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Gothas Volleyballer kommen ersatzgeschwächt

„Der 6-Meter-Block“: Die größte Stärke von Mühldorfs Gegner in der 2. Bundesliga

Fabian Bartsch (links) muss sich lang machen gegen die langen Spieler aus Gotha. Beim Heimspiel am Samstag wollen die Mühldorfer endlich den ersten Sieg in dieser Saison feiern, nachdem sie das Hin- und das Pokalspiel verloren hatten.
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Fabian Bartsch (links) muss sich lang machen gegen die langen Spieler aus Gotha. Beim Heimspiel am Samstag wollen die Mühldorfer endlich den ersten Sieg in dieser Saison feiern, nachdem sie das Hin- und das Pokalspiel verloren hatten.

Es ist das dritte Aufeinandertreffen von Mühldorfs Volleyballern gegen Gotha: Am Samstag im Heimspiel wollen die Mühldorfer endlich den ersten Sieg gegen die „Riesen“ aus Gotha.

Mühldorf  – Fernsehschauen war bei Mühldorfs Cheftrainer Heiko Roth am Donnerstag vor dem abendlichen Training angesagt. Vor dem Heimspiel am Samstag in der Mühldorfer Nutz-Arena (19 Uhr) wollte sich der Mühldorfer Trainer ein Bild über den aktuellen Leistungsstand vom Gegner Gotha machen und dazu bedarf es einer Videoanalyse des letzten Spieles. Inwiefern die Erkenntnisse jedoch für das Samstagsspiel helfen können, sei dahingestellt. Denn erstens liegt das letzte Spiel der Thüringer schon zwei Wochen zurück.

Im Auswärtsspiel unterlag Gotha dem Team aus Delitzsch mit 1:3. In der Woche zuvor gab es nur ein 3:2 gegen Leipzig, immerhin einen Zähler konnten die Gothaer beim 2:3 aus Schwaig entführen. Seit Ende Januar jedoch gab es keine Punkte mehr. Das Spiel gegen Hammelburg vergangenes Wochenende wurde wegen zu vieler Corona-Fälle abgesagt.

Sechs Spieler mit positivem Testergebnis

Und auch gegen Mühldorf hat Gothas Trainer Jonas Kronseder nur eine Rumpfmannschaft zur Verfügung. Gleich sechs Spieler meldet die Mannschaftsführung im Vorfeld des Spiels gegen Mühldorf, die wegen eines positiven Testergebnisses oder aufgrund von Verletzungen auf die Partie gegen den Tabellenneunten aus Mühldorf passen müssen. Kronseder stünden damit nur sieben spielfähige Akteure zur Verfügung, was eine Verlegung des Spiels gerechtfertigt hätte.

Doch da sich Gotha für die Austragung der Partie ausgesprochen hatten, wurde aus der Not eine Tugend gemacht. Das meldet zumindest der Tabellensiebte aus Thüringen, der mit dem 17-jährigen Justus Krause einen Mittelblocker aus dem in der Thüringenliga spielenden Nachwuchsteam der Blue Volley Juniors nachnominiert hat. Krause hat in den vergangenen Monaten bereits mehrfach am Training der 1. Mannschaft teilgenommen und dürfte so am Samstag zu seinem 2. Bundesliga-Debüt kommen, meldet Gotha.

Mit 23 Punkten auf Rang neun

Die Thüringer haben schon 18 Partien gespielt und damit um eine mehr als die Innstädter, die nach drei Niederlagen und 23 Punkten auf Rang neun rangieren. „Immer noch sieben Punkte vor einem Abstiegsplatz. Aber natürlich muss jetzt endlich wieder ein Sieg her, um mit dem Abstieg möglichst bald nicht mehr zu tun zu haben“, rechnet Roth vor. Gegen dezimierte Gothaer sieht er durchaus eine Chance, zumal Libero Kilian Nennhuber wieder mit von der Partie ist. Mit David Fecko steht ihm auch sein Stamm-Mittelblocker wieder zur Verfügung. Juro Petrusic – zuletzt gegen Freiburg noch geschwächt von seiner Corona-Erkrankung – dürfte soweit wieder fit sein. Ihn hatte aber zuletzt Oldstar Michi Mayer (41 Jahre) über die Diagonalposition gut ersetzt und auch für Punkte gesorgt ¨– nicht zuletzt, weil Freiburg ihn unterstützt und bisweilen sträflich den Block vernachlässigt hatte.

