Wasserski: Jana Wittenbrock und Marius Schimanski erfolgreich

Doppelter Weltcup-Sieg

Marius Schimanski und Jana Wittenbrock mit den hochdotierten Siegerschecks.
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Marius Schimanski und Jana Wittenbrock mit den hochdotierten Siegerschecks.

Gleich drei Wasserskifahrer des Wasserskiclubs Kiefersfelden qualifizierten sich für den letzten Saisonhöhepunkt der Saison 2014. Marius Schimanski sowie der frischgebackene Slalom-Weltmeister Simon Hermann und die Vizeweltmeisterin Jana Wittenbrock starteten beim mit 30000 Euro dotierten Weltcupfinale in China.

Insgesamt waren 36 Läufer und Läuferinnen aus 18 Nationen am Start, die sich für dieses Finale der Besten qualifizierten.

Die Wettkampfstrecke war für Wasserkifahrer ungewöhnlich in einer Meeresbucht zirka 45 Minuten vor Shanghai gelegen. Das heiße Wetter, der zum Teil stark böige Wind und die dadurch starken Wellen machten allen Läufern zu schaffen. So hieß es erstmal für alle gut durch die Qualifikation zu kommen um in die hochdotierten Finals zu gelangen.

Jana Wittenbrock, die genauso wie Simon Herrmann als Top-Favoritin gehandelt wurden, schaffte den Einzug in die Finalläufe gleich im ersten Versuch. Etwas ungewöhnlich dagegen der Vorlaufsieg im Slalom durch Marius Schimanski, der immer stark ist, wenn es darum geht, keine Nerven zu zeigen. Die starken Wellen und der Wind störten ihn anscheinend am wenigstens und er kam genauso wie Jana Wittenbrock als einziger Läufer in die Verkürzungen.

Schimanski, der sich durch seine gute Leistung bei der WM vor einer Woche auch für das Springen qualifizieren konnte, sprang im Vorlauf 47,0 Meter. Im Finale konnte er sich noch etwas steigern und kam mit guten 52,80 Metern auf Rang sechs. Es gewann Nikita Papakul aus Weißrussland mit hervorragenden 61,60 Metern vor Vasko aus der Slowakei und dem Polen Bernatowicz.

Das Finale der Damen wurde dann wieder von Wind und Wellen geprägt. Hier zeigte Jana Wittenbrock ihre Extraklasse und fuhr das Tagesbestergebnis von 1,5 Bojen an der 13-Meter-Leine. "Das war der körperlich anstrengendste Wettkampf meiner Karriere", sagte die Weltcup-Siegerin stolz nach ihrem Erfolg. "Die Wellen und die Bedingungen waren extrem. Ich habe mir einfach gedacht, ich fahr was ich kann. Dann werde ich schon sehen was dabei rauskommt. Das hat super geklappt", so die 26-jährige Kolbermoorerin.

Bei den Herren frischte der Wind dann noch etwas auf. Sowohl der Weltmeister Simon Herrmann (Platz 6) als auch der israelische Top-Athlet Nadav Ativ (Platz 2) scheiterten an der 18-Meter- Leine. Somit war der Weg frei für den Raublinger Marius Schimanski, der - geprägt durch seine Skivergangenheit beim Skiclub Aising-Pang - einfach keine Nerven kennt und keine Angst vor großen Namen hat. Der 20-jährige Läufer vom Hödenauer See schaffte als einziger männlicher Starter die 18-Meter- Leine und konnte somit den Weltcup-Sieg für sich verbuchen.

Eine Siegerehrung vor über 20000 Zuschauern und die hochdotierten Siegerschecks waren der Lohn für die beiden Läufer vom Hödenauer See. Eine mit riesigen Erfolgen gespickte Saison geht somit für den Wasserskiclub Kiefersfelden-Rosenheim zu Ende. tb

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