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Die Krise im einheimischen Fußball: Fehler gleichen sich – Es fehlt an Strategie

OVB-Sportredakteur Thomas Neumeier.
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OVB-Sportredakteur Thomas Neumeier.
  • Thomas Neumeier
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Fünf der am höchsten spielenden einheimischen Fußball-Mannschaften sind in der abgelaufenen Saison abgestiegen: Teilweise sang- und klanglos. Ein Desaster. „Die Stadt Rosenheim ist fußballerisch komplett im Abgrund versunken“ sagt Thomas Neumeier, Sportredakteur der OVB-Heimatzeitungen.

1860 Rosenheim abgeschlagen Letzter der Regionalliga Bayern, der TSV Wasserburg aus der Bayernliga abgestiegen, der SB Rosenheim so schlecht wie seit 20 Jahren nicht mehr, mit dem SV Westerndorf und dem TSV Bad Endorf gibt es zwei Absteiger aus der Bezirksliga: Die erste komplette Saison nach Corona wurde für den Landkreis Rosenheim zum fußballerischen Desaster. Immerhin gab es positive Zeichen wie den Klassenerhalt von Landesliga-Aufsteiger SV Bruckmühl und die Bezirksliga-Aufstiege vom TuS Raubling und SV Ostermünchen.

Sieben Mannschaften aus Rosenheim sind abgestiegen

Die Stadt Rosenheim ist fußballerisch komplett im Abgrund versunken. 1860, der Sportbund und Westerndorf sind ebenso abgestiegen wie der SV Pang und der FC Bosna i Hercegovina (aus der Kreisliga), der NK Croatia (aus der Kreisklasse), die Sportbund-„Zweite“ (in der A-Klasse aufgelöst) und Fortuna (aus der B-Klasse). Einziger positiver Ausreißer ist der Aufstieg der Freien Turnerschaft in die A-Klasse. Fazit: Die selbst ernannte Sportstadt hat den Fußballsport satt!

Kein Verein hat eine erkennbare Strategie

Bei der Suche nach den Gründen für den Absturz bleibt man immer wieder am gleichen Resümee hängen: Die Mängel beginnen ganz oben, kein Verein hat eine erkennbare Strategie! Der einstige XXL-Manager Reiner Calmund spricht stets vom „3K-Prinzip“: Kapital, Kompetenz und Konzepte – bei oben genannten Absteigern so gut wie nicht vorhanden...

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Alles über den Haufen geworfen

Beispiele gefällig? Bei 1860 Rosenheim ist seit drei Jahren das einzige Konzept die Kooperation mit Unterhaching. Dafür wurden verdiente Spieler ersetzt und man bekam ein Team ohne Identifikation. Der Fehler wurde zwar erkannt, konnte aber nicht mehr rechtzeitig rückgängig gemacht werden. In Wasserburg war man auf einem guten Weg, auch mit vielen talentierten Youngstern. Dann ging die Haas-Ära zu Ende, mittlerweile kamen gleich vier Trainer sowie jede Menge altgedienter Akteure und alles wurde über den Haufen geworfen.

Der Ruf ist arg ramponiert

Der Abstieg kam nicht von ungefähr, dazu ist der Ruf arg ramponiert, nachdem die Innstädter gleich zwei Trainer von anderen Vereinen innerhalb eines halben Jahres unter fraglichen Umständen weglotsten. Der SB Rosenheim setzte in den letzten drei Spielzeiten (darunter eine abgebrochene) über 60 Spieler ein und hatte vier Trainer. Gar sechs Übungsleiter waren seit dem Bezirksliga-Aufstieg in den nicht ganz drei Saisonen beim TSV Bad Endorf tätig. Und der SV Westerndorf muss sich fragen, ob wirklich alles dafür getan wurde, um sich in der heimischen Fußball-Landschaft besser zu positionieren.

Um noch einmal auf „Calli“ Calmunds „3K“ zurückzukommen: Bei fast allen Vereinen fehlt das Kapital. Umso wichtiger sind Kompetenz und Konzepte.

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