Deutsche Rad-Meisterschaft im Zeitfahren: Doppelsieg für das Team Auto Eder Bayern

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Marco Brenner verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. 

Riesenerfolg für das Radsportteam Auto Eder Bayern: Die Kolbermoorer feierten beim Zeitfahren im niedersächsischen Duderstadt-Esplingerode einen Doppelsieg. Marco Brenner verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.

Duderstadt - Erster und Zweiter, dazu eine weitere Platzierung unter den besten Zehn – bei der deutschen Zeitfahrmeisterschaft  der Junioren  am Sonntag im niedersächsischen Duderstadt-Esplingerode präsentierten sich die Fahrer des Team Auto Eder Bayern in Topform. Marco Brenner verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich, zudem landete Luis-Joe Lührs nur knapp dahinter auf dem zweiten Rang. Das gute Teamergebnis rundete Klaus Betzinger mit Platz neun ab.

25,5 Kilometer auf dem größtenteils flachen Kurs

Luis-Joe Lührs wurde 13 Sekunden hinter Brenner Zweiter.

Insgesamt 25,5 Kilometer, aufgeteilt auf drei Runden, mussten die besten deutschen Nachwuchsfahrer auf dem größtenteils flachen Kurs bewältigen. Die nationalen Titelkämpfe im Kampf gegen die Uhr nahmen im diesjährigen Rennkalender dabei eine Sonderstellung ein: Da aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis dato fast alle Radrennen abgesagt worden waren, war die Zeitfahrmeisterschaft für viele Fahrer das erste Aufeinandertreffen unter Wettkampfbedingungen in diesem Jahr überhaupt. Nicht ohne Grund ging das Team Auto Eder Bayern in der kompletten Mannschaftsstärke an den Start – einzig Luca Dreßler musste krankheitsbedingt auf eine Teilnahme verzichten.

Luis-Joe Lührs sorgte für ein erstes Ausrufezeichen

Das bei sonnigen 24 Grad ausgetragene Rennen wurde vor allem von auffrischendem Wind geprägt. Insbesondere die letzten Starter hatten mit stärkeren Böen zu kämpfen. Im letzten Renndrittel sorgte dabei Luis-Joe Lührs für ein erstes Ausrufezeichen für das Team Auto Eder Bayern: Von der ersten Runde an übernahm er die Führung im Klassement, die er bis ins Ziel nicht mehr abgeben sollte.

13 Sekunden Vorsprung für Brenner 

Auch als der letzte Starter, Titelverteidiger Marco Brenner, auf die Strecke ging, lag Lührs immer noch in Führung. Am Ende konnte sich jedoch Brenner mit 13 Sekunden knapp durchsetzen und sich wie im Vorjahr den Titel des deutschen Zeitfahrmeisters der Junioren sichern. Brenner nach der Siegerehrung: „Als Titelverteidiger spürte ich schon einen gewissen Druck, konnte aber gut damit umgehen. In den kommenden Wochen will ich nun den Rückenwind des Meistertitels mitnehmen: Am Sonntag bestreite ich das Kriterium in Rosenheim, Ende Juli fahre ich dann für ein paar Tage in die Schweiz und besichtige den Kurs der Weltmeisterschaften im Herbst.“

Lührs holte verdient die Silbermedaille. Klaus Betzinger komplettierte nach überstandener Verletzungspause mit Rang neun das starke Auftreten der Mannschaft, die aufgrund der geschlossen Teamleistung auch die Mannschaftstageswertung für sich entscheiden konnte.

Sturz von Laurin von Stetten

Ein Wermutstropfen beim starken Auftritt der Auto-Eder-Bayern-Fahrer war ein Sturz von Laurin von Stetten. Der 18-jährige Münchner, der einer der hoffnungsvollen Fahrer für eine Top-Ten-Platzierung war, konnte das Rennen nicht beenden und wurde in die nahe Uniklinik in Göttingen gebracht. Seither befindet er sich dort in Behandlung.

Am Sonntag  Rosenheimer Jugend-Kriterium

Nach dem erfolgreichen Saisoneinstand wird das Team Auto Eder Bayern seine Rennaktivitäten bereits am kommenden Wochenende fortsetzen: So werden mehrere Fahrer der bayerischen U19-Mannschaft am Sonntag beim Rosenheimer Jugend-Kriterium an den Start gehen. Unter ihnen wird auch der frischgebackene deutsche Zeitfahrmeister und amtierende deutsche Straßenmeister Marco Brenner sein. Zudem werden Klaus Betzinger, Jan Riedmann, Mikolaj Rybicki und Daniel Schrag zu den Teilnehmern gehören.

Eigene Ziele komplett umgesetzt

Christian Schrot (Sportlicher Leiter) nach dem Rennen: „Die Mannschaft hat in den letzten Wochen sehr fleißig gearbeitet und eine geschlossene Leistung gezeigt. Mit dem Doppelsieg und drei Fahrern in den Top Ten konnten wir unsere eigenen Ziele komplett umsetzen.“ re

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