Doppelsieg für Widschwendter

Jonas Widschwendter von der MTG Kiefersfelden holte bei den ÖM-Trials in Kössen einen Doppelsieg und wahrte damit die Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Kössen. – Jonas Widschwendter von der MTG Kiefersfelden ist zurück im Rennen um die österreichische Trial- Staatsmeisterschaft.

Nachdem es in den ersten fünf ÖM-Läufen in Retz, zweimal Salzstiegl, Thomasberg und Lehenrotte für den Oberaudorfer Titelverteidiger „nur“ zu einem einzigen Tagessieg gereicht hatte, gelang ihm nun in Kössen bei der vorletzten ÖM-Station die Rückkehr ins Titelrennen. Mit einem Doppelsieg hat Widschwendter nun mit seinem schärfsten Widersacher, Marco Mempör aus Niederösterreich, punktemäßig wieder gleichgezogen. Beide haben jetzt bei einem Streichresultat je drei erste, zwei zweite und einen dritten Platz auf dem Konto, sodass es nun beim ÖM-Finale in Lunz am See zu einem spannenden Stechen um den höchsten Titel im österreichischen Trialsport kommen wird. Wer dort vorne liegt, wird neuer Titelträger.

Schwer gesteckte Sektionen in Kössen

Die traditionell schwer gesteckten Sektionen in Kössen wurden heuer durch Regen, Schlamm und Hochwasser noch einmal verschärft. Mempör, seines Zeichens amtierender Junioren- Europameister und Dritter der Trial-Weltmeisterschaft in der 125er-Klasse, erwischte an beiden Tagen den besseren Start, doch Jonas Widschwendter konnte zweimal erfolgreich kontern. Am Samstag gelang ihm das bereits in der zweiten der drei zu fahrenden Runden. Am Ende des Tages gab es für den MTG-Fahrer einen knappen Sieg mit einem Punkt Vorsprung auf Mempör. Am Sonntag sah dann der Niederösterreicher drei Runden lang wie der sichere Sieger aus, doch mit einer abschließenden Traumrunde ohne jeglichen Fehler gelang „Widschi“ dann doch wieder der Tagessieg, diesmal mit zwei Punkten Vorsprung. Dritter wurde an beiden Tagen der Wiener Philipp Döller, der auch in der ÖM-Gesamtwertung auf Platz drei liegt.

Einen weiteren schönen Erfolg fuhr Jonas Widschwendter kurz vor Kössen mit dem österreichischen Trialteam beim Trial der Nationen auf Ibiza/Spanien ein. Zusammen mit Marco Mempör und Philipp Döller wurde er in der Klasse „International“ Vierter hinter Deutschland, Schweden und den USA, aber noch vor Australien, Tschechien, Belgien und der Schweiz. In der Profi-Welt-Liga gewann Spanien vor Japan und Frankreich. sc

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