Präzisen Annahmen und starke Abwehrbälle

Völlig offen lässt Roth wie er beginnen wird. Leo Tille hatte zuletzt gegen Freiburg mit sehr präzisen Annahmen und starken Abwehrbällen überzeugt. Doch wenn er diese Position einnehmen sollte und dafür Kilian Nennhuber im Angriff eine Alternative sein könnte. Wer würde dann das Backup als Zuspieler stellen? „Felix Schinko hat durchaus schon gezeigt, dass Verantwortung übernehmen kann.“ Ihn auf der Bank zu haben, gebe Sicherheit, falls Stammspieler Alex Brandstetter ersetzt werden müsste, sagt dazu Roth.

Beide Mannschaften leben von ihrem immens starken Aufschlag. Gelingt es damit genügend Druck aufzubauen, kann es in der niedrigen Mühldorfer Halle für die jeweils gegnerische Annahme ungemütlich werden. Das wissen beide Trainer von den beiden Begegnungen, die in dieser Saison bereits stattgefunden haben. Das Hinspiel hatten die „Blue Volleys“ aus Gotha im Herbst mit 3:1 gewonnen. Und auch im Pokal jubelten die Thüringen, nachdem sie in einer packenden Partie in der Nutz-Arena nach einem knappen 3:2 als Sieger die Halle verlassen haben.

Größter Respekt vor Yann Böhme

Während Gothas Trainer Kronseder Zuversicht ausströmt nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“, findet Roth, dass es jetzt mal Zeit wäre, wenn Mühldorf die drei Punkte einheimst. „Wir haben zuletzt wichtige Zähler liegen gelassen und damit auch die Chance vertan auf Rang sechs aufzuschließen. Ein Sieg wäre wichtig, wenn wir nach der Partie erst einmal eine Spielpause bis zum 26. Februar haben“, sagt Roth, der sich natürlich darüber bewusst ist, wo die Stärken der Gothaer liegen. „Der 6-Meter-Block“, verrät Roth. Er meint damit Eric Niederlücke (2,05 Meter), Felix Lesche (2,13), Jannis Hopt (2,05) und Yann Böhme (2,03), die so manchen Angreifer schon zur Verzweiflung getrieben haben.

Den größten Respekt hat Roth gegenüber Böhme. Der hatte im Pokal quasi im Alleingang die Mühldorfer aus dem Wettbewerb gekickt. „Absolutes Erstliga-Niveau“, ergossen sich die Lobeshymnen nach dem Pokalspiel über Böhme. Ob er aber überhaupt mit dabei ist und wer noch alles fehlt? Dazu lassen sich die Gothaer nicht in die Karten blicken.

Mühldorfs Trainer meint: „Wir wissen, dass wir die kleinsten Spieler der Liga haben, müssen aber gegen den größten Block ran. Das wird anstrengend!“ Aber es sei zu schaffen, meint Roth und verweist auf die knappe Niederlage im Pokal. Damals aber waren die Gothaer in Bestbesetzung angereist.

„Bestbesetzung“ in der Halle

Bestbesetzung: Das gilt am Samstag auch in der Nutz-Area, die seit Beginn der Pandemie wieder mehr Zuschauerkapazitäten zugesprochen bekommt. Die Regelungen für überregionale Großveranstaltungen und sonstige Veranstaltungen wurden nämlich weiter vereinheitlicht. Künftig gilt bei Veranstaltungen eine allgemeine Kapazitätsgrenze von 50 Prozent. Für Mühldorf bedeutet das: Am Samstag, pünktlich zum Heimspiel, dürfen die TSVler jetzt bis zu 300 Zuschauer in die Halle lassen. Im Übrigen bleibt es bei den bestehenden Regelungen zur Zugangsbeschränkung (2G plus) und FFP2-Maskenpflicht.enk