Ein Tor und drei Assists beim 6:4-Sieg der Starbulls: Was für ein Comeback von Josh Mitchell

Jubel um den Torschützen Josh Mitchell (Bildmitte),der an drei weiteren Toren beteiligt war. Wiedel
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Jubel um den Torschützen Josh Mitchell (Bildmitte),der an drei weiteren Toren beteiligt war. Wiedel

Das sind Geschichten wie sie nur der Sport schreibt: Vor elf Tagen kämpfte der Rosenheimer Eishockeystürmer Josh Mitchell nach einem Zusammenbruch im Training um sein Leben. Am Freitag beim Gastspiel in Selb erzielte der 28-jährige Kanadier den 1:1-Ausgleich.

Selb – Beim 6:4-Sieg der Starbulls Rosenheim am Freitag in Selb war Josh Mitchell neben seinem Tor auch noch an drei weiteren Toren beteiligt. Ein Wahnsinns-Comeback von Josh Mitchell.

Jetzt freuen sich die Rosenheimer Eishockey-Fans auf das Heimspiel am Sonntag, 17 Uhr, gegen Weiden.

Start nach Maß für die Selber Wölfe

Die Selber Wölfe erwischten einen Start nach Maß. Gerade einmal 39 Sekunden waren gespielt, das stand schon das 1:0 auf der Anzeigetafel. Nijenhuis brachte einen Schlenzer in Richtung Rosenheimer Tor, Gare fälschte die Scheibe noch ab - und Starbulls-Keeper Endres war geschlagen. Die Hausherren hätten nach vier Minuten durch Graaskamp fast nachgelegt. Dann durfte sich auch VER-Torwart Kümpel etwas Selbstvertrauen holen, nachdem Wölfe-Verteidiger Nijenhuis die Scheibe dem Rosenheimer Bucheli maßgerecht serviert hatte. Kurz darauf war Kümpel aber doch geschlagen. Ein Schuss von Mitchell wurde von einem Selber Schläger abgefälscht und landete zum 1:1 im Tor.

Die Hausherren blieben aber am Drücker und kamen im ersten Überzahlspiel durch Graaskamp, der einen Kabitzky-Schuss abfälschte, zur erneuten Führung. Von den Gästen war offensiv bis dahin wenig Überzeugendes zu sehen. Sie nutzten nach zwölf Minuten aber bei einem erneuten Selber Überzahlspiel einen dicken Patzer von McDonald, der die Scheibe im eigenen Drittel vertändelte. Kumeliauskas ließ sich nicht zwei Mal bitten. Kurios auch der dritte Treffer der Starbulls. Im Powerplay stand Fröhlich frei neben dem Selber Tor, schoss die Scheibe Torwart Kümpel an den Schlittschuh – und von dort trudelte der Puck zum 2:3 hinter die Linie.

Nicht frei von Fehlern im eigenen Drittel waren freilich auch die Rosenheimer. Bei Wellhausens Fehlpass zögerte Turner in der 22. Minute aber zu lange mit dem Abschluss, auch Schmidt vertändelte wenig später die Scheibe. Auf der Gegenseite hatten die Wölfe Glück, dass der mit letzten Einsatz zurückgeeilte Kabitzky die Scheibe für den schon geschlagenen Kümpel noch von der Linie kratzte.

Dann arbeiteten die Hausherren weiter am Ausgleich, schnürte die Starbulls teilweise in deren eigenen Drittel ein. Gare scheiterte an Endras, Ondruschka zielte knapp daneben. In der 34. Minute klappte es dann doch. In Überzahl wurde Gelke schön freigespielt, und dessen Schuss schlug hinter Endras ein.

Zweiter Treffer von Michael Fröhlich

Der Jubel war aber kaum verhallt, führten die Gäste schon wieder. Nach Mitchells Pass war zum zweiten Mal Fröhlich zur Stelle. Dem nicht genug für die Wölfe. Es ging auch noch das Torwart-Dilemma weiter. Kümpel, der den noch erkrankten Deske ersetzte, musste nach 37 Minuten verletzt vom Eis und Platz machen für Bätge, der 27 Sekunden vor der zweiten Pause von Reiter zum 3:5 überwunden wurde.

Tobi Draxinger machte alles klar

Die Starbulls verlegten sich mehr und mehr auf Konter, bei denen sich der junge Wölfe-Keeper zwei Mal gegen Bucheli und Höller auszeichnen konnte. Nach 56 Minuten kam nach Schmidts Überzahl-Treffer doch noch einmal Spannung auf. Die Wölfe gaben noch einmal richtig Gas, der Ausgleich lag in der Luft. 42 Sekunden vor dem Ende machte Tobi Draxinger mit einem empty-net-goal alles klar.

Tore: 1:0 (1.) Gare (Nijenhuis) 1;1 (7.). Mitchell (Daxlberger) 2:1 (9.) Graaskamp (Kabitzky, Gelke; 5-4) 2:2 (13.) Kumeliasukas (Mitchell - 4-5) 2:3 (15.) Fröhlich (Mitchell - 5-4) 3:3, (34.) Gelke (Müller, Kabitzky; 5-4) 3:4 (36.) Fröhlich (Mitchell) 3:5 (40.) Reiter (Bucheli, Henriques) 4:5, (56.) Schmidt (Schiener, McDonald; 5-4) 4:6 (60.). Draxinger (emty net). Schiedsrichter: Steingroß (Berlin). – Zuschauer:1087. Strafminuten:Selb 8, Rosenheim 14. pöh/bz

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