Doppelsieg für Werndl

Benjamin Werndl (Aubenhausen) gewann mit dem zehnjährigen Wallach "Der Hit" die Dressurgala in Heroldsberg.
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Benjamin Werndl (Aubenhausen) gewann mit dem zehnjährigen Wallach "Der Hit" die Dressurgala in Heroldsberg.

Mit einer überzeugenden Vorstellung auf seinem zehnjährigen Wallach "Der Hit" gewann Benjamin Werndl (Aubenhausen) bei der Dressurgala in Heroldsberg den Grand Prix Special auf Vier-Sterne S-Niveau. Bei rekordverdächtiger Hitze erhielt er mit seinem bewegungsstarken Del Gado-Sohn in der schwersten Dressurprüfung von den fünf Richtern 71 Prozent - das bisher beste Ergebnis des Paares.

"Mein 'Slomo' will alles immer richtig machen. Die Hitze macht ihm nichts aus. Ich bin sehr stolz auf ihn", freute sich der junge Ausbilder.

Besonders gut gelangen die Trabtraversalen, die Trabverstärkungen und die Übergänge zwischen den einzelnen Tempi. Auch für die Passage gab es mehrfach die Note 8. Das Siegerpaar der Grand- Prix-Kür am Abend vorher, Katharina Birkenholz (Landshut) mit ihrem 14-jährigen Donnerschlag-Sohn Don Androsso (68,688 Prozent), ließ Werndl ebenso hinter sich wie den Deutschen Meister der Berufsreiter Thomas Wagner mit dem Finalsieger des Louisdor-Preises 2012 Very Keen. Mit wenigen Fehlern kamen der 31-jährige Bad Homburger und der elfjährige Oklund-Sohn nur auf 67,896 Prozent. Das siegreiche Duo aus Aubenhausen hatte bereits die Qualifikation, einen Grand Prix auf Drei-Sterne S-Niveau, für sich entschieden. Der Doppelsieg in Heroldsberg war für den 29-jährigen Werndl eine Woche nach seinem Geburtstag ein nachträgliches Geschenk.

Werndls jüngere Schwester Jessica kam im Nachwuchspferde-Grand-Prix, einer Qualifikation zum Louisdor-Preis, mit ihrem neunjährigen Wolkenstein-II-Sohn Waterkant auf den zweiten Platz. An Juliane Brunkhorst mit dem ebenfalls neunjährigen Kanganyas Benetton Dream FRH gab es kein Vorbeikommen. Der gekörte Hengst war dreijährig Bundeschampion und qualifizierte sich 2012 unter Anna-Sophie Fiebelkorn für das Finale des Nürnberger Burgpokals.

Jessica von Bredow-Werndl ritt zum ersten Mal nach ihrer Heirat mit Max von Bredow unter ihrem neuen Namen ins Viereck. Dass die 27-Jährige mit ihrem zweiten Platz das Ticket für den Einzug ins Finale der wichtigsten deutschen Dressurserie für junge Grand- Prix-Pferde in der Frankfurter Festhalle lösen würde, war nach der Einlaufprüfung nicht unbedingt zu erwarten. Als es jedoch darauf ankam, waren die einstige Doppel-Europameisterin der Jungen Reiter und ihr Waterkant voll konzentriert und konnten sich gegenüber dem Vortag um fast drei Prozent verbessern. Zu den Höhepunkten des Duos aus Aubenhausen gehörten die Trabverstärkungen und die Galopptraversalen. Gut fürs Selbstvertrauen war der Sieg in der Prüfung zuvor, einer Qualifikation zum iWEST-Dressurcup. Mit ihrer ausdrucksvollen, aber nicht einfachen neunjährigen Son de Niro-Tochter Zaire war Jessica von Bredow-Werndl eine mitreißende Kür-Vorstellung auf Intermediare I-Niveau gelungen. Das Paar verwies die Konkurrenz mit 74,50 Prozent klar auf die Plätze und sicherte sich wichtige Punkte für den angestrebten Einzug ins Finale der bayerisch-baden-württembergischen Dressurserie bei den German Masters in Stuttgart. "Zaire ist immer zwischen Genie und Wahnsinn. In der Einlaufprüfung lief sie heiß. Dafür war sie heute genial", lobte die Aubenhausenerin ihr viel versprechendes Nachwuchs-Pferd. sn

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