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PUNKTERUNDE IST ABGESCHLOSSEN

Die Starbulls-Bilanz vor den Play-offs: In der Offensive mit Liga-Bestwert

Wieder ein Tor durch Bobby Slavicek, der mit den Mitspielern nach dem 2:2 gegen Weiden abklatscht. Slavicek erzielte in drei Spielen sieben Punkte.
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Wieder ein Tor durch Bobby Slavicek, der mit den Mitspielern nach dem 2:2 gegen Weiden abklatscht. Slavicek erzielte in drei Spielen sieben Punkte.
  • vonManfred Eder
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Die Punkterunde der Oberliga Süd 2020/21 ist abgeschlossen, und nun geht es (anders als vor einem Jahr) ins Play-off.

Rosenheim - Nachdem die Starbulls schon seit Wochen als Drittplatzierter praktisch feststanden, flaute die Intensität etwas ab, und zuletzt wurden auch mal Spieler geschont, um Verletzungen zu vermeiden oder auszukurieren.

So fehlten zum letzten Punktspiel gegen Weiden gleich zehn Stammspieler, darunter mit Vollmayer und Krumpe die besten Verteidiger sowie mit Leinweber, Baindl, Henriquez und Meier vier absolute Topstürmer. Und sechs der Spieler, die mitwirkten, waren eigentlich heuer für die DNL eingeplant.

Erster Weidener Punktgewinn

Somit war die Zeit wohl reif für den ersten Weidener Punktgewinn im neunten Gastspiel an der Mangfall. Dass es gleich zwei Punkte wurden, lag wieder einmal am Rosenheimer Overtime-Phänomen. Fünfmal mussten die Starbulls in die Verlängerung, dreimal fiel die Entscheidung bereits nach wenigen Sekunden.

War die erste Overtime-Minute aber torlos gelaufen, ging’s ins Penalty-Schießen. Mit Weidens Siegtreffer nach 20 Sekunden (fast so schnell wie Höchstadt mit 14 Sekunden) waren zweimal die Starbulls die Gelackmeierten. Völlig neu war dagegen, dass Sicinskis Jungs die Partie verloren, obwohl sie den ersten Treffer vorlegen konnten. In den zehn Heimspielen davor hatten sie nach 1:0-Führung keinen einzigen Punkt abgeben müssen.

Ein Tor zwei Perspektiven: Die 1:0-Führung der Starbulls gegen Weiden durch Simon Heidenreich (rechts hinten).

Wie kann man nun, bevor es im Play-off wieder bei Null beginnt, den bisherigen Saisonverlauf beurteilen? Positiv war auf alle Fälle, dass der Spielbetrieb unter den widrigen Umständen stabiler über die Bühne ging, als man befürchten musste.

Selbst der EC Peiting, der als Einziger dreimal von Corona-Quarantänen betroffen war, schaffte die erforderliche Mindestanzahl von Spielen, um in die Wertung zu kommen. Für die Starbulls entfiel ein einziges Spiel (Peiting), die anderen Teams (außer Weiden, zwei Spiele) verpassten ebenfalls nur ein einziges, sechs absolvierten das Programm sogar komplett.

Positive Bilanz gegen neun Kontrahenten

Durch das fehlende Spiel gegen Peiting ist die Rosenheimer Bilanz gegen den ECP mit einem Sieg und einer Niederlage genau ausgeglichen. Gegen neun der restlichen Gegner hatten die Starbulls eine positive Bilanz, nur gegen Regensburg und Höchstadt gab es mehr Minus- als Pluspunkte. Völlig verlustpunktfrei blieben Vollmayer & Co. gegen die drei Schlusslichter Füssen, Passau und Landsberg, am knappsten fiel die Plus-Bilanz gegen Lindau und Riessersee mit fünf von neun Punkten aus.

Insgesamt muss man die Saison bisher wohl positiv beurteilen. Nach dem radikalen Schnitt (neue Legionäre, Abschied von einem halben Dutzend Leistungsträgern vergangener Jahre, Einbau von vielen DNL-Nachrückern) zählte man eigentlich nicht mehr zu den Favoriten.

