Derbykracher zum Vorrundenabschluss – 1860 Rosenheim gastiert am Freitag in Buchbach

Szene aus dem Spiel letzte Saison in Buchbach:Rosenheims Linor Shabani im Duell mit Patrick Walleth, der dieses Mal wegen einer Gelbsperre fehlt. Buchholz

Derbykracher zum Vorrundenabschluss in der Fußball-Regionalliga Bayern beim TSV Buchbach: Die Rot-Weißen erwarten am Freitag, 19 Uhr 1860 Rosenheim und da werden natürlich sofort Erinnerungen wach an die teilweise verrückten Spiele, die sich die beiden Mannschaften in der Vergangenheit geliefert haben

Buchbach – „Es ist alles angerichtet für eine hoch attraktive Begegnung, bei der die Zuschauer mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen werden. Da ist mit Sicherheit die nötige Brisanz drin“, sagt Buchbachs Trainer Markus Raupach, für den es ja das erste Derby gegen die roten Sechziger ist: „Ich kenne natürlich einige Geschichten aus Erzählungen und von Videos. Es ist ja schön, wenn Derbys solche Geschichten schreiben, davon lebt der Fußball.“ Für Raupach steht freilich der rein sportliche Aspekt erst mal im Vordergrund: „Mit einem Sieg könnten wir aus einer ordentlichen eine gute Vorrunde machen.“

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„Der Druck liegt bei Rosenheim“

Acht Punkte trennen beide Mannschaften nach 16 Spieltagen und deswegen weiß der Buchbacher Trainer auch: „Der Druck liegt bei Rosenheim, das könnte psychologisch für uns ein kleiner Vorteil sein. Wir haben bei der Analyse der Rosenheimer Spiele gesehen, dass es immer wieder Momente gibt, in denen dieser Druck spürbar ist.“ Allerdings: Die Tendenz der letzten Wochen ist mit je fünf Punkten aus fünf Spielen exakt gleich. „Rosenheim hat sich gefestigt, ich erwarte deswegen ein Duell auf Augenhöhe. Das ist eine junge Truppe, die Gas geben kann, die über ein ordentliches Positionsspiel verfügt und mit Danijel Majdancevic und Luftetar Mushkolaj einen richtig starken Angriff hat. Im Offensivbereich hat der Gegner klare Vorteile gegenüber uns“, so Raupach, der beobachtet hat: „Die Rosenheimer machen das sehr geschickt und versuchen immer wieder Standards zu ziehen. Da sind sie richtig gefährlich.“

In zehn Regionalliga-Vergleichen erst zwei Remis für 1860

Dass die Sechziger in zehn Regionalliga-Vergleichen nur zwei Unentschieden geschafft haben, während die Buchbacher acht Siege feiern konnten, ist für Raupach eine Statistik, die aus einer Zeitrechnung stammt, bevor er sein Amt als Nachfolger von Anton Bobenstetter angetreten hat: „Wir müssen auf uns schauen. Und für uns ist es wichtig, dass wir die Lehren aus dem Memmingen-Spiel ziehen, in dem unser Eigenfehler-Anteil in der letzten Viertelstunde einfach zu hoch war.“

Viele Ausfälle auf beiden Seiten

Bei den Gastgebern ist neben Stefan Denk auch Patrick Walleth gesperrt, der beim 1:1 in Memmingen die fünfte Gelbe gesehen hat. Daneben fehlen weiterhin Moritz Sassmann und Marin Culjak, Joe Wieselsberger konnte bislang nur individuell trainieren, ist also auch noch keine echte Alternative im ohnehin limitierten Angebot an Offensivspielern. Die Sperre von Walleth raubt dem Buchbacher Trainerteam überdies die Möglichkeit, Aleks Petrovic nach vorne zu schieben, weil der Rekordspieler eben auf der Sechs gebraucht wird. Ein großes Fragezeichen steht weiterhin hinter dem Einsatz von Markus Grübl nach seinem Nasenbeinbruch vor drei Wochen.

Kapitän Wallner mit einem Sehnenabriss im Oberschenkel

Dass bei den Gästen ausgerechnet Moritz Moser, der ja noch letzte Saison bei den Rot-Weißen gespielt hat, eine Gelb-Sperre verbüßen muss, ist natürlich eine Ironie des Schicksals. „Das hätte dem Spiel natürlich nochmal ein Stück weit mehr Brisanz verliehen. Ich bin gespannt, wie die Rosenheimer das lösen“, so Raupach. Zumal bei 1860 auch die beiden Außenbahnspieler Alexis Fambo und Robert Köhler (beide Sprunggelenk) sowie Christoph Wallner verletzt ausfallen. Kapitän Wallner wird mit einem Sehnenabriss im Oberschenkel wohl bis zur Winterpause fehlen. mb/re

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