Drei Medaillen bei der EM geholt

Anna Laukemper und „Starlight Smart Mimi“ im Speedtrail.
+
Anna Laukemper und „Starlight Smart Mimi“ im Speedtrail.

Narni – Mit einer Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille beendeten die jungen Reiter des deutschen Nationalteams bei der Working Equitation FITE-EM in Narni/Italien eine erfolgreiche Saison.

Für Deutschland starteten die Söchtenauerin Anna Laukemper auf der Quarterhorse-Stute „Starlight Smart Mimi“ und Teamkollegin Johanna Ueltzen aus Hodenhagen (Niedersachsen) auf ihrem Haflinger-Wallach „Anton“. Max Staber aus Bad Endorf, Reservereiter der Equipe, nahm als Einzelreiter teil und startete mit dem Quarterhorse-Wallach „Kid Pine Cody“. Unterstützt wurden sie von den Nationaltrainern Mirjam Wittmann und Christian Laukemper, in dessen Reitschule zwei der Championatspferde als Lehrpferde eingesetzt werden.

In dieser noch jungen Reitsportart muss jedes Pferd-Reiter-Paar vier anspruchsvolle Prüfungen absolvieren: Klassische Dressur, einen Trailparcours, einen Speedtrail, bei dem darum geht, in möglichst kurzer Zeit eine Anzahl schwieriger Hindernisse korrekt zu absolvieren, und die Rinderarbeit, bei der ohne fremde Hilfe ein Rind aus der Herde aussortiert, von dieser weggetrieben und für eine fest gelegte Zeit daran gehindert werden muss, zur Herde zurückzulaufen.

Gleich am ersten Wettkampftag der traditionell mit einer einhändig gerittenen Dressur der Klasse S beginnt, zeigten die deutschen Reiter eine harmonische und fehlerfreie Darbietung. Auch wenn man sich hier etwas mehr erhofft hatte, so sicherte sich Johanna Ueltzen als beste Deutsche mit dem fünften Platz bereits wertvolle Punkte für die Gesamtwertung.

Im Stiltrail dominierten Anna Laukemper und ihre „Mimi“ am zweiten Wettkampftag das Teilnehmerfeld. Präzision, Souveränität und äußerste Rittigkeit sicherten dem Paar hier die Einzel-Goldmedaille vor einer starken Konkurrenz.

In der Rinderarbeit waren es dann wieder Johanna Ueltzen und Anton, die die Rinder hervorragend in Schach hielten und mit Platz vier nur knapp eine Medaille verpassten. Nachdem Anna Laukemper ein Rind verloren hatte, schaffte sie es mit Nervenstärke, doch so gut weiterzuarbeiten, dass sie sich einige wertvolle Punkte beim zweiten Rind sichern konnte.

Jetzt hieß es Nerven bewahren im Speedtrail. Laukemper: „Die Stute ist sensibel, schnell und leichtfüßig an den Hindernissen – doch eine zu hastig gegebene Hilfe, und du verlierst sie.“ Die Nerven hielten, am Ende mussten sich die zwei nur um ein paar Sekunden zwei Reitern aus dem Gastgeberland geschlagen geben. Der dritte Platz bedeutete Bronze, also bereits die zweite Medaille für das Paar.

In der Team-Gesamtwertung kamen die beiden Teamkolleginnen am Ende verdient auf den zweiten Platz hinter Italien und holten so Silber für Deutschland. Max Staber konnte sich mit dem dieses Jahr erstmals in der Klasse S vorgestelltem Kid Pine Cody zweimal einen Top-Ten-Platz sichern. Letztlich ein großer Erfolg für das junge Team, das erst seit einem halben Jahr zusammen trainiert. re

Kommentare