Deutsches Eisspeedway-Team holt bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Berlin Bronze

Max Niedermaier aus Edling fuhr am ersten Tag alle sechs Läufe und holte insgesamt 16 Punkte. Weitz
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Max Niedermaier aus Edling fuhr am ersten Tag alle sechs Läufe und holte insgesamt 16 Punkte. Weitz

Großer Erfolg für das deutsche Eisspeedway-Team: Bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Berlin holten Hans Weber (Schliersee), Max Niedermaier (Edling) und der für den MSC Teisendorf fahrende Markus Jell (Altfraunhofen) die Bronzemedaille.

Berlin – Es wäre für das deutsche Eisspeedway-Team bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Berlin .sogar noch mehr drin gewesen: Nur um zwei Punkte lagen die Deutschen letztlich hinter Schweden und verfehlten so den Einzug ins Finale hauchdünn.

Eigenes Finale der beiden punktbesten Teams

Denn dies war eine Neuerung bei der Team-WM: Es gewann nicht einfach die Mannschaft mit den meisten Punkten, sondern die zwei punktbesten Teams fuhren noch einmal ein eigenes Finale aus. Doch dort blieb alles wie gewohnt: Die dominierende russische Mannschaft setzte sich auch in diesem „Stechen“ souverän durch und holte Gold.

Rang drei wurde ebenfalls in einem direkten Duell ausgefahren. Deutschland traf auf Österreich. Doch zunächst stürzte der Österreicher Harald Simon, im geplanten Wiederholungslauf trat Franz Zorn (Saalfelden) gar nicht an.+++

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Favorit Russland wechselte durch

So entsprach das Endergebnis letztlich auch dem Punktestand nach dem Zwei-Tages-Rennen. Bei Favorit Russland wechselten Daniil Iwanow, Dimitri Khomisewitsch und Igor Konjonow immer wieder durch, welches Duo letztlich pro Lauf auf dem Eis antrat. Letztlich bestritt so jeder russische Fahrer pro Tag vier von sechs möglichen Läufen, und das Team holte insgesamt 57 von möglichen 60 Punkten.

Vorentscheidend im Kampf um Rang 2 war, dass sich Schweden (47 Punkte) am ersten Tag (25 Punkte) einen Drei-Punkte-Vorsprung auf Deutschland erarbeiten konnte. Obwohl die Deutschen am zweiten Tag (23, Schweden 22) etwas stärker fuhren, reichte es mit 45 Zählern nicht mehr ganz für das Finale.

Hans Weber holte 24 Punkte

Eifrigster Punktesammler war erwartungsgemäß der während der ganzen Saison in der WM fahrende Hans Weber. Er holte nach hervorragenden Vorstellungen insgesamt 24 Punkte, pausierte aber in den letzten zwei Läufen. Am ersten Tag fuhr auch Max Niedermaier alle sechs Läufe, am zweiten Tag pausierte er ebenfalls zweimal und verbuchte insgesamt 16 Zähler. So kam Markus Jell – am ersten Tag gar nicht auf dem Eis – zu insgesamt vier Einsätzen und holte dabei fünf Punkte. Jell und Niedermaier hatten in dieser Saison ja keinen WM-Platz bekommen und waren deshalb mit wenig “Fahrpraxis„ angereist. So konnten sie mit ihren Leistungen ebenfalls sehr zufrieden sein. Rang vier in der Team-WM ging an Österreich (39) vor Kasachstan (26), Tschechien (21) und Finnland (15).

Eisspeedway-Grand Prix Mitte März in Inzell

Nun freuen sich die deutschen Piloten auf den Eisspeedway-Grand-Prix in der Inzeller Max-Aicher-Arena (13. bis 15. März). Dort werden sie erneut auf Konkurrenten von der Team-Weltmeisterschaft treffen. who

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