Eishockey Oberliga

Der erste Treffer von Starbulls-Kapitän Michael Baindl war das schnellste Saisontor

Starbulls-Kapitän Michael Baindl, hier im Spiel gegen Lindau, erzielte in Füssen seinen ersten Saisontreffer.  Butzhammer
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Starbulls-Kapitän Michael Baindl, hier im Spiel gegen Lindau, erzielte in Füssen seinen ersten Saisontreffer. Butzhammer

Drei Spiele betritten die Starbulls-Eishockeyspieler in der letzten Woche und da war ergebnistechnisch alles dabei. Aber nicht nur das: Es gab das bisher schnellste Saisontor und in welcher Minute die Starbulls am torgefährlichsten sind, steht auch fest.

Rosenheim – Am wenigsten erwarten konnte man von den letzten drei Spielen der Starbulls Rosenheim das 1:5 am Freitag gegen Lindau. Sieben Heimspiele (saisonübergreifend sogar acht) hatte Sicinskis Team zuletzt gewonnen, die letzten fünf sogar in regulärer Spielzeit, doch gegen die Islanders passte einfach nichts, weswegen am Schluss die deutlichste Heimniederlage seit dem 13. Oktober 2019, als der EC Peiting mit dem gleichen Ergebnis auftrumpfte, zu Buche stand.

Und welch ein Unterschied: Vor fast genau einem Jahr, am 10. Januar 2020, hatten die Starbulls die Lindauer mit 7:1 und vier Treffern von Josh Mitchell aus der Halle geschossen. Aber die Islanders von heuer sind kaum mehr mit dem „Kellerkind“ von damals zu vergleichen, haben sie doch fünf ihrer acht Auswärtsspiele in dieser Saison gewonnen.

Souveräne Starbulls im Mittelabschnitt

Zwei Tage später sah es da schon wesentlich erfreulicher aus für Grün-Weiß. Beim fünften Sieg im sechsten Spiel seit Füssens Wiederaufstieg ließen Gibbons & Co. den Allgäuern nur beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich ein Fünkchen Hoffnung, aber speziell im Mittelabschnitt (3:0) zeigten sie sich so souverän wie fast schon gewohnt in fremder Halle. Kuriosum: Das Rosenheimer 1:0 fiel schon nach 51 Sekunden (der früheste Treffer in dieser Saison), 14 Tage zuvor hatte Marc Besl die Füssener an der Mangfall nach 57 Sekunden in Führung geschossen.

Schön abgezogen von Dominik Daxlberger, aber der Lindauer Spieler blockte den Schuss mit dem Körper ab und verhinderte ein sicheres Tor.

Es hatte ihnen nichts genützt, den Starbulls nützte es diesmal sehr wohl. Besonders erfreulich: Kapitän Michael Baindl war der Schütze. Acht Spiele lang hatte er nach seiner langen Verletzungspause auf seinen ersten Treffer warten müssen (drei Assists), und seinen Nebenmann Alex Höller (nur ein Assist in den letzten neun Partien, jetzt ein Tor plus Assist) riss er dabei gleich mit. Torflaute beendet?

Acht Powerplays in Folge ohne Torerfolg

Der Treffer fiel in Überzahl, und das ist derzeit schon erwähnenswert, denn in den beiden Spielen zuvor hatten die Starbulls wieder acht Powerplays in Folge ohne Zählbares verstreichen lassen. In mehr als der Hälfte aller Begegnungen fielen bisher keine Rosenheimer Überzahltore! Wichtiger aber für den Sieg: Auch die „Powerplay-Monster“ aus dem Allgäu brachten keins zustande. Bekamen sie vor zwei Wochen bei einer einzigen Rosenheimer Strafzeit noch fast keine Gelegenheit dazu, so konnten sie diesmal insgesamt 6:41 Minuten lang versuchen, ihre Wahnsinns-Quote von über 30 Prozent Powerplay-Erfolg zu bestätigen, doch vergebens. In zehn der 18 bisherigen Partien haben es die Starbulls geschafft, keinen gegnerischen Überzahltreffer zuzulassen.

Torreiche Spiele gegen Deggendorf sind nichts Außergewöhnliches

Deggendorf schaffte es als erster Gegner in dieser Saison, die Starbulls gleich zweimal in Überzahl zu bestrafen. Beide Male war Thomas Greilinger daran beteiligt, der zu Rosenheims Leidwesen seit einer Woche wieder fit ist und (mit vier Toren in vier Partien) so spielt, als wäre er nie weg gewesen. Torreiche Spiele zwischen Deggendorf und Rosenheim sind im Übrigen nichts Außergewöhnliches. In den elf Aufeinandertreffen, seit die Starbulls der Oberliga angehören, fielen einmal zehn, dreimal elf und einmal (im denkwürdigen 8:4-„Teddy-Toss“-Spiel letzte Saison) sogar ein ganzes Dutzend! Die beiden 2:1 (je eins für und gegen die Starbulls) sind da die große Ausnahme.

Bei gleicher Spielerzahl sind die Starbulls Spitze

Auch wenn das Powerplay über weite Strecken nicht so funktioniert wie gewollt, bei gleicher Spielerzahl sind die Starbulls wirklich Spitze. Als am Freitag einem einzigen Rosenheimer gleich vier Lindauer „Even-Strenghth“-Tore gegenüberstanden, war dies erst das dritte Mal in dieser Saison, dass der Gegner in dieser Konstellation erfolgreicher war. Besonders augenfällig war dies zuletzt auswärts: In den letzten vier Gastspielen in Füssen, Deggendorf, Garmisch und Lindau lautet das Verhältnis 19:7 zugunsten der Starbulls, nimmt man noch die Spiele davor (in Höchstadt und Landsberg) dazu, sogar 28:12!

Die meisten Starbulls-Tore in der 34. Minute

Zwei kleine Zahlenspielereien am Schluss: Das erfolgreichste Fünf-Minuten-Segment der Starbulls ist bisher übrigens die Schlussphase des Anfangsdrittels. Von der 16. bis zur 20. Spielminute erzielten die Starbulls (mit Kyle Gibbons und Enrico Henriquez als Doppeltorschützen) sechs Treffer und kassierten nur einen einzigen. Negative Fünf-Minuten-Phase gibt es noch keine einzige: Lediglich von Minute 51 bis 55 (5:5 Tore) schaffte es der Gegner, gleichviele Tore zu erzielen. Und ganz kurios: Auf die bisher negativste Spielminute (die 33. mit 1:4 Toren) folgt sofort die erfolgreichste (5:0 Treffer in Minute 34).

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