SKILANGLAUF

Dobler kämpft um seine WM-Chance

Der Traunsteiner Skilangläufer Jonas Dobler hat trotz seiner gesundheitlichen Rückschläge die Hoffnung noch nicht aufgegeben, sich für die Titelkämpfe (21. Februar bis 5. März in Lahti/Finnland) zu qualifizieren.

Grundsätzlich hätte die Form ja schon zum Saisonbeginn gestimmt, doch dann warf den Sportler des SC Traunstein eine heftige Grippeerkrankung zurück. Bis zur Tour de Ski hatte er sich zwar wieder erholt, doch bei dem kräfteraubenden Saisonhöhepunkt musste er vorzeitig aussteigen. „Ich bin zwar jetzt wieder gesund, aber es braucht einfach Zeit, um auch wieder zu Kräften beziehungsweise in Form zu kommen“, so der 25-Jährige.

So steht für Dobler nun eine Gratwanderung an: Einerseits muss er hart trainieren, um für die nächsten Einsätze gut gerüstet zu sein, andererseits darf er es mit der Intensität nicht übertreiben, um nicht noch einmal einen gesundheitlichen Rückschlag zu riskieren.

Zunächst war erwogen worden, dass Dobler beim Weltcup in Pyeongchang (Südkorea/3. bis 5. Februar) an den Start geht, und für seine WM-Chance kämpfen sollte. Da dies aber – auch wegen der Reisestrapazen – ein ungünstiger Termin gewesen wäre, wurde die Planung umgestellt. „Ich fahre nicht nach Südkorea, sondern bekomme jetzt noch mal Zeit zum Trainieren“, so Dobler.

Dann bekommt er die Chance, beim folgenden Weltcup in Otepää (Estland/18. und 19. Februar) zu starten. „Da heißt es dann alles oder nichts. Das ist meine letzte Chance für die WM“, weiß der Traunsteiner.

Denn bei den Titelkämpfen in Lahti steht für die Langläufer bereits am 22. Februar (zehn Kilometer klassische Technik) der erste Wettkampf auf dem Programm. Da will Dobler dabei sein.

Nach jetzigem Stand haben sich erst Thomas Bing (WSV Dermbach) und Florian Notz (SZ Römerstein) sicher für die WM qualifiziert. Auch Lucas Bögl (SC Gaißach/Stützpunkt Ruhpolding; zwei 18. und zwei 19. Plätze in dieser Saison) dürfte gute Aussichten haben, mitgenommen zu werden. Dennoch erscheint noch Platz, um ein komplettes Team stellen zu können.

Doch klar ist auch: Nur wenn Dobler am 19. Februar in Estland (15 Kilometer klassische Technik) eine Leistung abliefert, die auch bei der WM auf ordentliche Platzierungen hoffen lässt, wird er nominiert werden. Am Tag zuvor steht ein Sprint (Skating) auf dem Programm – da geht es für Distanz-Spezialist Dobler wohl eher darum, sich für den folgenden Tag “warmzulaufen“. who

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