„Die Form wird kommen“

Zu einem ersten großen Einsatz in der neuen Saison kommt es für das Team des Skilanglauf-Stützpunkts Ruhpolding an diesem Wochenende: Ein heimisches Quartett ist beim Sprint-Weltcup in Dresden am Start, ein weiteres Trio ist zeitgleich beim ersten Continentalcup des Winters im italienischen Formazza gefordert.

In Dresden werden neben Nadine Herrmann vom Bockauer SV – die zuletzt in Davos (Schweiz) mit Rang 28 im Sprint drei Weltcupzähler erkämpft hatte – auch noch Alexandra Danner (SC Lenggries), Anian Sossau (SC Eisenärzt) und Jonas Schröter (SCMK Hirschau) an den Start gehen. Sie wollen sich möglichst im Prolog einen Platz unter den besten 30 erkämpfen – dann wären sie im Viertelfinale dabei.

Das Continentalcup-Rennen wurde von Isolaccia nach Formazza (beides Italien) verlegt. Dort finden aber nur die Rennen für die U23-Athleten statt, nicht aber für die Junioren. Angesichts der logistischen Herausforderungen in der Corona-Pandemie sollen schließlich die Teilnehmerfelder kleiner als üblich gehalten werden. Aus dem Stützpunkt werden hier Florian Knopf, Albert Kuchler und Kim Hager an den Start gehen.Nicht im Einsatz sind dagegen an diesem Wochenende die Distanzspezialisten des Stützpunkts aus dem deutschen Weltcup-Team. Jonas Dobler (SC Traunstein), Lucas Bögl (SC Gaißach) und Andreas Katz (SV Baiersbronn) haben in dieser Saison schon Weltcuppunkte errungen. Dennoch gelte für sie wie auch für die anderen deutschen Skilangläufer, dass noch eine Steigerung möglich – und nötig – sei, so Frank Nitsch aus dem Trainerteam des Stützpunkts.

Zwar gehe „die Saisonplanung in Richtung WM (23. Februar bis 7. März 2021 in Oberstdorf, Anm. d. Red.), aber du brauchst ja vorher die Qualifikation dafür.“ Daher wäre es wichtig, dass sich dieses Distanz-Trio bei den Weltcups ab Anfang Januar gut präsentiert. Nitsch ist zuversichtlich, dass dies gelingen könnte: „Die Form wird kommen.“ Für alle deutschen Sprinter sei der Weltcup in Dresden „auf jeden Fall ein Höhepunkt. Ich hoffe, dass es da von den Ergebnissen her gegenüber Davos ein Stück nach vorn geht“. Für das Trio mit Anian Sossau, Jonas Schröter und Alexandra Danner „wäre es gut, mal in die Punkte zu laufen, gerade in Richtung U23-WM“, stellt er klar. Nadine Herrmann dagegen will ohnehin weitere Weltcuppunkte sammeln und sich für Einsätze bei der Erwachsenen-WM empfehlen. Was den allgemeinen Verlauf der Vorbereitung angeht, ist Nitschs Fazit zwiegespalten. Einerseits „war heuer in der Chiemgau-Arena der Schnee so früh wie noch nie aufgelegt, das war für sehr gut“. Andererseits konnten dies aber nur die Athleten des Bundes- und des Landeskaders nutzen. Daher hofft er, dass in den heimischen Langlaufgebieten bald Strecken genutzt werden können. Und darauf, dass die Kaderathleten die Werte aus der Vorbereitung bestätigen können. who

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