UND DAS FAST OHNE POWERPLAY-TREFFER

Der stürmende Starbulls-Verteidiger: Acht Tore in acht Spielen von Max Vollmayer

Acht Spiele, acht Tore: Verteidiger Max Vollmayer ist aktuell der torgefährlichste Starbulls-Spieler.
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Acht Spiele, acht Tore: Verteidiger Max Vollmayer ist aktuell der torgefährlichste Starbulls-Spieler.
  • vonManfred Eder
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Ein Kapitän, der zweimal in Unterzahl traf, der stürmende Verteidiger mit acht Toren in den letzten acht Spielen und einen Premierentorschützen. Das alles hat die Starbulls-Eishockeystatistik nach den zwei Siegen am Wochenende zu bieten.

Rosenheim – An diesem Wochenende bekamen es die Starbulls mit den „Vielspielern“ und den „Nachzüglern“ der Liga zu tun. Füssen hat bisher mit 31 die meisten Partien absolviert, Peiting mit 25 die wenigsten. Da Peiting trotzdem vor dem Wochenende schon sechs Punkte mehr auf dem Konto hatten als Füssen, war es nicht verwunderlich, dass die Aufgabe am Sonntag für die Starbulls schwieriger war.

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Zwei Unterzahltore gegen die besten Powerplay-Teams

Eins allerdings hatten die beiden Gegner gemeinsam: Ein starkes Powerplay. Vor dem Spiel gegen Rosenheim hatten die Füssener knapp vor Peiting die beste Überzahlquote der Liga, doch nachdem die Starbulls nicht nur sechs Powerplays unbeschadet überstanden hatten, sondern auch noch ein Unterzahltor erzielten, rutschte Peiting an die Spitze, und es ergab sich die kuriose Situation, dass die Starbulls es an beiden Wochenendspielen mit der jeweils besten Überzahl-Truppe zu tun bekamen. Peiting war zwar erfolgreicher (eins von zwei), musste aber ebenfalls einen Unterzahltreffer hinnehmen. In beiden Fällen war Kapitän Michael Baindl der Glückliche, in Füssen mit einem wahren Kunstschuss von der eigenen Grundlinie ins leere Füssener Tor.

lSieben verschiedene Torschützen für acht Treffer

In Füssen erwies sich einmal mehr, dass die Rosenheimer Offensive heuer einfach zu breit aufgestellt ist, als dass der Gegner sich auf eine Paradereihe konzentrieren könnte. Waren vor drei Wochen noch 16 verschiedene Scorer am 10:0 gegen Landsberg beteiligt, so teilten sich diesmal sieben verschiedene Torschützen die acht Treffer im Allgäu. Dennoch sind zur Zeit einige Spieler besonders heiß. Baindl hat mit seinem Sturm-Zwilling Alex Höller längst wieder zur Form des Vorjahres gefunden: 18 Punkte für den Kapitän, 14 für seinen „Flügel-Adjutanten“, und das in den letzten neun Spielen, in denen Baindl nur einmal und Höller nur zweimal leer ausgingen! Interessant bei Baindl: Fünf seiner sechs Treffer erzielte er im ersten Drittel, mit drei Toren in den ersten fünf Spielminuten sorgt er gern für einen gewissen „Anschub“.

Die Starbulls-Verteidiger punkten fleißig

Dann ist da noch Max Vollmayer, der stürmende Verteidiger, der in den letzten acht Partien achtmal ins Schwarze getroffen hat und an weiteren fünf Toren maßgeblich beteiligt war. 25 seiner bisher 27 Scorerpunkte hat Vollmayer übrigens ohne Powerplay erzielt. Und in seinem Schlepptau entwickelt sich auch Florian Krumpe mehr und mehr zum Leitwolf. Er nennt derzeit nicht nur die zweitbeste Plus-Minus-Bilanz der Liga sein eigen, sondern war auch mit acht Scorerpunkten in den letzten sieben Partien wesentlicher Bestandteil der Offensive. Und noch ein Verteidiger durfte sich nach dem Füssen-Spiel freuen: Der inzwischen 18-jährige Michael Gottwald erzielte sein erstes Tor im Seniorenbereich.

Zwei der ersten drei Schüsse gegen Füssen landeten im Tor

Auch an diesem Wochenende agierten die Starbulls wieder nach der Devise „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Zwei der ersten drei Schüsse gegen Füssen landeten im Tor, der erste nach 46 Sekunden, und auch zu Beginn des Mittelabschnitts klingelte es in den ersten 80 Sekunden gleich zweimal. In den letzten sechs Begegnungen verloren die Starbulls kein einziges Anfangsdrittel (Torverhältnis 16:4, darunter mit 13:2 eine weitere Steigerung ihrer Top-Fünf-Minuten von der 16. bis zur 20. Minute), aber auch im Schlussabschnitt (9:3 Tore) ließen sie ihrem jeweiligen Gegner in den letzten sieben Spielen nie das bessere Ende.

Die längste torlose Phase dieser Saison

Am Sonntag fiel nach dem Peitinger 4:2-Anschlusstreffer in der 24. Spielminute die restlichen 36:27 Minuten kein Tor mehr – die längste beiderseits torlose Phase dieser Saison. Beim 2:1 gegen Selb am Nikolaustag war vom Spielbeginn an knapp 34 Minuten lang kein Tor gefallen, ehe Kilian Steinmann den Bann gebrochen und seinem damals stark ersatzgeschwächten Team den Weg zum überraschenden 2:1-Sieg gegen den Tabellenführer geebnet hatte.

Im Mittelpunkt des Interesses lag aber natürlich das Comeback von Beppo Frank nach vier Jahren, zehn Monaten und zweieinhalb Wochen. Am 20. März 2016 war Frank bei der Saisonabschluss-Niederlage in Bietigheim (2:6) das letzte Mal im grün-weißen Dress aufgelaufen, sieben Tage zuvor hatte er beim 6:2-Sieg gegen denselben Gegner seinen letzten Treffer für die Starbulls erzielt.

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Zwei Spieler von 2016 sind noch dabei

Lediglich zwei seiner damaligen Mannschaftskameraden gehören noch zum aktuellen Starbulls-Team: Max Vollmayer und Dominik Daxlberger. Acht aus dem damaligen Kader sind schon gar nicht mehr aktiv. Natürlich konnte man nach drei Monaten Inaktivität seit dem Bayernliga-Aus noch keine Wunderdinge erwarten, aber man kann sicher das Comeback fürs Erste als gelungen bezeichnen.

Erzielte sein erstes Tor im Seniorenbereich: Nachwuchsnationalspieler und Starbulls-Verteidiger Michael Gottwald.

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