Dressurelite brilliert zum Weltcup-Start: Triumph für von Bredow-Werndl

Jessica von Bredow-Werndl führt nach ihrem Sieg in Ungarn gleich die Weltcup-Gesamtwertung an.
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Jessica von Bredow-Werndl führt nach ihrem Sieg in Ungarn gleich die Weltcup-Gesamtwertung an.

Für die Dressurreiter hat die neue Weltcup-Saison in Máriakálnok/Ungarn begonnen. Bei ihrem ersten Start nach mehrmonatiger Corona-Zwangspause sicherte sich Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer 16-jährigen niederländischen Stute Zaire-E gleich einen Doppelsieg vor Helen Langehanenberg mit dem 18-jährigen Damsey FRH

Máriakálnok– . Damit führt die Team-Weltmeisterin aus Aubenhausen nach der ersten Station die Weltcup-Zwischenwertung mit 20 Punkten vor ihrer Olympiakader-Kollegin an. In beiden Grand Prix-Prüfungen ließen die deutschen Reiterinnen den Rest des internationalen Starterfelds deutlich hinter sich.

„Alles fühlte sich so leicht und selbstverständlich an“

Von Bredow-Werndl gewann den Grand Prix klar mit 77,891 Prozent, im entscheidenden Freestyle steigerte sich das Paar auf 84,890 Prozent. „Zaire war sehr souverän und alles fühlte sich so leicht und selbstverständlich an. Ich denke, sie hat sich sehr gefreut, dass es endlich wieder losging“, lobte die 35-Jährige ihre vierbeinige Ballerina. Anders als auf deutschen Turnierplätzen war die Reiterwelt in Màriakàlnok fast schon in Ordnung. Ungarn hatte einige seiner Corona-Beschränkungen wie beispielsweise die Maskenpflicht im Freien kurz zuvor aufgehoben. Zahlreiche Zuschauer saßen rund ums Prüfungsviereck und auch Siegerehrungen konnten stattfinden. „Es war ein wunderschönes, sehr gut organisiertes Turnier mit familiärer Atmosphäre“, schwärmte von Bredow-Werndl.

Netz auf der Longlist für die EM

Das Team Aubenhausen war am selben Wochenende auch beim Schafhof Dressurfestival im hessischen Kronberg erfolgreich. Raphael Netz platzierte sich mit dem zwölfjährigen Lacoste zweimal an vierter Stelle im Piaff-Förderpreis. Die erste Station der wichtigsten deutschen Turnierserie für Grand Prix-Nachwuchsreiter sollte eigentlich in Warendorf stattfinden und drohte auszufallen, da über den gesamten Landkreis der Lockdown verhängt worden war. Die Veranstalter in Kronberg sprangen kurzfristig ein und ermöglichten die Prüfungen, die zugleich Sichtung für die Europameisterschaft (EM) der U25-Reiter waren. Netz gehört nach seinen guten Leistungen zu den sieben deutschen Nachwuchskaderreitern, die auf der EM-Longlist stehen.

Nächster Start für Mitte Juli geplant

Seine Kollegin Eilika Böye belegte in Dressurpferdeprüfungen der Klasse L vordere Plätze mit den fünfjährigen Nachwuchspferden Freddy Mercury und Dallenio. „Dallis“ Ähnlichkeit mit TSF Dalera BB ist kein Zufall. Der lackschwarze Trakehner ist eng verwandt mit der vierbeinigen Team-Weltmeisterin. Den ersten Turnierstart mit ihrem Top-Pferd plant von Bredow-Werndl Mitte Juli. Gemeinsam mit ihrem Bruder Benjamin will sie am internationalen Drei-Sterne-CDI in Hagen teilnehmen. Für Netz und seine U25-Kaderkollegen findet am Teutoburger Wald zeitgleich die EM-Sichtung statt. sn

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