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Verbände reagieren unterschiedlich

Corona-Notlage: So geht’s im Sport in der Region weiter

Der TSV 1860 Rosenheim (links Christoph Fenninger) ist an diesem Wochenende nicht im Einsatz, in der Fußball-Regionalliga soll aber noch gespielt werden.
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Der TSV 1860 Rosenheim (links Christoph Fenninger) ist an diesem Wochenende nicht im Einsatz, in der Fußball-Regionalliga soll aber noch gespielt werden.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Die einen haben ihre Saison bereits abgebrochen, andere haben die Wettbewerbe bis ins neue Jahr unterbrochen und wieder andere versuchen, den Spielbetrieb weitgehend unbeeindruckt fortzusetzen: Die Sportverbände gehen mit der aktuellen Corona-Situation völlig unterschiedlich um. Die Sportredaktion liefert einen Überblick.

Rosenheim/Mühldorf – Im vergangenen Jahr war zum 1. November komplett Schluss. Abgesehen von den Profiligen kam der Sportbetrieb damals völlig zum Erliegen. Diesmal ist die Situation anders: Es gibt (noch) keinen Lockdown, weshalb der Spielbetrieb auch noch weiterlaufen kann – sofern die Inzidenz von 1000 nicht überschritten wird. Die Sportverbände gehen mit der aktuellen Situation unterschiedlich um. Während die Ringer ihre Saison abgebrochen haben, wird im Eishockey weitergespielt. Im Tischtennis und Handball wurden die Wettkämpfe unterbrochen, das ist auch die Überlegung bei den Basketballern. Die OVB-Sportredaktion bietet einen Überblick querbeet durch die Sportnation.

Badminton: Der Spielbetrieb läuft dort weiter, wo die Inzidenz die 1000er-Marke noch nicht überschritten hat. Allerdings wurden die deutschen Nachwuchsmeisterschaften, die an diesem Wochenende in Ilmenau hätten stattfinden sollen, verschoben. Als neuer Termin wird das Frühjahr ins Auge gefasst.

Basketball-Derby entfällt

Basketball: Der Bayerische Basketball-Verband will am Wochenende in einer Sondersitzung des erweiterten Präsidiums das weitere Vorgehen besprechen. Im Raum steht eine Unterbrechung der Saison bis zum 1. Februar. Aktuell geht der Spielbetrieb aber noch weiter. „Anträge auf Spielverlegung oder -absage werden mit größtem Wohlwollen behandelt“, stellt Sportreferent Robert Daumann klar. Wo die Inzidenz über 1000 ist, gibt es bereits Absagen. So kann in der 1. Regionalliga der Herren das Derby zwischen den Fireballs Bad Aibling und dem SB Rosenheim nicht ausgetragen werden, auch das Heimspiel der Bad Aiblinger Regionalliga-Damen gegen den TV Augsburg findet nicht statt. Für den Bayernligisten Chiemgau Baskets steht schon fest: Die Basketballer des TV Traunstein werden vor Weihnachten nicht mehr antreten. Bei den Baskets stehen zwar drei Auswärtsspiele in Landkreisen an, die derzeit noch keine Hotspots sind. Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder sagt aber: „Ohne Training werde ich das Team nicht in die Punktspiele schicken. Sonst drohen Verletzungen.“ Der Profi-Bereich spielt weiter: Die Bundesliga-Damen vom TSV Wasserburg treten am Samstag in Halle an.

Starbulls ohne Zuschauer

Eishockey: Die Starbulls Rosenheim in der drittklassigen Oberliga Süd werden zu den Profiteams gerechnet – sie sind weiter im Einsatz, müssen aber aufgrund der vierstelligen Inzidenz in Rosenheim ihre Heimspiele vorerst ohne Zuschauer bestreiten. Das erste Geisterspiel steigt am Sonntag gegen Passau.

Die Ligen darunter gehören nicht zum Profibereich. Während im vergangenen Winter die Saison schnell abgebrochen wurde, will man diesmal den Spielbetrieb aufrecht erhalten. Allerdings mit Einschränkungen: Der EHC Waldkraiburg kann in der Bayernliga aufgrund der geschlossenen Sportstätte kein Training und aktuell auch keine Heimspiele absolvieren. Am Sonntag in Königsbrunn sollen die Löwen aber antreten. Abgesagt wurde das Sonntagspiel des DEC Inzell bei Waldkraiburgs 1b in der Bezirksliga. In der Landesliga versucht der EHC Bad Aibling, sein Heimspiel gegen den TSV Schliersee am Sonntag nach Miesbach zu verlegen.

