Nach überstandener Corona-Infektion

Biathlon-Weltcup: Matthias Dorfer vom SV Marzoll will „erst mal richtig in Form kommen“

Matthias Dorfer kämpft um die Rückkehr zur alten Form.
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Matthias Dorfer kämpft um die Rückkehr zur alten Form.

Noch muss Matthias Dorfer passen. Der Biathlet hatte mit einer Corona-Erkrankung zu kämpfen und arbeitet sich nun erst langsam wieder an sein vorheriges Niveau heran. Deshalb fanden auch die ersten IBU-Cup-Bewerbe ohne den 27-Jährigen statt.

Ruhpolding– Beim Auftakt des IBU-Cups am Arber war er nicht dabei: Matthias Dorfer vom SV Marzoll. Der Biathlet des Stützpunkts Ruhpolding wäre eigentlich für den IBU-Cup-Kader qualifiziert gewesen – doch eine Corona-Erkrankung Ende Oktober machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Er kann zwar wieder voll trainieren „und alles mitmachen, aber gelegentlich merke ich dann nach intensiven Belastungen wie zum Beispiel auch nach den internen Test-Wettkämpfen, dass es noch nicht ganz passt“.

Gute Ergebnisse bei der DM

Dabei hatte die Saison für ihn durchaus hoffnungsvoll begonnen. Der Sportsoldat konnte sein Training gut durchziehen, was sich auch in ordentlichen Ergebnissen bei der Deutschen Meisterschaft im Herbst bezahlt machte. Er wurde Fünfter des Einzellaufs, neuntbester Deutscher des Sprints und Fünfter (mit viertbester Nettozeit) in der Verfolgung.

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Der 27-Jährige ist ohnehin ein guter Schütze, und vor seiner Erkrankung hatte er läuferische Fortschritte bei sich erkannt. „Als wir beim Lehrgang auf Schnee auf dem Dachstein-Gletscher waren, hatte ich ein besseres Gefühl als in den Vorjahren, das sah gut aus.“ Offensichtlich hatte sich dabei seine Trainingsumstellung bewährt. Er hatte „vor allem am Anfang der Vorbereitung mehr Umfänge und etwas weniger Intensitäten absolviert als früher“, berichtet er.

Noch ein Termin beim Lungenspezialisten

Als ihn dann die Corona-Erkrankung erwischte, ging es ihm gut eineinhalb Wochen „richtig schlecht“. Bei Dorfer äußerten sich die Symptome ähnlich wie bei einer Grippe. Zum Ende seiner Quarantänezeit hin konnte er dann zumindest leichtes Training auf dem heimischen Ergometer absolvieren. Nach der vollständigen Gesundung „habe ich mich komplett durchchecken lassen“. Da dennoch bei hoher Belastung noch leichte Probleme auftreten, „kommt noch ein Termin bei einem Lungenspezialisten hinzu“. Dort will der 27-Jährige alles abklären lassen. Schließlich geht es darum, kein unnötiges Risiko einzugehen und mit voller Kraft trainieren zu können.

Jetzt den Grundstock für die neue Saison legen

Die Wettkämpfe, die noch in dieser Saison folgen, sind für Dorfer nicht das vorrangige Ziel. Vielmehr gehe es für ihn darum, „erst einmal richtig in Form zu kommen, um auch ordentlich mitlaufen zu können“. Denn auch wenn im Frühjahr nach dem Saisonende erst einmal ein Monat Pause mit nur leichtem Training anstehe, „baut jede Saison auf der vorherigen auf“. So will er den Grundstock dafür legen, dass er in der nächsten Saison wieder gut mitmischen kann. Schließlich gehe es dann darum, sich möglichst bei den Deutschen Meisterschaften „für das A- oder B-Team“ zu qualifizieren.

Dass er auf hohem Niveau mithalten kann, hat Dorfer bereits bewiesen. In der Saison 2018/19 war er Stammgast im IBU-Cup, wurde Gesamtzwölfter und erkämpfte beim Massenstart 60 zum Saisonende als Dritter sogar einen Podestplatz. Spielt die Gesundheit mit, könnte er im nächsten Winter wohl an diese Leistungen anknüpfen. Auf jeden Fall sieht er sich bei der Bundeswehr „sehr gut unterstützt“. Im August werden es zehn Jahre, dass er sich als Sportsoldat voll auf seine Biathlon-Karriere konzentrieren kann. Auf dieses „Jubiläum“ soll im Winter dann Jubelstimmung dank guter Ergebnisse folgen. (who)

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