Familienzeit hamstern – Bob Marley hören:  Das machen einheimische Sportler in der Corona-Krise

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Jessica von Bredow-Werndl freut sich nach der Corona-Krise auf die Reitturniere.
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In der Corona-Krise: Sechs Sportler aus der Region, zehn Fragen, zehn Antworten  -  die OVB-Sportredaktion  hat in der Rubrik "Unsere Top Ten"  Jessica von Bredow-Werndl, Michael Baindl,  Maximilian Vollmayer, Christopher Kas,  Patrick Ehelechner sowie  Leopold Fricke befragt.

Welchen sportlichen Erfolg haben Sie trotz fehlender Wettkämpfe während der Corona-Krise erreicht, was hat Ihnen am meisten gefehlt, welche drei Dinge werden Sie nach der Krise sofort machen und noch weitere sieben Fragen hat die OVB-Sportredaktion den einheimischen Sport-Assen in der Rubrik „Unsere Top Ten“ gestellt. Zehn Fragen – zehn Antworten. Mit dabei im ersten Teil: Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl, die Eishockey-Spieler Michael Baindl und Maximilian Vollmayer, Tennis-Trainer und Moderator Christopher Kas („Kasi live“), der ehemalige DEL-Torhüter und Moderator Patrick Ehelechner („Kühlbox live“, „Ciao for now“), sowie Segler Leopold Fricke.

Jessica von Bredow-Werndl, Weltklasse-Dressurreiterin aus Aubenhausen.

Jessica von Bredow-Werndl: Am eigenen Buch weitergeschrieben

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Mir mehr (Aus-)Zeit für mich zu nehmen.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Ich bin täglich geritten (das war zum Glück erlaubt – unter gewissen Einschränkungen) und habe zusätzlich Kräftigungsübungen und Yoga gemacht. Außerdem hielt mein Sohn mich ganz schön auf Trab…

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Ich empfinde Respekt und große Dankbarkeit für all die Menschen, die sich rund um die Uhr für die Gesundheit der Bevölkerung eingesetzt haben. Es braucht nicht viel, um glücklich zu sein und dass es toll ist, wie viele Menschen auch trotz räumlicher Distanz so zusammenhalten. Eine große Herausforderung war, dass mein Sohn keinen Kontakt zu anderen Kindern haben durfte. Das fehlte ihm.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Kein spezieller Musiktitel, aber einfach mit Gute-Laune-Musik.

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5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Zum ersten Mal „Das perfekte Geheimnis“.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Ich habe ein paar schöne inspirierende Bücher gelesen beispielsweise von Dan Millman und Laura Malina Seiler und an meinem eigenen Buch weiter geschrieben.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

(lacht) Nicht wirklich… Aber vielleicht ein bisschen Hafermilch

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Shoppen gehen war noch nie mein Hobby, also daher habe ich es nicht vermisst. Aber das Turnierreiten fehlt mir.

9. Viele haben zu Kochen oder zu Backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Nicht begonnen, aber tatsächlich habe ich an meinem veganen Bananenbrot-Rezept gefeilt.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Freunde treffen, hoffentlich bald wieder Turniere reiten und zum Friseur gehen.

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Leopold Fricke am Chiemsee.

Leopold Fricke: 100 Liegestützen pro Tag

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise? 

100 Liegestützen pro Tag in der Fastenzeit durchgehalten.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben? 

Mit Laufen, Radeln und ich habe das Seilspringen wieder für mich entdeckt.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Ich fand es super zu beobachten, dass es bei uns einen enormen Zusammenhalt gibt und viele kreative Ideen entstanden sind. Gestört hat mich die fehlende EU-weite Solidarität am Anfang der Krise.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft? 

A Real Hero von College & Electric Youth.

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5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Mit meiner Tochter Bibi & Tina – lief definitiv zu oft.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Viel Zeitung und Fachzeitschriften, das letzte Buch war „On the Road“ von Jack Kerouac.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Das Positive an der Krise: Wir haben viel Familienzeit gehamstert.

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Es war super an Ostern mal nicht beim Training unterwegs zu sein, gleichzeitig fehlt das Segeln und der Kindergarten fehlt total.

9. Viele haben zu Kochen oder zu Backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

In unserer Küche wurde eine dreistöckige Torte gebacken. Mein Beitrag waren nur schlaue Sprüche...

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Biergarten, am Gardasee Segeln, Pandemie auf meine Not-To-Do Liste schreiben.

Michael Baindl, der viel am Laptop arbeitet und vorbereitet.

Michael Baindl: Spareribs mit selbst gemachter Soße gegrillt

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Gartenarbeit und meine Frau war happy.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Mit Bodyweight workout (Tabata). Das ist eine Form des hochintensiven Intervalltrainings.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Beeindruckt hat mich die Solidarität der Mitmenschen. Gestört: kein Kontakt zur Familie.

Lesen Sie auch: Starbulls-Kapitän Michael Baindl: Wir sind auch nächste Saison stark"

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Three little birds (don’t worry) von Bob Marley.

5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Happy Gilmore mit Adam Sandler – gefühlt schon 200mal gesehen.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Fachbücher über Fitness.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Nein!!!!!!

