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Heimische Athleten holen Edelmetall

Der olympische Medaillen-Glanz von Peking strahlt bis tief in die Region

Medaillentraum erfüllt: Alexandra Burghardt aus Töging (rechts) holte mit Mariama Jamanka Silber.
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Medaillentraum erfüllt: Alexandra Burghardt aus Töging (rechts) holte mit Mariama Jamanka Silber.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Eine sehr gute Geamtbilanz können die heimischen Sportlerinnen und Sportler nach dem Ende der Olympischen Spiele von Peking vorweisen. Zwar gab es auch sportliche Enttäuschungen, allerdings überstrahlten die vielen Medaillen so einige Missgeschicke. Und deshalb strahlt der Glanz von Edelmetall aus Peking auch bis in die Region.

Rosenheim/Mühldorf – Das Team Deutschland hat bei den Olympischen Winterspielen in Peking sehr ordentlich abgeschnitten. Und auch die heimischen Sportler haben ihren Teil dazu beigetragen. Der Medaillenglanz von Peking strahlt sogar bis tief in die Region.

Erfolgreiche Bobfahrer: Florian Bauer aus Töging (links) gewann zweimal Silber, der Bad Feilnbacher Christoph Hafer (2. von rechts) Bronze im Zweier.

Starke Leistungen im Eiskanal

Gleich zwei Medaillen sammelte der Töginger Florian Bauer. Der Anschieber von Bobpilot Johannes Lochner stammt aus Töging und holte sich bei seiner olympischen Premiere zweimal Silber. Im Zweier fehlten 0,49 Sekunden zum unbezwingbaren Francesco Friedrich, im Vierer waren es nach vier Läufen 0,37 Sekunden.

Ebenfalls den zweiten Rang im Eiskanal holte sich Alexandra Burghardt – und sorgte damit für ein ganz persönliches Winter-Märchen. Die aus Töging stammende Sprinterin war im vergangenen Sommer bereits als OIympionikin in Tokio am Start – und wurde Fünfte mit der 4x100-Meter-Staffel. Dann sattelte sie um und landete als Anschieberin im Bob von Mariama Jamanka – der Wechsel von der Tartanbahn in den Eiskanal hat sich gelohnt: Mit 0,77 Sekunden Rückstand auf den ersten Rang gab es auch hier Silber. Im vierten Lauf fuhr das Duo sogar Bestzeit!

Freudestrahlend: Die Biathlon-Staffel der Damen mit Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Preuß vom SC Haag und Denise Herrmann (von links) holte Bronze.

Im Bob gab es zudem Edelmetall für den Bad Feilnbacher Christoph Hafer – allerdings nicht als Anschieber. Als Pilot lenkte er seinen Zweierbob mit Anschieber Matthias Sommer in beeindruckender Manier ganz geschmeidig durch den Eiskanal auf den dritten Rang. Da machte es dann auch nichts, dass Sommer im vierten Lauf vor der letzten Kurve den Kopf in die Höhe reckte. Beinahe hätte auch Hafer den doppelten Lohn eingefahren, aber im Viererbob – unter anderem mit Anschieber Tobias Schneider vom BC Bad Feilnbach – fehlten letztlich sechs Hundertstelsekunden auf den Kanadier Justin Kripps und zum Stockerl.

Medaillen im Teamwettkampf

Eine Mannschaftsmedaille gab es auch für die Skispringer mit Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) und Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf). Schmid lieferte über alle Bewerbe grundsolide Leistungen ab und war als Elfter bester Deutscher auf der Normalschanze. Eisenbichler wurde Fünfter auf der Großschanze und lieferte im Teambewerb die beste deutsche Leistung ab. So gab es für ihn, Schmid, Stephan Leyhe und Karl Geiger Bronze. „Vor vier Jahren durfte ich nicht mithupfen, deshalb wollte ich jetzt unbedingt eine Medaille“, jubelte Eisenbichler.