Regionalliga noch im Einsatz

Fußball: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat alle noch geplanten Spiele unterhalb der Regionalliga Bayern abgesagt und ins neue Jahr verlegt. Das betrifft jeweils einen kompletten Spieltag sowie Nachholpartien in der Bayernliga und Landesliga sowie ein Nachholspiel in der Bezirksliga. In der Regionalliga stehen noch zwei komplette Spieltage plus Nachholspiele auf dem Plan. „Auch wenn die allermeisten Vereine ohnehin schon in der Winterpause sind, war es uns wichtig, auch den restlichen Teams eine Sicherheit in dieser unsicheren Zeit zu geben. Das machen wir mit dieser Entscheidung“, sagt Vizepräsident Robert Schraudner. Weil die Regionalliga aufgrund der Aufstiegsmöglichkeit zur 3. Liga im Regelwerk dem Profibereich angeschlossen wurde, wird in dieser Liga noch gespielt. Allerdings sind die Begegnungen vom TSV Buchbach (gegen Greuther Fürth II) und von 1860 Rosenheim (gegen Augsburg II) bereits abgesagt beziehungsweise ins Frühjahr verlegt worden.

Auch die Hallensaison wird stark verkürzt. Ob der BFV sein Vorhaben, die Hallenmeisterschaften durchzuführen, aktuell noch aufrecht erhalten kann, ist mehr als fraglich. Abgesagt ist auf alle Fälle der Sparkassenpokal, das größte und traditionsreichste Hallenfußballturnier der Region.

Gewichtheben: Abgesagt wurden die Deutschen Meisterschaften der Junioren, für die an diesem Wochenende der AC Atlas Plauen als Veranstalter verantwortlich gezeichnet hätte.

Handball setzt Spielbetrieb vorerst aus

Handball: Das erweiterte Präsidium des Bayerischen Handball-Verbandes (BHV) hat die Lage besprochen und folgenden Beschluss gefasst: Der Spielbetrieb auf allen Ebenen und in allen Spielklassen des BHV wird bis zum 9. Januar unterbrochen.

Hockey: Der Spielbetrieb in der Halle wird aktuell fortgesetzt, allerdings bleiben die Tore in Städten und Kreisen mit einer Inzidenz über 1000 geschlossen. Das betrifft auch die Damen des SB Rosenheim, die in der 1. Regionalliga Süd am Wochenende den SC Frankfurt 1880 erwartet hätten. Auch die Auswärtsspiele der Rosenheimer Herren am Wochenende sind abgesagt.

Ringen: Der Verbandsausschuss des Bayerischen Ringer-Verbandes (BRV) hatte sich umgehend zu einer Online-Dringlichkeitssitzung getroffen. Dabei wurde einstimmig beschlossen, den Ligabetrieb mit sofortiger Wirkung zu beenden. Das betrifft auch die Schülerligen. „Immer wieder sind Vereine an uns herangetreten. Sie haben signalisiert, nicht weitermachen zu können“, beschrieb Ligenreferent Jens Heinz (Regensburg) die Situation. Einer dieser Vereine war der TV Traunstein : „Bei völlig ausufernden Infektionszahlen gab es für uns gar keine andere Option“, so Abteilungschef Hartmut Hille. Die für die ersten Monate im neuen Jahr geplanten Einzelbewerbe im Bezirk und im Freistaat sind von der Saisonabsage aktuell noch nicht betroffen.

Schwimmen: Das deutsche Landesfinale im Mannschaftsschwimmen der Jugend, das für dieses Wochenende in Bayreuth geplant war, ist abgesagt worden.

Squash: In Bayern sind die beiden Ligaspieltage für November und Dezember in allen Ligen abgesagt worden. Derzeit wird nach neuen Terminen im Jahr 2022 gesucht, an denen diese Spieltage abgehalten werden können.

Tischtennis-Entscheidung zum Jahresende

Tischtennis: Das Präsidium des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) hat in seiner Sitzung am Mittwochabend entschieden, dass der Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung bis zum 31. Dezember unterbrochen wird. Der Ligenbetrieb sowie die Pokalspiele und sämtliche anstehenden Turniere auf Bezirks- und Landesebene – unter anderem auch die Bayerischen Meisterschaften der Jugend am 11. und 12. Dezember in Dillingen – wurden abgesetzt. Ob, und in welcher Form der Spielbetrieb fortgesetzt wird, entscheidet das Präsidium zum Jahresende. Mannschaften, die in den vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) zugeordneten Spielklassen – von der Oberliga bis zur 1. Bundesliga – antreten, sind von der Unterbrechung nicht betroffen. Hier gilt bislang lediglich, dass Vereine aus bayerischen Hotspot-Gebieten ihre Heimspiele absetzen müssen. Das betrifft den SV-DJK Kolbermoor, der mit seinen beiden Damen-Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga antritt.

Volleyball: Der Bayerische Volleyball-Verband vermeldet: „Der Spielbetrieb ist weiter möglich. Aufgrund der aktuellen Coronalage steht es allen Mannschaften frei, anstehende Spiele zu verlegen.“ In der Halle gilt die 2G-plus-Regelung, bei einer Inzidenz von über 1000 sind die Hallen geschlossen. Geöffnet sind sie allerdings für die Zweitliga-Akteure vom TSV Mühldorf. Sie gehören einer Profiliga an, ihr Spielbetrieb läuft gemäß Spielplan weiter.

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