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Mission Klassenerhalt startet

Drei neue Spieler: Fußball-Regionalligist 1860 Rosenheim holt Verstärkungen aus Unterhaching

1860-Neuzugang: Flügelflitzer Stephen Mensah spielte schon einmal im Rosenheimer Trikot.
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1860-Neuzugang: Flügelflitzer Stephen Mensah spielte schon einmal im Rosenheimer Trikot.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Die „Mission Klassenerhalt“ ist beim Fußball-Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim am Dienstag gestartet worden. An diesem Tag hat das Trainerteam um Chefcoach Florian Heller die Mannschaft zur ersten Trainingseinheit gebeten. Mit dabei waren auch drei neue Spieler.

Rosenheim – Trainingsstart beim Fußball-Regionalligsten 1860 Rosenheim und mit dabei waren auch drei Neuzugänge aus Unterhaching. Das erste Punktspiel ist für den 26. Februar gegen den SC Eltersdorf angesetzt – bis dahin soll der Tabellenletzte gerüstet sein, um die Aufholdjagd erfolgreich zu gestalten.

1860-Neuzugang Julien Richter (rechts) wird bald mit Linor Shabani im gleichen Team stehen.

Der Kader wurde für dieses Vorhaben noch verstärkt. Auf Nachfrage der OVB-Sportredaktion hat Sportlicher Leiter Hans Kroneck bestätigt, dass bereits drei Neuzugänge fix an der Sechziger-Angel hängen, „die uns richtig helfen“. Dabei handelt es sich um Außenbahnspieler Stephen Mensah (21), Offensiv-Allrounder Julien Richter (22) und Sturm-Kante Dominik Bacher (19) . Alle drei stehen aktuell beim Kooperationspartner SpVgg Unterhaching unter Vertrag und sind im Kreis Inn/Salzach durchaus bekannt: Mensah und Bacher waren im Frühjahr 2020 beziehungsweise im Herbst 2020 schon einmal nach Rosenheim verliehen, Richter sorgte im bei Wacker Burghausen für Aufsehen und wechselte im Sommer 2020 zum damaligen Drittligisten nach Unterhaching. Die offizielle Bestätigung der Transfers soll es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der SpVgg Unterhaching und von 1860 Rosenheim geben.

Dass 1860 Rosenheim personell nachlegt, ist nicht nur der Tabellensituation geschuldet: „Wir haben aus dem Kader, mit dem wir in die Saison gegangen sind, Danijel Majdancevic, Julian Höllen, Torwart Stefan Schönberger und zuletzt auch Simon Kolb verloren, dazu fällt Lucas Stegemann mit einem Knorpelriss im Knie für längere Zeit aus“, erklärt Kroneck. Sprich: Das Personal würde für eine kräfteraubende Frühjahrsrunde mit einem großen Ziel arg knapp werden, zumal auch Sascha Marinkovic (Außenbandriss) aktuell noch nicht bei voller Leistungsfähigkeit ist.

Viele Gegentore in der zweiten Halbzeit

Diese braucht es aber, um im Kampf um den Regionalliga-Erhalt kräftig zu punkten. Die Rosenheimer Verantwortlichen haben die Herbstrunde genauestens aufgearbeitet, um klar festzulegen, was im Frühjahr benötigt wird. Kronecks Fazit: „Im Nachhinein war es ein Fehler, den Ligapokal nach dem Lockdown nicht zu spielen. Wir waren zu vorsichtig, und haben erst wieder mit dem Training begonnen, als andere schon Spiele bestritten haben. Diesen drei Wochen sind wir dann hinterhergehinkt, das hat uns physisch eingeholt.“ Zudem habe man dann die falsche Entscheidung getroffen, sich im Training zu sehr mit Inhalten zu beschäftigen, anstatt die körperlichen Defizite aufzuholen. „Wir hätten eine Mischung gebraucht. So waren wir nicht in der Lage, die sieben englischen Wochen läuferisch durchzuhalten“, resümiert Kroneck selbstkritisch. Die Konsequenz: Viele Gegentore in der zweiten Halbzeit, mehrere deutliche Niederlagen – unter anderem 0:8 in Burghausen und Schweinfurt – und eine Sieglos-Serie von 13 Spielen am Stück! Dazu kam „die ein oder andere unglückliche Geschichte“, wie Kroneck die instabile Torwart-Position und zusätzlich den Ausfall der Innenverteidigung benennt.

