Dritter Starbulls-Sieg in Serie: Nicht schön, aber siegreich

Jubel bei den Starbulls – hier nach dem Treffer zum 1:0 durch Kilian Steinmann.
+
Jubel bei den Starbulls – hier nach dem Treffer zum 1:0 durch Kilian Steinmann.

Die Starbulls Rosenheim haben ihr Dienstag-Heimspiel in der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Indians aus Memmingen mit 5:3 gewonnen. Nach dem Torfestival in Landsberg und der herausragenden Mannschaftsleistung gegen Selb war dieser Erfolg hart erarbeitet und ohne große Glanzlichter – aber am Ende zählt das blanke Ergebnis, und das passt!

Rosenheim– Beim Arbeitssieg haben gleich mehrere Serien gehalten: Die Starbulls haben ihren dritten Sieg en suite errungen, Memmingen hingegen das dritte Mal in Serie verloren. Zum sechsten Mal in dieser Saison sind die Rosenheimer mit 1:0 in Führung gegangen und haben dann auch die Punkte behalten. Und – ein individueller Erfolgslauf – Kilian Steinmann hat im dritten Spiel hintereinander getroffen.

Kilian Steinmann erzielte wieder die Führung

Diesmal war es – wie schon gegen Selb – das 1:0, das sich der junge Angreifer gutschreiben konnte. In der sechsten Minute zog er aus dem rechten Bullykreis heraus ab und traf ins kurze Eck über der Schulter von Lukas Steinhauer, der wieder im Gehäuse der Allgäuer stand. Die Gäste kamen nur 64 Sekunden später im Powerplay durch einen von Tim Richter abgefälschten Schuss zum Ausgleich. Aber die Starbulls meldeten sich wieder zurück, als Timo Bakos mit guter Übersicht Tobias Meier bediente und dieser per Direktabnahme erfolgreich war. Eine tolle Kombination über Marc Bosecker und Alexander Höller hätte Dominik Daxlberger zu einem weiteren Treffer veredeln können, aber da stand Steinhauer im Weg. Starbulls-Trainer John Sicinski merkte schon früh bei seinen Mannen, dass das anstrengende Spiel gegen Selb noch drinsteckte: „Wir sind auf dem Zahnfleisch gegangen.“

Memmingen drückte nach dem Ausgleich

So auch im zweiten Abschnitt, als der Ex-Rosenheimer Niki Meier zum 2:2 traf und dann Memmingen mehr vom Spiel hatte. „Die haben uns phasenweise im eigenen Drittel eingeschnürt“, merkte Sicinski an. „Wir haben Druck gemacht und waren kurz davor, in Führung zu gehen“, meinte auch Memmingen-Coach Sergej Waßmiller. Aber Rosenheim zeigte sich wieder und verzeichnete durch Michael Gottwald bereits einen Pfostenschuss, ehe im letzten Drittel die Entscheidung für die Hausherren fiel: Im dritten Nachschuss traf erst Curtis Leinweber zum 3:2, nur 61 Sekunden später ließ Alex Höller den vierten Treffer folgen. Zwar brachte Linus Svedlund die Allgäuer noch einmal heran, mehr ließen die Starbulls aber nicht zu. Und als dann Steinhauer vom Eis ging, traf Tobi Meier ins leere Tor zur endgültigen Entscheidung.

Kevin Slezak fällt länger aus

„Wir haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“, freute sich Sicinski, der diesmal wieder auf die Rückkehrer Gottwald und Daxlberger setzen konnte. Allerdings fehlte Kevin Slezak, der wohl länger ausfallen wird. „Bis Mitte Januar, vielleicht sogar länger“, erklärte der Starbulls-Trainer, der unter dem Spiel auch Dennis Schütt ersetzen musste. Der Verteidiger verletzte sich am Sprunggelenk, Diagnose noch unklar.

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – ECDC Memmingen Indians 5:3 (2:1, 0:1, 3:1). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Schütt, Gottwald; Krumpe, Vollmayer; Dietrich, Draxinger; Beck – Gibbons, Leinweber, Kolb; Bosecker, Daxlberger, Höller; Heidenreich, Bakos, Meier; Maierhofer, Steinmann, Bauer.

Tore: 1:0 (6.) Steinmann/Bauer, Maierhofer, 1:1 (7.) Richter/Svedlund, Grözinger – PP1, 2:1 (14.) Tobias Meier/Bakos, Heidenreich, 2:2 (31.) Niki Meier/Schmid, 3:2 (44.) Leinweber/Gibbons, Kolb, 4:2 (46.) Höller/Daxlberger, Krumpe, 4:3 (46.) Svedlund/Richter, 5:3 (60.) Tobias Meier/Daxlberger – SH1; Schiedsrichter: Aumüller; Strafminuten: Rosenheim 10, Memmingen 2.

Wenn die Flasche springt, dann ist der Puck drin: Das 3:2 für die Starbulls Rosenheim durch Curtis Leinweber (nicht im Bild).Ziegler

Kommentare