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AUS DER STARBULLS-STATISTIK

Echtlers Penalty war das 100. Saisontor

Michael Boehmwar der sechste Akteur in dieser Saison im Starbulls-Gehäuse. Ruprecht
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Michael Boehmwar der sechste Akteur in dieser Saison im Starbulls-Gehäuse. Ruprecht

Eine „stade Zeit“ gibt es im Eishockey um Weihnachten herum ja traditionell nicht. Gerade zwischen Christfest und Neujahr häufen sich ja die „englischen Wochen“. Aber es war diesmal auch keine friedliche Zeit in Rosenheim.

Rosenheim– Im Gegenteil: Nicht nur wurde zwei Tage vor Heiligabend der Gegner aus Regensburg mit 10:2 gnadenlos „abgewatscht“, nein, die Gäste stellten auch mit 86 Strafminuten einen für Rosenheimer Verhältnisse neuen Rekord auf. Heute hatte noch kein Starbulls-Kontrahent mehr als 41 Strafminuten gesammelt (Miesbach bei der ersten 1:2-Heimniederlage), und auch in den sechs Jahren Oberliga von 2005 bis 2010 war Rekordhalter Passau am 5. Februar 2010 nur auf 73 gekommen. Auch der Rekord aus sieben Jahren Zweitliga kommt nicht an die „Leistung“ der Eisbären heran; den hat Bietigheim (78) inne. Und weil sich auch die Starbulls noch mit 42 Minuten beteiligten, gab es bei den Gesamtstrafminuten ebenfalls einen neuen Rekord: 128 Minuten für beide Teams (bisher Oberliga: 127 bei Weiden gegen Rosenheim am 23. September 2005, Zweitliga-Rekord 126 bei Starbulls – Schwenningen am 5. April 2012). Interessant: Alle anderen Spiele mit Strafzeitenfluten hatten die Starbulls verloren, auch wenn der Gegner mehr kassiert hatte! Einschränkend muss man anmerken, dass im Gegensatz zu den früheren Gelegenheiten, diesmal Peppi Heiß, der Regensburger Coach, mit 22 (!) Minuten beteiligt war.

Nun muss aber bekanntlich nicht heißen, dass längeres Rosenheimer Powerplay auch zwangsläufig zu Toren führt. Diesmal aber war es so: Fünfmal schlugen Daxl berger & Co. in insgesamt 15:41 Minuten nummerischer Überlegenheit zu! Ja, fünfmal, auch wenn das offizielle Protokoll nur vier registriert, weil für Guldas Strafzeit, die zum 6:1 führte, die falsche Zeit eingetragen war. Dass es ein Powerplaytor war, geht auch aus den Sprade-TV-Bildern zweifelsfrei hervor. Fünf Überzahltreffer hatten die Starbulls nur ein einziges Mal geschafft (gegen Crimmitschau), in der Oberliga dagegen zuvor schon fünfmal. Klostersee, Eisbären Juniors Berlin, Erfurt, Deggendorf und Passau waren die Leidtragenden, gegen Letztere brauchten Ron Newhook (2), Dylan Stanley, Ryan Fairbarn und Matthias Bergmann, der auch diesmal beteiligt war, sogar nur zehneinhalb Minuten Überzahl.

Interessant war auch die Situation bei den Kontingentspielern: Auf Regensburger Seite mit Arnold Bosas und Nikola Gajowski zwei der drei Topscorer der Liga, im Starbulls-Dress kein einziger, da beide Finnen fehlten. Bosas machte zwar zwei Scorerpunkte (ebenso viele wie Ex-Starbull Leopold Tausch), stand aber auch bei drei der fünf Gegentreffer auf dem Eis, die nicht in Überzahl erzielt wurden. Der Rest: 14 Regensburger ohne jeden Scorerpunkt, bei den Starbulls zwölf Spieler, die punkteten, davon acht mehrfach. Und dabei war einfach alles geboten: verwirrende Kombinationen wie beim 1:0 oder beim 6:1, Granaten von der blauen Linie wie Bergmanns 8:1, geniale Einzelleistungen wie Tobi Draxingers Sololauf, der zu Reichels Abstauber zum 7:1 führte, und ein souverän verwandelter Penalty von Christoph Echtler, zugleich das 100. Saisontor der Starbulls. Zuvor hatte Tausch schon für Regensburg die Hundert vollgemacht, was man bei 99 Toren auch vermuten konnte. Dass aber die Starbulls dies bei 95 Treffern als sechstes Team schaffen würden, mochte mancher im Vorfeld bezweifeln.

Ebenso bezweifelt haben wohl die meisten, dass vier Tage später Waldkraiburg das werden würde, was früher in der Saison Miesbach für Landshut war – ein Waterloo. Lediglich gegen Miesbach und Weiden hatten die Löwen zuvor auf eigenem Eis gewonnen, und bis gut zwei Minuten vor Schluss sah es auch nach einer weiteren Nullnummer aus. Dann gaben die Starbulls das Spiel praktisch im Handumdrehen aus der Hand. Zwei Gegentreffer binnen 115 Sekunden, dazu ein Empty-net-Goal weitere 13 Sekunden später – das waren schon Verhältnisse wie bei den Schützenfesten gegen Miesbach, nur am falschen Ende des Eises! Zum zweiten Mal verloren die Starbulls ein Auswärtsspiel, bei dem sie 2:0 geführt hatten. Beim 2:2 in Lindau vor einigen Wochen konnten sie aber wenigstens einen Punkt mitnehmen. Kein guter Einstand für den Sohn des Ex-Publikumslieblings Rick Boehm, Michael Boehm, der heuer bereits der sechste Goalie war, der irgendwann den Rosenheimer Kasten hütete. Da genügte es auch nicht, dass Fabian Zick nach neun Treffern daheim endlich auch auswärts traf – ausgerechnet da, wo er im Vorjahr noch gespielt hatte.

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