DEB will Starttermin beibehalten

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat sich in einer Videokonferenz mit den Oberligisten Nord und Süd darauf verständigt, vorerst am derzeit vorgesehenen Saisonstart am 16./17. Oktober festzuhalten.

Zudem wurde vereinbart, bei der Politik mit Nachdruck für eine Aufnahme der beiden Oberligen als höchste DEB-Ligen in das Corona-Hilfspaket der Bundesregierung für professionelle und semiprofessionelle Mannschaftssportarten zu werben, heißt es in einer DEB-Pressemitteilung. Und weiter: Die Oberligisten sind enttäuscht, dass sie gemäß der Richtlinie des Bundesministeriums für Inneres zu den sogenannten „Corona-Hilfen Profisport“ zunächst nicht antragsberechtigt sein sollen.

„Vor dem Hintergrund eines Gesamtumsatzes der Oberliga von circa 22 Millionen Euro, Zuschauereinnahmen von insgesamt rund sieben Millionen Euro pro Saison und einer Vielzahl von Arbeitsplätzen, die im direkten Zusammenhang mit dem Oberligaspielbetrieb stehen, hätten sich die professionell und semiprofessionell aufgestellten Vereine eine Einbeziehung gewünscht“, so der DEB.

Ob der vorgesehene Saisonstart tatsächlich beibehalten werden kann, soll in einer weiteren Videokonferenz am 15. September abgestimmt und beschlossen werden. Dieser Videokonferenz gehen zunächst weitere politische Beratungen und Entscheidungen voraus, die eine erneute Bewertung der Situation nach sich ziehen werden und von denen die Durchführbarkeit des Oberliga-Spielbetriebes abhängt, wie der Verband mitteilte. Insgesamt waren sich DEB und die Vereine einig, dass die aktuellen Tendenzen eher positiv zu interpretieren sind, was durch Vorstöße in einigen Bundesländern erkennbar wird. Jedoch werden behördliche Entscheidungen hinsichtlich der Zulassung von Zuschauern eine maßgebliche Rolle spielen.

DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Unser Ziel für die Oberliga ist es, zu spielen – und zu prüfen, unter welchen Bedingungen das möglich ist. Die Zuschauerkapazität wird der entscheidende Knackpunkt sein. Wir werden nicht lockerlassen, für Verständnis und Unterstützung in der Politik zu kämpfen.“ Schaidnagel weiter: „Wir wollen erreichen, dass die Oberliga als höchste DEB-Spielklasse in das Hilfspaket einbezogen wird und setzen die direkten partnerschaftlichen Gespräche mit der Politik sowie eine anderweitige Kommunikation bundesweit fort. Gleichzeitig müssen wir uns hinsichtlich des Starttermins Flexibilität bewahren. Das sind wir den Vereinen schuldig.“ re

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