Drei Medaillen und ein Achillessehnenriss

Der Bad Aiblinger Hans Wiesböcksiegte im Doppel mit seinem Partner Robert Fallica in der Altersklasse 60 und musste im Einzel-Halbfinale nach einem Achillessehnenriss aufgeben. Erlich

Ochsenfurt – Dass die heimischen Tischtennis-Senioren – diesmal kamen alle Akteure vom TuS Bad Aibling – nicht zum alten Eisen gehören, haben sie eindrucksvoll bei den bayerischen Meisterschaften, die beim TV Ochsenfurt stattfanden, unter Beweis gestellt.

Viermal standen sie als Vizemeister auf dem Podest. Hans Wiesböck schaffte es einmal sogar ganz nach oben und einmal kam er als Dritter auf das Stockerl.

Für Hans Wiesböck endeten diese Titelkämpfe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend deshalb, da er im Doppelwettbewerb der Altersklasse 60 mit seinem Partner Robert Fallica (TSV Poing) einige namhafte Konkurrenten eliminierte und sich folglich auch im Finale fand. Dort traf man auf die Paarung Kürschner/Braun (TSV Windheim/DJK Kleinwallstadt), die man mit einem 3:1-Endspielsieg niederhalten konnte. Im gemischten Doppel erreichte er mit Petra Rubin (TTC Neunkirchen am Brand) immerhin das Viertelfinale. Die Kehrseite der Medaille ereilte ihn aber im Einzel. Im Halbfinale stand er Jürgen Fietz (DJK Sparta Noris Nürnberg) gegenüber und verletzte sich im dritten Satz bei einer 10:8-Führung. Er zog sich einen Riss der Achillessehne zu und musste aufgeben. Weil der dritte Platz nicht ausgespielt wurde, erhielt Wiesböck die Bronzemedaille.

In der Altersklasse 65 war es Klaus Hanke, der für Aufsehen sorgte. Im Doppel musste er mit seinem Partner Gerhard Lucke (TTF Bad Wörishofen) nach dem Viertelfinale die Zuschauerrolle übernehmen. Aber im Einzel kämpfte er sich bis in das Finale. Dabei sah es anfangs noch gar nicht nach diesem Erfolg aus. Nach der Vorrunde kam er nur aufgrund des besseren Satzverhältnisses weiter. Doch in der Endrunde zeigte er Nerven. Im Endspiel hatte er Rolf Eberhardt (TTC Tiefenlauter) zum Gegner, gegen den er zunächst mit 0:2 Sätzen im Hintertreffen lag. Nach dem Ausgleich musste er im Entscheidungssatz zwar eine 10:12-Niederlage hinnehmen, verließ Ochsenfurt aber als bayerischer Vize meister.

Geradezu überragendes Tischtennis spielte Günter Englmeier im Einzelbewerb der Altersklasse 50. Der Bad Aiblinger gab sowohl in der Gruppenphase wie später in der Endrunde bis zum Finale keinen einzigen Satz ab. Den großen Coup vermasselt hat ihm dann Martin Pachatz (SpVgg Erdweg). Der Bad Aiblinger führte auch hier sogar noch mit 2:0 Sätzen, ehe sein Gegenüber immer besser ins Spiel kam. Nach dem 2:2-Ausgleich musste sich Englmeier im Entscheidungssatz mit 4:11 geschlagen geben. Dennoch ist der bayerische Vizemeistertitel ein mehr als großer Erfolg. Gleiches galt für ihn im Doppel. Mit Peter Angerer (TSV Schwabmünchen) spielte er die Konkurrenz in Grund und Boden. Erst im Endspiel, in dem das Duo auf die Paarung Pilsl/Matthias (TSV Gräfelfing/TSV Ottobrunn) traf, musste man eine Viersatzniederlage hinnehmen. Günter Englmeier versuchte sich zudem im gemischten Doppel mit Sylvia Messer (SpVgg Greuther Führt). Das Duo schied hier im Viertelfinale aus. eg

Kommentare