Starbulls Rosenheim

Der verletzte Kapitän Michael Baindl hat ein Ziel: Am 15. Dezember will er wieder spielen

Das Ziel vor Augen: Der verletzte Starbulls-Kapitän Michael Baindl will am 15. Dezember wieder spielen.
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Das Ziel vor Augen: Der verletzte Starbulls-Kapitän Michael Baindl will am 15. Dezember wieder spielen.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Starbulls-Kapitän Michael Baindl ist zwar momentan noch verletzt, doch als Fitness-Coach des Rosenheimer Eishockeyteams, spielt er gerade in der 14-tägigen Quarantäne der Oberliga-Mannschaft eine wichtige Rolle. Er selbst will Mitte Dezember wieder eingreifen.

Rosenheim – Über Online-Trainings-Sessions sorgte der aktuell verletzte Starbulls-Kapitän Michael Baindl dafür, dass der gute Fitnessstand zumindest gehalten werden konnte und ein Großteil der Mannschaft am Montag wieder gut gerüstet ins Eistraining einsteigen kann. Der OVB-Sportredaktion verriet der Starbulls-Fitness-Coach auch, wann er wieder spielen will.

Herr Baindl, wie geht es Ihnen mit der Verletzung. Wann können Sie wieder spielen?

Michael Baindl: Bei mir passt soweit alles, weil ich ja der einzige Spieler bin, der nicht in Quarantäne war und ich mich auch draußen aufhalten durfte. Meine Verletzung wird langsam besser, aber ich muss genau die sechs Wochen pausieren, bis ich wieder einsatzfähig bin. Ich hoffe, dass ich am 15. Dezember wieder spielen kann.

Die Starbulls Rosenheim beim Online-Training: Oben von links Andreas Mechel, Kapitän Michael Baindl und Stebastian Stanik, Mitte von links Florian Krumpe, Mannschaftsbetreuer Thomas Dorsch und Alexander Höller sowie unten von links Enrico Henriquez, Dominik Daxlberger und Marinus Schunda.

Ihre Mitspieler sollen am kommenden Freitag wieder eingreifen. Wie kann man in der Quarantäne trainieren, um einigermaßen fit zu bleiben?

Baindl: Wir haben zwei Gruppen gebildet, weil es mit 20 Personen beim Online-Training ein bisschen unübersichtlich wird. In einer Zoom-Konferenz wurden die Übungen vorgegeben und da wurde eine Stunde lang Vollgas gegeben.

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Was wurde trainiert?

Baindl: Viel Mobilitätsübungen mit Trainingsinhalten für den Rumpf und dazu noch eishockeyspezifische Übungen für die Beine. Die zielten dann voll auf die Muskeln ab, die man beim Schlittschuhlaufen benötigt. Und dann wurde noch einiges für Ausdauer getan. Nachdem die zweiten Corona-Tests größtenteils negativ ausgefallen sind, dürfen diese Spieler nun wieder in den normalen Trainingsbetrieb einsteigen.

Bei so einem Online-Training ist von den Spielern auch viel Eigenverantwortung gefordert. Klappt das?

Baindl: Natürlich ist die Eigenverantwortung der Spieler hoch und auch die Körperpflege ist wichtig. Dazu gehören zum Beispiel Stretching-Übungen, aber dafür müssen wir kein Online-Training machen.

Die Spieler waren ja topfit. Was bewirkt nun eine zweiwöchige Pause ohne Eistraining und Spiele?

Baindl: Da verliert man jetzt nicht so viel, vor allem, weil wir auch noch vier Tage zur Vorbereitung auf das nächste Spiel haben.

Glauben Sie, dass die Saison einigermaßen durchgezogen werden kann?

Baindl: Wie es genau weitergeht, weiß ich auch nicht. Es kann ja sein, dass wir in den nächsten vier Monaten viermal in Quarantäne gehen müssen. Wie die Spiele dann nachgeholt werden, weiß ich auch nicht. Da könnte es schon Probleme geben. Als Spieler ist es natürlich nicht so einfach, weil man nicht den Rhythmus wie immer hat. Ich denke, wer sich am besten auf die Situation einstellen kann, wird am Ende auch ganz vorne dabei sein.

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Und die Starbulls können das?

Baindl: Die Stimmung ist super bei uns im Team, das hat man auch bei den Zoom-Trainings gemerkt. Alle sind sehr gut drauf, obwohl sie in Quarantäne waren. Wenn man mit der ganzen Situation gut umgeht und wir positiv bleiben und weiterhin Spaß haben, in dem, was wir machen, dann werden wir auch erfolgreich sein.

Wie steuert man die Belastung im Training? Den Rhythmus Freitag, Sonntag, Dienstag, Freitag, Sonntag gibt es ja normalerweise nur in der Play-off-Zeit.

Baindl: Sollte es noch mehr Dienstag-Spiele geben, muss man natürlich die Belastung im Training runterfahren. Dann bietet sich natürlich an, dass man die Special Teams wie Powerplay oder Unterzahl mehr trainiert, weil da viel mehr Regeneration dabei ist. Fest steht aber auch: Jeder Spieler spielt lieber, als er trainiert.

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