Dreispringer Michael Pagels ist deutscher Meister

Sabine Petrini-Monteferri sicherte sich Rang zwei in der Gesamtwertung. Stuffer

Erfurt – Mit einer Gold- und einer Bronzemedaille überzeugten die regionalen Leichtathleten bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren.

Mit großen Ambitionen reiste Michael Pagels vom TSV 1860 Rosenheim nach Erfurt, um sich in der Klasse der Senioren M60 in gleich drei Disziplinen gegen die derzeit besten deutschen Athleten zu duellieren.

In seiner Spezialdisziplin, dem Dreisprung, präsentierte sich der 60-Jährige in bestechender Form. Mit 10,90 Meter gab er seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance und verteidigte am Ende überaus verdient den deutschen Meistertitel. Holger Benz vom USV TU Dresden mit 10,44 Metern sowie Ralf Petri von der TG 48 Schweinfurt mit 10,31 Metern folgten auf den Plätzen zwei und drei. Allerdings war Pagels mit der gezeigten Leistung nicht vollends zufrieden. „Es sollte schon immer eine 11 vor dem Komma stehen“, sagte sein Personal-Trainer. Im Weitsprung-Finale hatte Michael Pagels ebenfalls allen Grund zur Freude. Mit starken 5,15 Metern sicherte er sich die Bronzemedaille. Am Ende lag er nur einen Zentimeter hinter dem Vorjahressieger und Zweitplatzierten Heiner Lüers von der TSG Westerstede. Deutscher Meister wurde Hans Hubert Ollmanns vom SC Myhl mit 5,33 Metern. Im 60-Meter-Vorlauf arbeitete er sich mit 8,33 Sekunden auf den siebten Rang und qualifizierte sich überraschend für das Finale.

Im Endlauf hatte Pagels ein wenig Pech: Kurz nach dem Start stolperte er leicht und erzielte damit nur eine Zeit von 8,71 Sekunden. Diese bescherte ihm den siebten Platz hinter dem siegreichen Georg Müller vom LAC Saarlouis mit 8,06 Sekunden. Die Senioren-Europameisterschaft im portugiesischen Braga, an der Pagels teilnehmen wollte, wurde wegen des Corona-Virus abgesagt.

In der Klasse der Senioren M55 nahm mit Frank Teschner ein weiterer Athlet für Lauffeuer Chiemgau aus Rosenheim in den Sprint-Wettbewerben teil. In einem engen Wettkampf schlug sich der Routinier tapfer und spurtete im 200-Meter-Lauf mit 27,72 Sekunden als schnellster Bayer auf Rang zehn. Im 60-Meter-Lauf erreichte er mit 8,34 Sekunden den elften Platz und war somit zweitbester Athlet aus dem Freistaat.

Beim dritten und letzten Wertungsrennen der 29. Ismaninger Winterlaufserie gingen von 865 Läufern zwei regionale Teilnehmerinnen auf der anspruchsvollen 21400-Meter-Strecke an den Start. Von 231 Frauen landete Sabine Petrini-Monteferri vom BaderMainzl TriTeam TSV 1860 Rosenheim auf dem 23. Gesamtrang. Mit 1:42:48 Stunden belegte die 47-Jährige damit den dritten Platz bei den Frauen W45 und glänzte in der Serienwertung in ihrer Klasse mit dem zweiten Platz. Sechste wurde im Trikot des Lauffeuer Chiemgau Rosenheim Kathrin Lachmair in der Hauptklasse der Frauen: Mit 1:46:54 Stunden unterlag sie der Gesamtsiegerin und deutschen Top-Läuferin Marina Rappold von der LG Regensburg mit 1:21:45 Stunden. stl

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