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EISHOCKEY-LÄNDERSPIEL IM ROSENHEIMER EMILO-STADION

Deutsches Team trotz 1:3-Niederlage gefeiert

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Es war das erwartete Spektakel: Vor ausverkauftem Haus im emilo-Eisstadion präsentierte sich Rosenheim als hervorragender Gastgeber für das Eishockey-Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden. 4750 Zuschauer sorgten für prächtige Stimmung in der Halle und die Verantwortlichen des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) waren voll des Lobes: „Da kommen wir gerne wieder“, meinte Bundestrainer Marco Sturm.

Ihn interessierte aber mehr das Resultat und die Leistung seiner Schützlinge – und auch da war zu erwarten, dass sich die Schweden durchsetzen würden. Der Olympia-Zweite siegte verdient mit 3:1 und Sturm sah, dass noch viel Arbeit im Hinblick auf die WM wartet.

Phasenweise große Unterschiede waren zwischen der DEB-Auswahl und dem WM-Mitfavoriten zu sehen. „Schweden war läuferisch und technisch eine sehr starke Mannschaft, hat uns eigentlich 60 Minuten lang unter Druck gesetzt“, befand Sturm. Dem Ansturm konnten die Gastgeber im ersten Drittel noch Herr werden. „Wir konnten sie außerhalb unserer Zone halten. Zwar hatten sie dann in den Ecken mehr Zeit, wir haben aber vor dem Tor ganz gut aufgeräumt“, meinte Patrick Hager, der die gesamte Woche noch in Köln weilte, es sich dann aber nicht nehmen ließ, in Rosenheim aufzulaufen. Und wenn die Schweden dann doch mal durchkamen, dann war Matthias Niederberger zur Stelle. Der Düsseldorfer Torhüter, dessen Vater Andreas in den 80er-Jahren einst für Rosenheim spielte, wurde von den Fans mit Sprechchören gefeiert und erhielt ein Lob vom Bundestrainer: „Er hat super gehalten und uns die Möglichkeit gegeben, im Spiel zu bleiben.“

Das klappte aber nur ein Drittel lang. Dann drückten die Skandinavier auf die Tube, schlugen ein höheres Tempo an und zwangen die DEB-Auswahl zu Fehlern. „Wir haben es dann nicht geschafft, die Scheibe tief zu bringen und die Verteidiger richtig zu wechseln.“ So fehlten die Verschnaufpausen und die Gäste kamen immer wieder mit Zug vors Tor. „Alle drei Tore sind im Slot gefallen“, merkte Hager an, „das ist eigentlich der Bereich, in dem wir sehr penibel sind“. Patrik Westerholm traf zur Führung für die Gäste, NHL-Erstrundenpick Joel Eriksson Ek sorgte mit zwei Toren für die Entscheidung. „Wenn man ihnen Räume und Zeit lässt, dann passieren Gegentore“, stellte Sturm fest.

Die deutsche Auswahl kämpfte und hatte auch Chancen, aber der Ex-Waldkraiburger Christoph Ullmann (Mannheim), Jerome Flaake (Hamburg), Martin Buchwieser (Mannheim) und Daniel Pietta (Krefeld) konnten diese nicht nutzen. „Gegen Schweden muss man knallhart vor dem Tor sein. Ansonsten wird man gnadenlos bestraft“, sagt der ehemalige NHL-Angreifer Sturm. Am Ende sorgte Patrick Hager noch dafür, dass die deutschen Fans zumindest einen Torerfolg bejubeln konnten.

Für Bundestrainer Sturm war das 1:3 eine lehrreiche Niederlage, die das deutsche Team weiterbringen soll: „Natürlich gefällt uns die Niederlage nicht. Aber das Tempo war noch einmal ein Stück höher als vor einer Woche in Tschechien. Das hilft uns und jetzt müssen wir in der WM-Vorbereitung weiter unseren Weg gehen.“

Spielstatistik

Deutschland: Niederberger (Pielmeier) - Akdag, Jonas Müller; Nikolai Goc, Reul; Ebner, Brandt; Brückner, Kohl - Hager, Kink, Krämmer; Pietta, Buchwieser, Flaake; Macek, Schütz, Ullmann; Noebels, Marcel Goc, Höfflin. Tore: 0:1 (25.) Westerholm, 0:2 (35.) Eriksson Ek, 0:3 (46.) Eriksson Ek, 1:3 (60.) Hager; Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Haupt (Kempten); Strafminuten: Deutschland 8, Schweden 12; Zuschauer: 4750.

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