Drei Punkte sind das Ziel

Starke Leistung im 1860-Trikot:Der aus Unterhaching gekommene Offensivspieler Laurin Demolli. Ruprecht

Rosenheim – Die Fußball-Regionalliga Bayern beherbergt auch in dieser Spielzeit 18 Teams – manche trainieren unter Profi-Bedingungen, manche sind reine Amateure.

Am Ende steigen – Stand heute – zwei Teams ab und zwei weitere müssen saisonverlängernde Relegationsspiele absolvieren. Bedeutet, dass mit dem 14. Tabellenplatz das „rettende Ufer“ beginnt. Auf eben jenem Platz rangiert derzeit der FC Memmingen, einen Platz dahinter der TSV 1860 Rosenheim. Am heutigen Freitag kommt es unter Flutlicht zum Aufeinandertreffen dieser beiden Tabellennachbarn. Anpfiff dieser hochspannenden Begegnung an der Rosenheimer Jahnstraße ist um 19 Uhr.

„Gegen den FC Memmingen gibt es nur ein Ziel, und das ist, uns mit drei Punkten zu belohnen!“ Thomas Kasparetti, 1860-Übungsleiter, ist vor der Partie gegen die punktgleichen Allgäuer in die Abteilung Attacke gewechselt. Es sind wohl auch die Auftritte seiner Mannschaft in den letzten Wochen, die den 35-Jährigen in der Zielformulierung forscher werden lassen. „Wir haben uns in den vergangenen drei bis vier Wochen sukzessive gesteigert und wollen nun die Ernte einholen.“ Schmerzlich vermissen wird Kasparetti mit Mathias Heiß seinen Kommunikator auf dem Feld. In Aubstadt sah er den Gelb-Roten Karton und ist deshalb an diesem Spieltag zum Zuschauen verdammt. Auch Alexis Fambo wird mit einer Sprunggelenksverletzung noch fehlen. Dafür kehrt mit Christoph Wallner der Kapitän zurück ins Team. „Natürlich haben wir unseren heutigen Gegner genau analysiert und Stärken sowie Schwächen herausgearbeitet. Die finale taktische Ausrichtung planen wir jedoch immer ein Stück weit gegnerunabhängig. Wir wollen nämlich ganz einfach unser eigenes Spiel progressiv vorantreiben“, sagt Kasparetti.

Über den Gegner FC Memmingen gibt es wohl zunächst einen Fakt festzustellen: Man blieb bisher hinter den Erwartungen zurück. Letzte Saison hielt man sich beständig unter den Top-Teams – am Ende der Spielzeit landete man auf einem starken sechsten Tabellenrang. Es folgte die Ankündigung künftig unter professionellen Bedingungen arbeiten zu wollen. Mittlerweile ist der FCM auf dem Boden der Tatsachen ankommen. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig: Quirlige Offensivspieler wie der Ex-Rosenheimer Nicholas Helmbrecht (Ziel unbekannt) oder Furkan Kircicek (Türkgücü München) haben den Verein verlassen, wichtige Leistungsträger wie Fatjon Celani (Schulter) sind verletzt.

Zu unterschätzen ist Memmingen trotzdem nicht. Vor gut einer Woche schlug die Elf von Uwe Wegmann den SV Schalding mit 5:1, aus den letzten neun Begegnungen gelangen 14 Punkte. Da auch der TSV 1860 Rosenheim aus den letzten Punkt- und Testspielen gestärkt hervorging, wird die Zuschauer definitiv ein umkämpftes Spiel an der Jahnstraße erwarten. mpo

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