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Großkarolinenfelder spielt im Pokal bei Sturm Graz

„Die Fans pushen einen zum Erfolg“: Nico Schiedermeier hat bei Austria Salzburg große Ziele

Ekstatisch: Nico Schiedermeier feiert seinen ersten Treffer für Salzburg vor den Austria-Fans.
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Ekstatisch: Nico Schiedermeier feiert seinen ersten Treffer für Salzburg vor den Austria-Fans.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Von Rosenheim nach Salzburg: Der 19-jährige Nico Schiedermeier hat den Sprung aus der deutschen in die österreichische Regionalliga gewagt und hat dort noch einiges vor.

Großkarolinenfeld/Salzburg – Nico Schiedermeier steht vor dem größten Spiel seiner noch jungen Fußballkarriere. Der 19-Jährige aus Großkarolinenfeld bestreitet am Mittwoch mit Austria Salzburg das Zweitrundenspiel im österreichischen Pokal.

Mit dem Regionalligisten tritt der Mittelfeldspieler bei Sturm Graz an, die Partie wird ab 18 Uhr live in ORF 1 übertragen.

„Sturm ist sicher Favorit“

„Sturm Graz ist in Österreich wie Leipzig oder Leverkusen hier“, sagt Schiedermeier. Die Steirer sind in der Champions-League-Qualifikation an Dynamo Kiew gescheitert, haben sich aber für die Europa League qualifiziert, wo sie unter anderem in der Gruppenphase auf Feyenoord Rotterdam und Lazio Rom treffen.

Zuvor wartet aber die Pokalhürde Austria Salzburg. „Sturm ist sicher Favorit, wir hauen aber alles rein, um zumindest eine Verlängerung zu erreichen“, sagt Schiedermeier. Ob das klappt, steht noch in den Sternen. Was aber sicher ist: Die Violetten aus der Mozartstadt können sich auch in Graz-Liebenau einer großen Zuschauerunterstützung sicher sein. „Da fahren 1000 Fans nach Graz“, freut sich der 19-Jährige, der die Stimmung bei den Austria-Spielen aufsaugt: „Das ist jedes Mal eine geile Stimmung. Vor so einer Kulisse zu spielen macht jede Menge Spaß. Die Fans pushen einen zum Erfolg!“

Schiedermeier schwärmt

Dass der trickreiche Offensivakteur so eine Stimmung genießt, ist ihm anzumerken: „Schon in meinem ersten Spiel, einem Testspiel gegen Borussia Dortmund II, war das unbeschreiblich.“ Schiedermeier war es anders gewohnt, schließlich spielte er in der vergangenen Saison beim TSV 1860 Rosenheim vor zumeist spärlicher Kulisse im Jahnstadion.

Akrobatisch: Nico Schiedermeier am Ball.

Anders als in Rosenheim ist auch das weitere Drumherum bei den Salzburgern. „Wir trainieren in Rif, haben dort einen Fitnessraum, eine Schwimmhalle, Physioräume, Athletikgeräte und ein Solarium zur Verfügung, die Plätze sind in einem Top-Zustand und werden vor dem Training bewässert“, schwärmt er. Da nimmt man die einstündige Fahrzeit – „Zurück geht es manchmal auch schneller“ – gerne in Kauf.

„Das ist eine starke Liga mit guten Teams“

Zumal er in der Mannschaft gut angekommen ist. „Spieler und Trainer stehen hinter mir“, sagt er. Und man merkt es auch an der Leistung: Im ersten Saisonspiel war er nach dem Wechsel noch gesperrt, die weiteren sechs Punktspiele in der Regionalliga Salzburg hat Schiedermeier stets in der Anfangsformation bestritten. Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden führen die Violetten die Tabelle aktuell an. „Das ist eine starke Liga mit guten Teams“, sagt der 19-Jährige. „Es wird ein bisschen härter gespielt, spielerisch können wir mit der Austria mit der Hälfte aller Regionalliga-Bayern-Teams mithalten“, lautet sein Urteil. Für seinen Einstieg sei es hilfreich gewesen, „dass ich mit 1860 Rosenheim schon Regionalliga-Spiele bestreiten konnte und das hohe Tempo schon gewohnt bin“.

Alte Bekannte in Salzburg

Austria Salzburg wird von Christian Schaider, einst Coach beim FC Kufstein und ESV Freilassing, trainiert, als Torwarttrainer fungiert Peter Martin, der früher auch das Tor von 1860 Rosenheim hütete und den Kontakt zu Schiedermeier hergestellt hat. Im Team stehen mit dem einstigen DFI-Bad-Aibling-Spieler Matthias Theiner (24), dem Traunreuter Fabio Trkulja (21), dem Ex-Burghauser Christoph Bann (27) und dem Brannenburger Johannes Zottl (28) Spieler, die schon in der Region aktiv waren. „Joey kenne ich noch als kleiner Bub, weil er mit meinem großen Bruder gespielt hat – der hat mich gleich aufgenommen“, schildert der Youngster. Zottl traf zuletzt beim Derbysieg über den SAK doppelt und hat schon drei Saisontore auf dem Konto. Mit Schiedermeier ist der Bernauer Tormann Moritz Hutt (18) von 1860 Rosenheim nach Salzburg gewechselt und hielt bei seinem bislang einzigen Punktspieleinsatz seinen Kasten sauber.

Nico Schiedermeier, der je nach Spielsystem als linker Achter oder rechter Zehner zum Einsatz kommt, will in Salzburg „eine gute erste Saison“ spielen und „auf meine Scorerpunkte kommen“. Einen hat er bereits: Beim SV Seekirchen (Endstand 2:2) traf er zur 2:1-Führung. „Fast wie Arjen Robben damals, von der rechten Seite ins linke obere Eck“, beschreibt er seinen Premierentreffer. Und: „Danach bin ich gleich zu den Fans gelaufen und hab mit denen gefeiert.“

„Wir wollen als Erster rein“

Auch am Saisonende will Schiedermeier mit den Austria-Fans abfeiern. Die Mannschaft hat nämlich ein großes Ziel: Die Qualifikation für die Regionalliga West. Nachdem diese wegen Corona in den letzten Jahren in die Teilligen Salzburg, Tirol und Vorarlberg unterteilt wurde, soll sie nun wieder zusammengefügt werden. Die besten Vier aus der Salzburger Liga qualifizieren sich. „Wir wollen als Erster rein“, sagt Schiedermeier. Wenn zu diesem Ziel auch noch eine Pokal-Sensation hinzukommen würde, hätte er sicher nichts dagegen.

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