Und trotzdem ging der Trend klar nach oben. 2,09 Punkte pro Spiel hatten Draxinger & Co. in dieser Liga noch nie erreicht. Von 2,07 im ersten Oberligajahr war der Wert auf 1,90 und dann 1,72 gesunken, entsprechend die Platzierungen in dieser Reihenfolge: Zweiter, Vierter, Fünfter im Süden – und nun Dritter.

Gewaltige Steigerung in der Offensive

Ein Hauptgrund dafür dürfte die Offensive sein. Zwar verbesserte sich der Gegentorschnitt im Vergleich zum Vorjahr von 3,12 auf 2,74, aber im ersten Jahr hatten die Starbulls mit Steinhauer sogar nur 2,63 pro Spiel zugelassen. Die Offensive hat sich jedenfalls gewaltig gesteigert. Im besten Jahr (2017/18) fielen 4,22 Rosenheimer Treffer pro Match, letztes Jahr genau vier, diesmal aber glatte 4,60! Und damit waren die Starbulls sogar in der gesamten Liga führend!

Kyle Gibbons mit 0,73 Toren pro Spiel

Interessant dabei auch die Zahlen des Top-Torjägers. Kyle Gibbons kam trotz aktuell kleiner Flaute auf 24 Tore in 33 Spielen (0,73 pro Spiel). Die besten Torschützen der letzten beiden Jahre, Alex Höller (25 aus 49) bzw. Viteszlav Bilek (26 aus 48) standen bei 0,51 bzw. 0,55. Allerdings muss man dabei einschränken, dass die beiden „Teilzeit-Legionäre“ der letzten Saison noch bessere Werte aufwiesen. Tadas Kumeliauskas schoss in 19 Spielen fast ein Tor pro Spiel (0,91), und auch Jake Smith kam mit acht aus zehn auf 0,80. Und vielleicht sollte man hier auch Bobby Slavicek erwähnen, der heuer bei seinen drei „Aushilfen“ für Gibbons oder Leinweber drei Tore und vier Assists schaffte!

Das Tor von der anderen Seite: Der Puck schlägt hinter Weidens Keeper Luca Endres unter der Latte ein.

Aber zur Offensive trugen auch die Leute vom „Secondary Scoring“ bei. Simon Heidenreich zum Beispiel konnte seine bisherige Offensivproduktion mehr als verdoppeln, Max Vollmayer, schon im Vorjahr offensivstärkster Verteidiger der Liga, war noch nie so treffsicher wie heuer (auch wenn diesmal der Memminger Schwede Linus Svedlund hier die Nase vorn hat).

Auch konnte niemand Tobias Meiers 21 Treffer vorhersagen, ebenso wenig dass sich Florian Krumpe als bester Blueliner hinter Vollmayer entwickeln würde. Und nicht auszudenken, wenn Enrico Henriquez-Morales, bis zu seinem Abschied zum U20-WM der Shooting Star im Team, die ganze Saison verfügbar gewesen wäre! Nicht vergessen darf man Dominik Daxlberger, der bei den Assists sogar Curtis Leinweber übertrifft und mit derzeit zehn Spielen mit Scorerpunkten am Stück der heißeste Rosenheimer ist.

Großer Respekt vor den vielen Youngsters

Großen Respekt auch vor den vielen Youngsters, die weit mehr als geplant ins kalte Wasser Oberliga geworfen wurden! Kein einziger Starbull außer den beiden Torhütern machte das volle Programm von 35 Spielen mit (Leinweber war der Letzte, der im letzten Spiel pausierte), mit Henriquez, Baindl, Maierhofer, Steinmann, Schütt und Slezak, bei dem man fast von einer Horrorsaison sprechen könnte, verpassten sechs Stammspieler mehr als ein Dutzend Spiele – ohne Gottwald, Biberger, Bakos oder Bosecker, um nur ein paar stellvertretend für ein gutes halbes Dutzend zu nennen, wäre die Belastung für die Stammspieler bei dem zeitweise Drei-Tage-Rhythmus der Spiele noch größer gewesen.

Bisher also überwiegt zweifellos das Positive im Rosenheimer Lager, was sich aber auch schnell ändern könnte, wenn es gegen die nicht zu unterschätzenden Deggendorfer wieder einmal ein relativ kurzes Play-off geben würde.

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