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Nicht vermisst habe ich die Präsenzphasen im Studium und vermisst ganz klar die Eishockey-Playoffs.

9. Viele haben zu Kochen oder zu Backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Ich habe Spareribs mit eigener Soße auf dem Grill gemacht. Drei Stunden lang.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Fitnesstraining mit den Starbulls aufnehmen, sofort meine Familie besuchen und Freunde zum Grillen einladen.

Patrick Ehelechner, Moderator und Ex-Eishockeykeeper.

Patrick Ehelechner: Der Serienjunky, der mit Avicii schneller läuft

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Ein Facelift der Wohnung, die komplett gestrichen und mit einigen neuen Möbeln ausgestattet wurde.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Bei dem sensationellen Wetter im April war ich oft beim Laufen – meine große Leidenschaft.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Beeindruckt hat mich die Disziplin der meisten Menschen. Gestört hat mich, dass wir nur zu Hause bleiben mussten und die Familie und Freunde nicht treffen durften.

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4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Ich bin absoluter Coldplay-Fan. Von den Jungs höre ich ganz viel. Beim Laufen gibt es Musik von Avicii. Dann bin ich ein paar Schritte schneller unterwegs.

5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Ich bin eher so der Serien-Junky auf Netflix. Da gab es die eine oder andere Serie, die ich mir reingezogen habe. Zum Beispiel Narcos, aber da gab es leider nur zwei Staffeln und die waren nach drei Tagen „abgearbeitet“.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Ich lese eher Zeitschriften oder im Internet. Bücher lese ich eigentlich nur im Urlaub.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Nein. Auf den Zug bin ich nicht aufgesprungen. Wir haben nicht mehr als sonst zu Hause gehabt.

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Vermisst habe ich das Eishockey. Egal welcher Tag im April, ich dachte immer, welches Spiel in welcher Serie gerade stattgefunden hätte. Und das Reisen fehlt mir sehr. Ich würde jetzt dann Urlaub machen und abschalten.

9. Viele haben zu Kochen oder zu Backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Ich bin ein absoluter Grillfan und da wurde einiges auf den Rost gelegt.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Mit Freunden Essen gehen, Reisen und ich hoffe, dass ich möglichst bald wieder ein Eishockeyspiel kommentieren darf.

Christopher Kas: Tennistrainer und Moderator.

Christopher Kas: Fitnessprogramm abgearbeitet

1. Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Ich habe zu Hause eine Terrasse gebaut.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Ich habe die online Fitness-Programme von Starbulls-Kapitän Michael Baindl abgearbeitet.

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Positiv beeindruckt hat mich die Akzeptanz und Disziplin der Mitmenschen. Gestört hat mich nichts.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft? 

Hoch von Tim Bendzko

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5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Slap Shot

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen? 

Fachbücher über Tennis, Fitness und mentale Stärke, aber auch Thriller.

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Gehamstert? Nichts!

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Das ständige Reisen vermisse ich gar nicht, dafür aber das Tennis spielen.

9. Viele haben zu Kochen oder zu Backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

(grinst) Ich habe meiner Frau Maria beim Kochen assistiert.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben? 

Freunde treffen, in die Berge gehen und natürlich Tennis spielen.

Maximilian Vollmayer, Top-Verteidiger bei den Starbulls Rosenheim.

Maximilian Vollmayer:  Die leere Stadt - beeindruckend

Ihr größter sportlicher/häuslicher Erfolg in der Corona-Krise?

Ich habe die komplette Wohnung sauber gemacht.

2. Wie haben Sie versucht, körperlich fit zu bleiben?

Laufen gehen, Inlineskaten und außerdem ein bisschen Bauch/Rücken-Training

3. Was hat Sie während der Ausgangsbeschränkung beeindruckt? Und was gestört?

Beeindruckend war die leere Stadt. Gestört hat mich, dass ausgerechnet die Leute mit Gesichtsmasken keinen Sicherheitsabstand eingehalten haben.

4. Mit welchem Musiktitel haben Sie den Corona-Frust bekämpft?

Ich höre fast keine Musik, und wenn, dann Radio Galaxy Rosenheim.

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5. Welchen Film haben Sie sich zum wievielten Mal angeschaut?

Harry Potter, und zwar schon sehr oft.

6. Lesen wurde wieder „in“ – was haben Sie gelesen?

Die Eishockey News und NHL.com

7. Ganz ehrlich: Haben Sie gehamstert? Und wenn ja was?

Nein, hab ich nicht.

8. Was haben Sie gar nicht vermisst? Und was total?

Gar nicht vermisst habe ich die vollen Straßen. Total vermisse ich das Eishockey und das Training.

9. Viele haben zu Kochen oder zu Backen begonnen. Sie auch? Wenn ja was?

Wenn, dann hat meine Freundin gekocht oder gebacken, und sie hat auch Kuchen gemacht. Weil die Restaurants geschlossen waren, hat sie auch neue Rezepte ausprobiert, die sehr lecker waren.

10. Drei Dinge, die Sie nach der Krise auf Ihrer To-do-Liste haben?

Ausflüge machen, trainieren und Essen gehen.

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