Ab Samstag

Der ganz normale Wahnsinn: Der Starbulls-Spiele-Marathon: Acht Partien in 18 Tagen

Zwei Topscorer: Riessersees Eetu-Ville Arkiomaa (links) hat 16 Tore und neun Vorlagen in 16 Spielen, Rosenheims Tobias Meier elf Tore und neun Assists in 13 Partien.
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Zwei Topscorer: Riessersees Eetu-Ville Arkiomaa (links) hat 16 Tore und neun Vorlagen in 16 Spielen, Rosenheims Tobias Meier elf Tore und neun Assists in 13 Partien.

Vom kommenden Samstag weg bis zum 12. Januar sind es genau 18 Tage. Für die Eishockey-Spieler der Starbulls ist die „staade Zeit“ dann schon wieder vorbei. Im Gegenteil: Während dieser 18 Tage stehen für die Starbulls in der Oberliga Süd satte acht Spiele auf dem Programm.

Rosenheim– Vom kommenden Samstag weg bis zum 12. Januar sind es genau 18 Tage. Für die Eishockey-Spieler der Starbulls ist die „staade Zeit“ dann schon wieder vorbei. Im Gegenteil: Während dieser 18 Tage, die am Samstag um 18 Uhr mit dem Gastspiel beim SC Riessersee beginnen, stehen für die Starbulls in der Oberliga Süd satte acht Spiele auf dem Programm. Und noch etwas weiter gerechnet: In den 23 Tagen bis zum 17. Januar sind es insgesamt zehn Partien – ein wahrer Spiele-Marathon!

„Ich wollte am Dienstag spielen“

Da könnte man meinen, dass es den Starbulls ganz gelegen gekommen war, dass die Partie am vergangenen Sonntag gegen Deggendorf ausfiel und die Rosenheimer beim Spieltag am Dienstag nicht im Einsatz waren. Mitnichten! „Ich wollte am Dienstag spielen“, sagt Starbulls-Trainer John Sicinski und verrät, dass man eine Partie gegen die HC Landsberg Riverkings vorverlegen wollte. Der Grund für diese Überlegung: „Je mehr Spiele wir hinter uns haben, desto besser“, sagt Sicinski. Das Vorhaben hat allerdings kurzfristig nicht hingehauen, und so standen die Starbulls am Montag und Dienstag lediglich im Trainingsbetrieb auf dem Eis. Am Mittwoch und am Heiligabend stand hingegen kein Training im Kalender, die Vorbereitung auf das Riessersee-Spiel beginnt für die Rosenheimer am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages mit einer Übungseinheit, am Vormittag des Spieltages wird dann noch einmal leicht trainiert.

„Die Jungs wissen, wie wir spielen“

Überhaupt wird Sicinski die Trainingseinheiten in diesen Tagen eher kurz gestalten. „30 bis 40 Minuten, um im Rhythmus zu bleiben und um die Beine frisch zu halten“, sagt der Trainer, der seinen Mannen dabei nur wenige taktische Anleitungen geben wird: „Die Jungs wissen, wie wir spielen.“ Die Marschroute wird vielmehr bei der Videoanalyse besprochen. „Das wird es viele geben“, meint Sicinski, der sich beim Anruf der OVB-Sportredaktion gerade die Aufzeichnung der Riesserseer Spiels gegen Selb besorgt hatte. Gegen den Spitzenreiter hatten die Garmischer trotz Führung am Ende knapp verloren. „Riessersee spielt mit seinem Mini-Kader eine wirklich gute Saison. Da steckt sehr viel Qualität, gemischt mit vielen Talenten, drin.“ Sicinskis Augenmerk richtet sich vor allem auf die Reihe mit den beiden Routiniers Uli Maurer und Florian Vollmer sowie dem Finnen Eetu-Ville Arkiomaa. „Das ist eine der Top-Reihen in der ganzen Liga. Die müssen wir ausschalten“, sagt er.

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Sicinski geht selbstbewusst ins Derby gegen Riessersee

Dass Riessersee, das drei Spiele mehr, aber einen Punkt weniger als die Starbulls hat, stark ist, hat der Garmischer Punktgewinn in Rosenheim bewiesen. Sicinski gibt sich aber selbstbewusst: „Wenn wir unsere aggressive Spielweise beibehalten, dann haben wir eine Chance.“ Er muss auf die Stürmer Kevin Slezak und Enrico Henriquez sowie Verteidiger Dennis Schütt verzichten, dafür wird Kilian Steinmann nach seiner Verletzungspause voraussichtlich wieder mit von der Partie sein. Fest steht auch, dass Andi Mechel das Rosenheimer Tor hüten wird.

Was Coach Sicinski zusätzlich zuversichtlich stimmt: „Wir hatten nach unserer Quarantäne im November auch sehr viele Spiele in kurzer Zeit und sind gut wieder reingekommen. Wir sind dann auch immer besser geworden.“ Die Starbulls sind also bereit für den ganz normalen Wahnsinn.

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