 5. FCC TSR Honda, Frankreich 91.

Lesen Sie auch: Doppelsieg für Markus Reiterberger: Starker Abschluss in der Superbike-IDM

2021 war die zweite Saison des BMW Motorrad World Endurance Teams in der FIM EWC, die neue BMW M 1000 RR kam in diesem Jahr erstmals zum Einsatz. Bei den ersten beiden Rennen in Le Mans (Frankreich) und Estoril (Portugal) holte das Team jeweils Rang drei. Beim dritten WM-Lauf, dem Bol d’Or in Le Castellet (Frankreich) musste die Mannschaft aufgrund eines technischen Problems vorzeitig aufgeben – damit waren die Titelchancen bereits dahin, das Team lag zwischenzeitlich nur auf Rang fünf der WM-Wertung. Doch nun folgte wenige Wochen später in Most der umjubelte erste Sieg.

„Ich bin gegen die Uhr gefahren“

Markus Reiterberger zeigte sich begeistert: „Ich glaube, das war ein wirklich atemberaubendes Rennen – bis zum Schluss. Ilya ist den Start gefahren, hat im ersten Stint alle überholt, und wir haben die Führung übernommen. Wir haben mit einer Fünf-Stopp-Strategie geliebäugelt, doch dazu braucht man ein Safety Car. Das ist auf dieser Strecke sehr wahrscheinlich, und es kam dann auch so. So ist es uns gelungen, einen Stopp weniger als zum Beispiel YART zu fahren. Ich denke, dass der Benzinverbrauch heute der Schlüssel zum Erfolg war, und dass wir fehlerfrei durchgefahren sind.“

Er ergänzte: „In meinem letzten Stint habe ich alles gegeben, bin gegen die Uhr gefahren. Das war sehr hart, weil Marvin Fritz von hinten richtig gepusht hat. Es war wirklich sehr knapp, aber ich habe es geschafft. Ich bin einfach dankbar, dass wir endlich gewonnen haben, denn das gesamte Team hat es mehr als verdient. Dies ist der Lohn für die viele, harte Arbeit und ein schöner Saisonabschluss.“fb/who

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