2. VOLLEYBALL-BUNDESLIGA SÜD

TSV Mühldorf: Die Volleyball-Riesen aus Thüringen kommen zu Besuch

120 Prozent Sprungkraft: Flo Gschwendtner und Fabian Bartsch müssen sich im Block lang machen, um die 2-Meter-Angreifer von Gotha im Zaum zu halten.
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120 Prozent Sprungkraft: Flo Gschwendtner und Fabian Bartsch müssen sich im Block lang machen, um die 2-Meter-Angreifer von Gotha im Zaum zu halten.

Jeweils sechs Siege aus den letzten sieben Spielen: Sowohl der TSV Mühldorf als auch die Blue Volleys Gotha, die am Samstag in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd aufeinandertreffen, sind gut drauf. Der Vorteil für die Gäste liegt in deren Größe. Hingegen kann Mühldorf mit zwei neuen Spielern aufwarten.

Mühldorf– Sechs der letzten sieben Spiele in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd gewonnen: Mit den Blue Volleys aus Gotha kommt am Samstag eine Mannschaft nach Mühldorf, die gerade ebenso gut in Form ist wie die Gastgeber des Spiels in der Mittelschule (Beginn 18 Uhr/Livestream auf sporttotal.tv). Denn auch die Innstädter hatten zuletzt brilliert, sechs Spiele in Folge gewonnen, bevor diese Serie am zurückliegenden Wochenende vom Zweitplatzierten TSV Grafing gebrochen wurde.

„Keine Frage: Da kommt eine Top-Mannschaft nach Mühldorf“, verhehlt auch Mühldorfs Trainer Michi Mayer nicht, wenn der Fünftplatzierte beim aktuell Siebten aus Mühldorf antritt. Die Stärke der Thüringer macht Mayer in der Athletik und Größe fest. Kaum ein Spieler, der kleiner als zwei Meter ist.

Und dann verteilen sich die Spieler mit Christoph Aßmann (2 Meter/Außenangriff), Yann Böhme (2,03 Meter/Diagonal), Erik Niederlücke (2,05 Meter) und Clayton Peter Couchman (2,03 Meter/Mittelblock) auch noch auf sämtliche Positionen am Netz. Herausragend: Mittelblocker Felix Lesche, der mit seinen 2,13 Meter die richtige Blockgröße hat. „Das ist nur schwer im Training zu simulieren, weil wir keine solchen Spieler haben.“

Dazu kommt mit Yann Böhme ein Linkshänder auf der Diagonalposition – das stellt die Mühldorfer vor maximale Herausforderungen. Die Marschrichtung des TSV: Schnell und clever spielen sowie gut abwehren, dann könne man auch die Gothaer unter Druck zu setzen.

Gothas Trainer ist ein alter Bekannter

Man kennt sich: Einige der heutigen Bundesliga-Akteure beider Teams standen sich bei Meisterschaften am Netz gegenüber. In guter Erinnerung ist das Finale der Deutschen Meisterschaft der U20 im Jahr 2016 in Schwerin, das der VC Gotha damals 2:1 gegen den TSV Mühldorf gewann. Fabian Bartsch mischte damals schon als Jugendspieler mit.

Und auch der Trainer von Gotha ist ein alter Bekannter. Jonas Kronseder stammt aus Vilsbiburg, spielte vor 20 Jahren zur Bayernliga-Saison beim TSV Mühldorf zu. Relativ schnell besann sich der 33-Jährige auf seine Trainerkarriere, trainierte von 2014 bis 2017 die Erstliga-Damen in Vilsbiburg, von 2017 bis 2019 die Bundesliga-Frauen von Schwarz-Weiß Erfurt und als Spielertrainer seit 2019 den VC Gotha.

Der Vilsbiburger Jonas Kronseder spielte vor 20 Jahren in der Bayernliga-Mannschaft des TSV Mühldorf zu. Jetzt coacht er den VC Gotha.

Zwei neue Universalspieler

Die Voraussetzungen für das Spiel am Samstagabend könnten für die Hausherren besser sein. Denn Routinier Zied Chalghmi wird weiterhin fehlen. Knieprobleme plagen den Außenannahmespieler, Mayer rechnet nicht damit, dass Chaghmi im Februar noch aktiv ins Spielgeschehen eingreifen kann.

Seine Alternativen: Hauke Ferch und Fabian Bartsch. Und seit kurzer Zeit auch Tobias Besenböck. Der 1,85 Meter große Dachauer ist Universalspieler, hat bisher in der 3. Liga gespielt, in der die Saison mittlerweile wegen Corona für beendet erklärt worden ist. „Er ist quasi auf jeder Position einsetzbar“, spricht Mayer schon jetzt davon, dass der Neuzugang der Mühldorfer Einsatzzeiten bekommen wird.

Ein weiterer Name taucht im Kader der Mühldorfer auf: Luis Großmann, ein zwei Meter großer Universalspieler aus Deggendorf, hat ebenso seinen Spielerpass in Mühldorf hinterlegt. Abteilungsleiter Stefan Bartsch sagt dazu: „Das ist aktuell aber eher eine perspektivische Geschichte!“ Weiterhin nicht zur Verfügung steht Jonathan Helm, der wegen Schulterproblemen pausieren muss. Zuspieler Tim Aust hat aber nach Knieproblemen mittlerweile das Training wieder aufgenommen.

Rückspiel folgt bereits nächste Woche

Das Kuriose im Hinblick auf den VC Gotha: Coronabedingt mussten die bisherigen Partien verschoben werden und so ist es nun der Fall, dass nur eine Woche vergehen wird, um nach dem Hinspiel am heutigen Samstag schon acht Tage später das Rückspiel in Gotha zu bestreiten. Am 21. Februar geht es für den Mühldorfer Tross nach Thüringen. (enk)

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