Sport-Asse in der Corona-Krise: Beeindruckt von den eigenen Kindern und selbst viel trainiert

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Markus Eisenbichler hat die Zeit genutzt und viel trainiert.
  • Thomas Neumeier
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  • Hans-Jürgen Ziegler
    Hans-Jürgen Ziegler
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In der Corona-Krise: Vier Sportler aus der Region, zehn Fragen, zehn Antworten: die OVB-Sportredaktion hat in der Rubrik "Unsere Top Ten" Svenja Brunckhorst, Markus Eisenbichler, John Sicinski und Marco Gross befragt.

Zehn Fragen – zehn Antworten. Mit dabei im vierten und letzten Teil: Basketball-Nationalspielerin Svenja Brunckhorst aus Wasserburg, Starbulls-Eishockeytrainer John Sicinski, Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler aus Siegsdorf sowie und Biathlet Marco Gross aus Ruhpolding mit Freundin und Biathletin Lena Häcki aus der Schweiz.

Gemeinsam helfen: Basketballerin Svenja Brunckhorst und die Löwen-Fußballer (hinten rechts Trainer Michael Kokocinski) beim Verladen für die Wasserburger Tafel.

Svenja Brunckhorst: Die Doku von Michael Jordan angeschaut

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Ich habe meine erste Rennrad-Tour absolviert.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Ich war viel Joggen, Fahrradfahren und habe Home Workouts gemacht. Ich habe einige Utensilien zuhause und konnte so auch einiges im Kraft Bereich weiter machen wie gewohnt.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Die Solidarität der Menschen hat mich beeindruckt. Den Zusammenhalt in Deutschland habe ich lange nicht so gesehen wie in der Anfangszeit der Corona Pandemie. Gestört hat mich: Das Kontaktverbot. Zwar kann man durch die virtuelle Welt viele Menschen erreichen, aber es ist doch was anderes mit der Familie oder Freunden sich unbeschwert zu treffen.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Toosie Slide von Drake

5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Ich habe viele Serien geguckt. Haus des Geldes, Suits oder jetzt natürlich für alle Basketballer „The Last Dance“ die Doku von Michael Jordan.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Ja, ich habe noch nie so viel gelesen wie derzeit. „Die geliehene Schuld“ und „Martha tanzt“ waren meine Lieblingsbücher.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Ne, wirklich nicht. Ich habe mir anfangs eine Liste geschrieben, was ich alles kochen will und nur die Sachen eingekauft.

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Nicht vermisst: Einkaufen/Shoppen gehen. Hingegen mit Freunden/Familie Essen gehen, auf einen Kaffee und Freunde zu Hause treffen, habe ich total vermisst.

9. Viele haben zu kochen oder zu backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

(lacht) Auch das trifft auf mich zu. Ich habe versucht mich in beiden Bereichen neu auszuprobieren. Ich habe zum Beispiel Sushi gemacht, unterschiedliche Wok-Gerichte, Bananenbrot gebacken etc. Meine Freunde haben viele Koch- oder Back-Bilder von mir bekommen.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Eigentlich nur eins, und zwar Reisen. Ich hatte eine größere Reise im Sommer geplant, die ich jetzt absagen musste. Aber auch das Reisen innerhalb Deutschlands um meine Familie im Norden mal wieder zu sehen. Daraus schließt sich ja das Treffen von anderen Leuten und einem normalen Sozialleben an Und vieles von meiner To-Do-Liste konnte ich den Wochen abarbeiten.

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Starbulls-John Sicinski hat sich während der Corona-Krise zu Hause einen Fitnessraum gebaut.

John Sicinski: Grillabende mit Freunden genießen

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Wir haben im Keller einen Fitnessraum aufgebaut.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Ich bin täglich im Fitnessraum, oder beim Fahrradfahren mit meine Familie.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Ich war beeindruckt, wie meine Kinder alles akzeptiert haben und brav zuhause geblieben sind. Gestört haben mich die fehlenden sozialen Kontakte.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Bei uns läuft zuhause ziemlich oft Musik. Spotify mit verschiedenen mixes. Zum Beispiel 1990‘s Rock Anthems oder Top Country Hits. Ich bin offen für alles.

