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Verband unterbricht Spielbetrieb

Corona stoppt regionale Tischtennis-Ligen - Geht es im Januar weiter?

Die Tischtennisschläger müssen aktuell wieder ruhen, denn die Saison ist unterbrochen.
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Die Tischtennisschläger müssen aktuell wieder ruhen, denn die Saison ist unterbrochen.

Schon wieder musste der Spielbetrieb in den heimischen Tischtennis-Ligen unterbrochen werden. Der bayerische Tischtennis-Verband entschied, bis zum 31. Dezember zu pausieren.

Rosenheim/Mühldorf – Corona hat erneut den Spielbetrieb im Tischtennis ausgebremst: Musste die Spielzeit 2019/20 Anfang März 2020 abgebrochen werden, so ereilte dieses Schicksal die Vereine in der vergangenen Saison bereits im Februar 2021, wobei auch hier das Spiel mit dem kleinen Ball schon Wochen vorher ruhte. Zumindest die Erstligisten durften weiterspielen und einen Meister ermitteln. Heuer könnte sich dieses Szenario wiederholen, denn das Präsidium des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) hat entschieden, bis zum 31. Dezember zu unterbrechen.

Der Bezirksvorsitzende Walter Schleich hatte schon zuvor darauf hingewiesen, dass es wohl zu einer Hallenschließung kommt. „Ich finde es gut, dass unterbrochen wird. Aber wie wir schon auf der Verbandsausschusssitzung feststellten, sollte alles einheitlich ablaufen“, erklärte er. Wolfgang Hundhammer, Mannschaftskapitän des Verbandsoberligisten SB DJK Rosenheim, stimmt zu: „Es war sowieso schon grenzwertig, unter welchen Voraussetzungen gespielt wurde. Ich hatte zumindest kein gutes Gefühl, wobei wir sportlich gesehen die Gelackmeierten sind. In der vergangenen Saison standen wir an erster Stelle und es wurde abgebrochen. Diesmal stehen wir wieder mit null Minuspunkten da.“

Seine Hoffnung: „Ich würde es zumindest gut finden, wenn man eine Einfachrunde spielen kann, damit alles Vereine die gleiche Anzahl an Spielen hätten“. Ins gleiche Horn stößt Hans Wiesböck, der Bad Aiblinger Mannschaftskapitän: „Ich habe gehofft, dass wir noch ein paar Spiele machen könnten. Aber ich verstehe die Entscheidung des Präsidiums. Wenn jetzt abgebrochen werden würde, dann würde wohl alles wieder auf Null stehen. Eine Einfachrunde wäre denkbar.“

„Insgesamt keine Überraschung“

Kolbermoors Verbandsoberliga-Kapitän Antonio Golemovic hatte „eigentlich gehofft, dass dieser Beschluss schon zwei Wochen früher gekommen wäre. Insgesamt ist es aber keine Überraschung. Es war absehbar, dass die Liga unterbrochen wird.“ Sein Vorschlag: „Wenn es fair sein soll, dann sollte der BTTV warten und vielleicht im Februar auch noch die Rückrunde spielen.“

Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs hat sich mit der Situation auch schon eingehend befasst, denn am 5. Dezember steht eigentlich das Heimspiel gegen den ESV Weil auf dem Programm. „Dann sind wieder keine Zuschauer erlaubt.“ Dessen Stellvertreter Günther Lodes meint: „Es war absehbar, denn man hat ja gesehen, wie die Zahlen in die Höhe gingen. Die Frage ist jetzt, ob die Saison abgebrochen wird oder welche Runde man spielen könnte.“ Auch für die Mannschaftsführerin des TV Feldkirchen, Antonia Eichner, kam die Unterbrechung nicht überraschend.

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„Ich habe mit dieser Situation gerechnet. Als wir vor der Unterbrechung gegen Langweid gespielt haben, war das schon ein Thema. Jede Spielerin war der Meinung, dass man aufgrund der hohen Zahlen unterbricht. Ich würde mir wünschen, dass die fehlenden Spiele der Vorrunde nachgeholt werden.“

Kompletter Abbruch inakzeptabel

Christian Zenefels, Abteilungsleiter beim SV Niederbergkirchen hatte „befürchtet, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz von über 1000 die Sporthallen gesperrt werden müssen. Hier müssten Möglichkeiten geschaffen werden, die fehlenden Spiele noch auszutragen, zum Beispiel mit Heimrechtstausch.“ Nicht akzeptieren würde er einen kompletten Abbruch des Spielbetriebs. „Ich hoffe, dass es im Januar weitergeht.“ Viele andere Spieler und Funktionäre anderer Vereine wie beispielsweise Heinz Felten vom TSV Chieming oder auch Anton Wesselky vom TSV Dorfen schlossen sich der Meinung von Zenefels an.

Gerhard Oberkandler vom TSV Haag findet: „Es ist doch ein Witz und dem Ziel der Pandemiebekämpfung völlig konträr, wenn man zum Beispiel im Landkreis Mühldorf nicht spielen darf und dann das Heimrecht tauscht, weil zum Beispiel der Gegner gerade noch unter der 1000er-Marke ist. Die Saison sollte jetzt so lange unterbrochen bleiben, bis alle Vereine wieder gleiche Voraussetzungen haben.“

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Besonders hart betroffen ist einmal mehr der Jugendsport. Bezirksjugendwart Sebastian Egger vom TV Laufen sagt: „Ich weiß, dass die Vereine gespaltener Meinung sind. Es gibt jetzt schon viele Wegbrüche im Jugendbereich zu verzeichnen. Die Unterbrechung bringt uns in eine Art Notlage und sorgt dafür, dass die anstehenden Jugendturniere auf Eis gelegt sind. Vielleicht kann man diese im Februar nachholen. Was den Punktspielbetrieb anbelangt, wird es wohl recht eng mit Nachholspielen und Turnieren.“eg

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