Das Durchleuchten der Herbstrunde („wir haben uns extrem mit allen Daten und Statistiken beschäftigt“) hat aber laut Kroneck auch zutage gefördert, dass die Moral im Team passe und das neue Trainerteam gut gearbeitet habe. „Man hat der Mannschaft am Schluss die Stabilität angemerkt.“ Zudem hätten viele junge Spieler eine positive Entwicklung genommen, was Kroneck ja zusätzlich als elementares Ziel angesetzt hatte. „Toll wie sich Nico Schiedermeier entwickelt hat, auch Malik Salkic, der eigentlich noch in der Jugend spielen darf, hat das hervorragend gemacht. Und Michael Summerer, der auch noch Jugendspieler ist, hatte eine starke Vorbereitung, ehe er sich verletzt hat.“

Trainerteam und Sportliche Leitung haben aus der Analyse die Schlüsse für die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde gezogen: Kroneck erklärt: „Die Mannschaft muss physisch topfit in die ersten Spiele gehen. Dazu sollen die gegen Ende der Herbstrunde gezeigten Inhalte mit der stabilen Defensive und einem effektiven Umschaltspiel noch mehr verinnerlicht werden. Und die Mannschaft muss sich in jeder Trainingseinheit noch mehr und noch klarer fokussieren. Letzteres ist der wesentliche Baustein zum Erfolg.“

Viele Tests geplant

In wöchentlich vier bis fünf Trainingseinheiten sollen diese Faktoren einfließen. Testspiele gegen Landesligist TuS Holzkirchen (22. Januar), beim Bayernligisten VfR Garching (29. Januar) und gegen den österreichischen Regionalligisten SV Kuchl (5. Februar) sind bereits terminiert, dazu geht es noch gegen einen Regionalligisten aus Salzburg. „Ein, zwei weitere Spiele könnten noch folgen“, so Kroneck, dazu gibt es ab 7. Februar eine intensive Trainingswoche daheim mit jeweils zwei Einheiten am Tag, Physiotherapie und Videostudium.

Der Tag, an dem es dann richtig zählt, ist der 26. Februar – und die vier Wochen danach, die für 1860 Rosenheim bis Ende März insgesamt sieben Spiele beinhalten. Es geht also gleich richtig ans Eingemachte. „Der Faktor Zeit spielt sicherlich gegen uns“, sagt Kroneck. Er tritt dem aber kämpferisch und optimistisch entgegen: „Mittlerweile habe ich ein gutes Gefühl.“

Corona und die Omikron-Variante beschäftigt natürlich auch die Fußballer des TSV 1860 Rosenheim weiterhin – zumal die Regionalliga Bayern ja auch als Profiliga eingestuft ist. „Wir testen vor jedem Training und führen dazu Aufzeichnungen“, erklärt Sportlicher Leiter Hans Kroneck. „Die Tests liegen am Eingang bereit, wenn nach einer Viertelstunde das Ergebnis vorliegt und negativ ist, dann gibt es Kabinenzugang.“

Dies gilt für alle Spieler des Regionalliga-Kaders, das Trainerteam, die Betreuer und medizinische Abteilung sowie die Verantwortlichen in der Abteilungsleitung und Sportlichen Leitung. „Das ist natürlich viel Arbeit und sorgt auch für hohe Kosten, aber wir haben schon immer sehr verantwortungsbewusst gegenüber den Jungs gezeigt“, sagt Kroneck, der auch weiß, dass eventuelle positive Corona-Fälle dadurch nicht auszuschließen seien. „Aber wir tun unseren Teil dazu, dass das Ansteckungsrisiko minimiert wird.“

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