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„Das war letztlich eine gute Entscheidung“

Endlich mal wieder auf dem Eis richtig Gas geben: Das würde sich Stefan Pletschacher wünschen – doch angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie verzichtet er in diesem Winter auf die Teilnahme an der WM-Qualifikation.
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Endlich mal wieder auf dem Eis richtig Gas geben: Das würde sich Stefan Pletschacher wünschen – doch angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie verzichtet er in diesem Winter auf die Teilnahme an der WM-Qualifikation.

Ruhpolding – „So hat das alles keinen Sinn“: Stefan Pletschacher wird auch in dieser Saison nicht im Eisspeedway antreten.

Denn so sehr der Ruhpoldinger seinen Sport liebt: Angesichts der Corona-Pandemie ist eine sinnvolle Vorbereitung fast nicht möglich, und die Austragung der vorgesehenen Rennen noch längst nicht sicher. Daher lässt der 43-Jährige zum zweiten Mal in Folge eine Saison aus.

Im vorigen Winter hatte er sich ebenfalls frühzeitig für einen Verzicht entschieden. Angesichts dessen, dass 2021 lediglich ein WM-Lauf (in Togliatti/Russland) stattgefunden hatte, sieht er sich bestätigt: „Das war letztlich eine gute Entscheidung.“

Schon die Vorbereitung auf die kommende Saison hätte nämlich nicht wie gewünscht ablaufen können: Die Corona-Situation in Russland sei problematisch, „und es gibt einfach kein Visum“, bedauert Pletschacher. So konnte er das geplante Training in Kamensk-Uralsky ebenso wenig antreten wie zu einigen Rennen mit dem russischen Team von Luchowizy – beides hätte ihm wertvolle Fahrpraxis beschert. Das Problem mit den Visa trifft sogar Harald Simon (Österreich), der ein Mehrjahresvisum für Russland hat, „auch er bekam keine Zusage“. Wie das dann mit dem ersten geplanten Lauf der Eisspeedway-WM in Togliatti (12./13. Februar) mit den Einreisegenehmigungen klappen soll, weiß Pletschacher nicht. Doch nicht nur deshalb hat er Bedenken, derzeit dort Rennen zu bestreiten: „Ich bin zwar geimpft, aber die Situation ist dort sehr heftig. Da möchte man nicht unbedingt nach einem Rennunfall im Krankenhaus liegen...“

Der WM-Lauf in Berlin samt vorgeschalteter deutscher Meisterschaft ist bereits definitiv abgesagt. Auch bezüglich der weiteren geplanten Grand-Prix-Veranstaltungen in Inzell (12./13. März) und Heerenveen (Niederlande/2. und 3. April) ist der Ruhpoldinger eher skeptisch, ob diese wie geplant stattfinden können. Daher gab er auch seinen Startplatz für die WM-Qualifikation in Örnsköldsvik (Schweden) zurück, die am kommenden Samstag ausgetragen werden soll.

„Ich habe mit dem deutschen Verband gesprochen: Durch den Verzicht entstehen mir keine weiteren Nachteile für künftige Nominierungen“, berichtet Pletschacher. Hätte er dennoch die Vorbereitung für die WM absolviert – zur Not hätte er ja in Schweden statt in Russland trainieren können – hätte schon das enorme Kosten verursacht. Seine zwei startklaren Motorräder hätten eine Inspektion gebraucht. Mit den hohen Kosten für die Lizenz und zusätzlichen Reisekosten wäre damit ein beträchtlicher Betrag zusammengekommen. „Das will ich nicht riskieren, und das kann ich auch meinen Sponsoren gegenüber nicht verantworten, wenn dann vielleicht keine oder fast keine Rennen sind.“ Stattdessen hat er mit seinen Unterstützern vereinbart, dass er eben in der folgenden Saison wieder angreifen will – nicht nur er setzt ja darauf, dass sich bis dahin die Lage in der Corona-Pandemie entspannt.

Vom Weltverband FIM für die WM gesetzt sind Titelverteidiger Dinar Walejew (Russland), dessen Landsmänner Daniil Iwanow (Weltmeister 2019 und 2020) sowie Dimitri Koltakow (Vizeweltmeister 2019), Jasper Iwema (Niederlande), Franz Zorn (Österreich) Hans Weber (MSC Teisendorf) und Martin Haarahiltunen (Schweden). Das heißt, bei der WM-Qualifikation können sich acht weitere Piloten ein permanentes Startrecht in der WM sichern, je einen Piloten dürfen die jeweiligen Veranstalter per Wildcard bestimmen.

Auch wenn neben Pletschacher wohl noch weitere Piloten in diesem Winter pausieren werden: Für den Eisspeedway-Sport wäre es schon gut, wenn heuer dennoch einige Wettkämpfe stattfinden könnten. Pletschacher arbeitet jedenfalls weiter an seiner körperlichen Fitness, unter anderem mit viel Physiotherapie und Muskelaufbau. Denn im nächsten Winter soll es dann möglichst wieder mit voller Kraft zur Sache gehen.who

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