5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Ich habe viele Filme oder Dokumentationen angeschaut, aber nichts zum wiederholten Mal. Icarus, Don’t F**k With Cats und The Last Dance waren ein paar gute Filme.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Ich lese nicht gern. Ich habe mich viel über Covid-19 im Internet informiert, aber keine Bücher.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Ich habe gar nichts gehamstert! Ganz ehrlich!

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Ich habe den alltäglichen Stress nicht vermisst. Es war alles sehr entspannt. Aber wie gesagt, die sozialen Kontakt und das Treffen mit Freunde, das hat mir gefehlt.

9. Viele haben zu kochen oder zu backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Ich habe nichts selber gekocht oder gebacken, aber ich habe ein paar gute Rezepte für meine zehnjährige Tochter gefunden. Sie hat während Corona das Backen entdeckt.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Nach der Krise fliege ich hoffentlich nach Kanada, ich werde jeden Grill-Abend mit meinen Freunde genießen, und viel mehr Golf spielen.

Markus Eisenbichler freut sich auf einen Biergartenbesuch mit seinen Spezln

Markus Eisenbichler: Endlich mit den Spezln im Biergarten sitzen

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Ich habe ein bisschen daheim gewerkt und die Wohnung verschönert, das war mein größter persönlicher Erfolg in dieser Zeit. Ich habe Liegen für den Balkon und einen Tisch gebaut. Und alles, was sich über die Jahre so angesammelt hat, mal sortiert und aufgeräumt. Dann wohnt es sich ein bisschen angenehmer.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Ich habe daheim auf dem Hof viel trainiert. Von der Bundespolizei in Bad Endorf konnte ich mir Gewichte ausleihen und damit viel gemacht. Weil das Wetter auch schön war, konnte ich auch anderen Sport machen: Radfahren, Klettern oder auf den Berg gehen.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Mich hat beeindruckt, dass sich so viele Leute an die Ausgangsbeschränkungen gehalten haben und das dadurch so gut funktioniert hat. Gestört hat mich, dass ich mich nicht mit meinen Spezln treffen konnte.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Da gab es keinen Besonderen.

5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

„Herr der Ringe“, und zwar alle drei Teile.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Ich war mehr draußen und habe Sport gemacht.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Nein.

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Die vielen Menschen in der Stadt habe ich gar nicht vermisst. Das Schlimmste war für mich, dass ich mich nicht gemütlich mit den Spezln zusammensitzen konnte. Jetzt hätte ich mal Zeit gehabt, und dann durfte man leider nicht.

9. Viele haben zu kochen oder zu backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Ich koche eigentlich schon immer, in der Zeit natürlich öfter. Ich probiere alles aus und bin da sehr unkompliziert.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

1. Ganz normal mit meinen Spezln im Biergarten sitzen und mal wieder ratschen; 2. Unbedingt Ins Kino gehen; 3. Mit meiner Freundin in den Urlaub fliegen.

Biathlon-Paar aus Ruhpolding: Die Schweizerin Lena Häcki und Marco Gross beim Spielenachmittag.

Marco Gross: Der Kampf um das Klopapier

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Meine größter häuslicher Erfolg war, dass wir alles mal gründlich putzen konnten.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Wir haben die Trainings Pause etwas kürzer gehalten als die letzten Jahre und schon wieder früher angefangen zu trainieren.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Mich hat am meisten die Ruhe fasziniert die draußen war. Gestört hat mich eigentlich nichts.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Es war ziemlich viel Musik, da wir auch viel Zeit hatten.

5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Wir haben mehr Serien geschaut. Bei Filmen werden wir uns nicht so schnell einig.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Ich hab nicht so viel gelesen, das war eher Lenas ihr Hobby.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Gehamstert nicht, es war eher ein Kampf doch noch Klopapier zu bekommen.

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Wir haben am meisten vermisst mal wieder schick essen zu gehen.

9. Viele haben zu kochen oder zu backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Es war eher so, dass ich gekocht und die Lena gebacken hat – also eine perfekte Arbeitsaufteilung.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Dinge die noch auf meiner to do Liste sind: Mal wieder ne schöne Oldtimer Ausfahrt zusammen machen und mal wieder schick essen.

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