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Ab dem Frühjahr 2023

„Das wollen wir erhalten und ausbauen“: Neue Leitung für die Ruhpoldinger Chiemgau-Arena gesucht

Die Chiemgau-Arena, hier beim Biathlon-Weltcup 2019, gehört zu den Top-Austragungsorten im Biathlon und zu den besten Trainingszentren für mehrere Wintersportarten.
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Die Chiemgau-Arena, hier beim Biathlon-Weltcup 2019, gehört zu den Top-Austragungsorten im Biathlon und zu den besten Trainingszentren für mehrere Wintersportarten.

Nach 23 Jahren wird Engelbert Schweiger die Stadionleitung der Chiemgau-Arena abgeben. Die Suche nach einer neuen Leitung läuft – und es gibt auch schon erste Bewerber.

Ruhpolding – „Das sehen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge“: So kommentiert Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer den im Frühjahr 2023 bevorstehenden Wechsel bei der Stadionleitung der Chiemgau-Arena. Wie Pfeifer auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, wird der bisherige Stadionleiter Engelbert Schweiger dann seine Tätigkeit in der Arena aufgeben und dafür ab April 2023 die Geschäftsführung der „Meine Bergwelten GmbH“ übernehmen.

Diese ist bereits ab Januar 2023 für den Liftbetrieb am Unternberg zuständig. „Das ist natürlich positiv für den Ort, dass wir da einen hervorragenden Geschäftsführer bekommen, wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, betont Pfeifer. Für Schweiger sei dies „ein toller Schritt, den wir sehr gut nachvollziehen können“.

„Er hat den Standort geprägt“

Doch es gebe eben auch das „weinende“ Auge über den Verlust Schweigers als Leiter der Arena: „Er hat seit 23 Jahren den Standort geprägt. Ohne ihn hätte der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding nicht diesen hohen Stellenwert. Wir blicken mit sehr viel Dankbarkeit auf diese Zusammenarbeit zurück.“

Denn der Weltcup in Ruhpolding gilt weltweit als ein Herzstück der gesamten Weltcup-Serie, und daher „war es für uns auch wichtig, dass Engelbert Schweiger noch die Organisation des Weltcups im Januar 2023 leitet – wir wollen aber auch, dass der Unternberg gut läuft“, erklärt Pfeifer.

Gemeinde nicht federführend

Allerdings ist die Gemeinde seit Mai 2022 nicht mehr federführend für den Geschäftsbetrieb der Chiemgau-Arena zuständig. Sie hält „nur“ noch 49 Prozent der Anteile der Chiemgau-Arena GmbH, 51 Prozent hält der Skiclub Ruhpolding. Der stellt in Harald Stempfer – derzeit auch Vizepräsident Leistungssport im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) – den Aufsichtsratsvorsitzenden der GmbH.

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Auch Stempfer weiß, dass die Suche nach einem neuen Geschäftsführer eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Das Anforderungsprofil – unter anderem „eine Führungspersönlichkeit mit strategischem Weitblick, betriebswirtschaftlichem Geschick und pragmatischer Herangehensweise“ – habe Schweiger ebenso hervorragend erfüllt wie die Aufgaben, die Mitarbeiter der Arena zu führen und zahlreiche Veranstaltungen – mit den Biathlon-Weltcups jeweils als Höhepunkten – zu leiten.

„Ja, er hat die Chiemgau-Arena mit seinem Team zu dem gemacht, was sie heute ist: Ruhpolding gehört zu den Top-Trainingszentren für mehrere Wintersportarten, in dem sich auch Stars wie beispielsweise Denise Herrmann oder Simon Schempp entwickelt haben“, lobt Stempfer, „das wollen wir erhalten und ausbauen“.

Bewerbungen liegen schon vor

Er zeigt sich zuversichtlich, dass man die sehr erfreuliche Entwicklung der Arena auch in Zukunft fortsetzen könne, „denn wir haben schon jetzt einige hervorragende Bewerbungen vorliegen“, wie Stempfer und Pfeifer bestätigen. Zunächst einmal will der Aufsichtsrat – drei Mitglieder stellt der SCR, drei die Gemeinde – bis 20. Oktober abwarten, welche Bewerbungen noch eintreffen. Selbst dann aber könne es noch einige Zeit dauern, bis man eine Entscheidung treffen könne: „Das ist ja erst einmal die ‚Papierlage‘“, betont Stempfer, „da muss man versuchen, die für uns geeigneten Kandidaten herauszufiltern“.

Anschließend werde man „überlegen, wen wir zu einem persönlichen Gespräch einladen werden – denn es geht ja auch darum, zu erfahren, wie die Bewerber persönlich wirken und welche Ideen sie für die Zukunft haben. Schließlich müssen wir nachhaltig arbeiten und schon die Grundlagen dafür legen, auch in den nächsten 20 Jahren erfolgreich zu sein.“ Er betont: „Wir werden uns das als Team gemeinsam überlegen. Sollten wir der Auffassung sein, dass noch nicht der richtige Kandidat dabei ist, werden wir nichts überstürzen.“

Zusammenarbeit „äußerst positiv“

Stempfer, der beim Deutschen Skiverband (DSV) über viele Jahre hauptamtlich tätig und unter anderem mit dem Aufbau und der Entwicklung von Bundesstützpunkten betraut war, weiß um die Schwere der Aufgabe: „Der Sport will natürlich eine perfekte Trainingsstätte, die täglich möglichst lange zur Verfügung steht. Da muss man klug investieren und mit den hier trainierenden Verbänden eng zusammenarbeiten.“ Schließlich entwickle sich der Leistungssport ständig weiter.

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Daher sei die Nachfolge-Regelung so wichtig. „Wir machen das als Teamentscheidung im Aufsichtsrat. Ich empfinde die Zusammenarbeit zwischen dem SC Ruhpolding und der Gemeinde – die ja mit Justus Pfeifer auch den Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden stellt – als äußerst positiv“, lobt er. „Wir diskutieren immer, aber letztlich waren wir uns in der Vergangenheit in keinem einzigen Punkt uneinig, es waren immer positiv geprägte Gespräche. Ich arbeite inzwischen seit gut 40 Jahren im Leistungssport – da habe ich schon anderes erlebt...“

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