Andächtig: Die Skispringer mit Constantin Schmid vom WSV Oberaudorf, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler vom TSV Siegsdorf und Karl Geiger (von links) holten Bronze.

Im Teambewerb klappte es auch für Biathletin Franziska Preuß, nachdem sie zu Beginn der Spiele noch mit ihrer Ausbeute gewaltig haderte. Die Bronzene mit der Damen-Staffel löste dann reichlich Emotionen aus: „Ich habe noch nie erlebt, dass ich im Ziel vor lauter Freude weinen musste“, bekannte die Albachingerin, die für den SC Haag startet. Allerdings konnte sich auch ihr achter Rang im Massenstart sehen lassen.

Das gilt auch für die Ränge zehn (Massenstart) und zwölf (Verfolgung) des Tüßlingers Johannes Kühn, der den WSV Reit im Winkl vertritt. Alpin-Skifahrer Romed Baumann vom WSV Kiefersfelden wurde 13. in der Abfahrt und guter Siebter im Super-G. Dabei war er lange auf Medaillenkurs, ehe ihn ein kleiner Patzer zurückwarf.

Olympiasiegerin: Biathletin Denise Herrmann vom Stützpunkt in Ruhpolding.

Formtief, Pech und ein Corona-Handicap

Nicht ideal lief es für Skispringer Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), als 28. auf der Großschanze, für Alpinfahrer Pepi Ferstl, der die Ränge 18 (Super-G) und 23 (Abfahrt) erzielte, Snowboarder Stefan Baumeister aus Feldkirchen-Westerham, der als Mitfavorit gestartet war und für den dann als 18. bereits in der Qualifikation des Parallel-Riesenslaloms vorzeitig das Aus kam, sowie für Leon Vockensperger (SC Rosenheim), der sowohl im Slopestyle als auch im Big Air die Finals verpasste. Der Flintsbacher war allerdings stark gehandicapt, nachdem er sich bei einem Trainingssturz eine Rippenverletzung zugezogen hatte. Mit einem Handicap war auch Eisschnellläufer Joel Dufter angetreten, da er nach einer Corona-Erkrankung erst spät nach Peking gereist war. Der Inzeller belegte bei zwei Starts den 26. Rang. Auch Skilangläufer Jonas Dobler vom SC Traunstein verpasste geschwächt den Skiathlon und damit auch die Staffel-Qualifikation. Bei seinen beiden Starts belegte er dann die Ränge 19 und 20. „Das war solide“, meinte Dobler – und fügte an: „Beim Saisonhöhepunkt will man eigentlich besser als solide sein.“ Sicherlich nicht zufrieden war Patrick Hager, der mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft das Viertelfinale verpasste. In vier Spielen siegte die DEB-Auswahl nur gegen Außenseiter China, Hager erzielte im Turnier einen Treffer. Biathletin Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden blieb während der Spiele ohne Einsatz.

Goldhamster der Bundespolizeisportschule: Für die Rodler Johannes Ludwig, Nathalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt (von links) gab es jeweils Doppel-Gold.

Bundespolizeisportschule als Medaillenschmiede

Großer Jubel herrscht hingegen bei der Bundespolizeisportschule in Bad Endorf. Mit Doppel-Gold für die Rodler Nathalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Tobias Arlt sowie Bobpilot Francesco Friedrich, Gold für Bobanschieber Alexander Schüller und Skeleton-Pilotin Hannah Neise, Silber für Rodel-Doppelsitzer Sascha Benecken und Skeleton-Pilot Axel Jungk sowie Bronze für Markus Eisenbichler und Skicrosserin Daniela Maier hat sich Bad Endorf wieder als Medaillenschmiede erwiesen. Gleiches gilt auch für den Stützpunkt in Ruhpolding, wo es Gold und Staffel-Bronze für Denise Herrmann, sowie Bronze für Vanessa Hinz (Staffel) gab – eine goldige Region halt einfach!