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BEIM SIEG IN DEGGENDORF

Comeback-Treffer: Erstes Tor für die Starbulls nach über fünf Jahren

Gemeinsam erfolgreich: Das Duo Michael Baindl und Alex Höller brillierte nicht nur an der Bande, sondern auch vor dem Deggendorfer Gehäuse.
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Gemeinsam erfolgreich: Das Duo Michael Baindl und Alex Höller brillierte nicht nur an der Bande, sondern auch vor dem Deggendorfer Gehäuse.
  • VonManfred Eder
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War das die Wende? Nach vier Niederlagen aus fünf Spielen haben sich die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd mit einem überzeugenden Auswärtssieg zurückgemeldet. Beim 4:0 in Deggendorf feierte Goalie Andi Mechel eine Premiere, die „Zwillinge“ funktionierten und einem Rückkehrer gelang der erste Treffer nach fast genau fünf Jahren.

Rosenheim – Na also, es geht ja doch noch! Angesichts der letzten Ergebnisse hatten Pessimisten ja schon fast zum Schluss kommen können, bei den Starbulls sei irgendwie zum absolut falschen Zeitpunkt die Luft raus, und angesichts der Serie von (erstmals in dieser Saison) drei Auswärtsniederlagen am Stück wurden vielleicht auch schon unliebsame Erinnerungen an letzte Saison wach, als man ja in der damals ausgetragenen Meisterrunde der besten zehn Teams in fremden Hallen fast komplett leer ausging. Und nun dieser überzeugende Sieg in Deggendorf!

Sicher ist bei den Niederbayern heuer auch nicht alles Gold, was glänzt, was sich nicht zuletzt im turbulenten Rauswurf von vier und der Warn-Suspendierung weiterer drei Spieler (die aber allesamt gegen die Starbulls wieder mitwirkten) äußerte, aber trotzdem haben die Niederbayern mit Kanonen wie Greilinger, Röthke, Kumeliauskas und Schembri, um nur die prominentesten zu nennen, immer noch genügend Potenzial, jeden Gegner zu besiegen. Und außerdem brauchen sie ja noch jeden Punkt, um in der ersten Play-off-Runde nicht schon wieder auf die Starbulls zu treffen. Die Entscheidung darüber fällt erst heute Abend, wenn Deggendorf in Füssen gastiert und Riessersee in Selb.

Besonders viele Tore gegen Deggendorf

Ob es dann im Play-off auch wieder so viele Tore geben wird? Gegen keinen ebenbürtigen Gegner außer Deggendorf und Garmisch fielen in der Punkterunde so viele Tore beiderseits: 26 in den Spielen gegen die Niederbayern, sogar 27 gegen die Werdenfelser. Zwar waren es gegen Füssen (27), Landsberg (30) und Passau (31) ebenso viele oder noch mehr, doch bei diesen Gelegenheiten war die Verteilung ziemlich einseitig zugunsten der Starbulls.

Es ist nicht so, dass Baindl & Co. noch nie in Deggendorf gewonnen hätten; das 4:0 war der dritte Sieg in sieben Gastspielen, der zweite in regulärer Spielzeit. Aber dass sie Greilinger & Co. komplett das Toreschießen verwehren konnten, ist schon was Besonderes. Immerhin enden die Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften fast schon traditionell in Offensiv-Spektakeln. 5:6 und 6:5 endeten die vorangegangenen Duelle, und nur in zwei der bisher 13 Duelle fielen weniger Treffer als am Sonntag (zweimal 2:1 in Deggendorf, einmal für, einmal gegen die Starbulls). Und so kann nun nach Jonas Stettmers beiden Shut-outs gegen Landsbergs auch Andreas Mechel auf ein „Zu Null“ verweisen.

Die Wende im „Desasterdrittel“

Interessant ist, dass das mittlere Drittel heuer gegen Rosenheim das Desasterdrittel der Niederbayern ist. In den beiden vorangegangenen Begegnungen verloren sie diese 20 Minuten 2:3 beziehungsweise 1:3, diesmal hieß es gar 0:3, und das auf beispiellos spektakuläre Weise! Es begann 30 Sekunden nach dem ersten Pausentee mit Alex Höllers Unterzahltor, das schnellste zu Beginn eines Drittels in dieser Saison, und endete mit dem 3:0 von Sebastian Stanik nur zwei Minuten und fünf Sekunden später, was ebenso Saisonbestleistung bei den „Dreierpacks“ bedeutete. Darin enthalten ist ein Doppelschlag mit 35 Sekunden zwischen 1:0 und 2:0, was aber in dieser Saison schon zweimal schneller passiert ist. Personell ist das 2:0 sicher auch erwähnenswert, war es doch der erste Treffer von Rückkehrer Beppo Frank nach zuvor neun Partien ohne Scorerpunkt und fast auf den Tag genau fünf Jahre nach seinem letzten Tor in Grün-Weiß am 15. März 2016 gegen Bietigheim!

Überhaupt sind die Starbulls heuer nach der ersten Pause sehr oft besonders wach. In den ersten drei Minuten des Mittelabschnitts lautet die Saisonbilanz 13:3 zugunsten des Sicinski-Teams, wovon vier gleich in der 21. Spielminute fielen, ganz im Gegensatz übrigens zu den ersten drei Minuten am Spielbeginn, wo man zwar sechs Treffer erzielen konnte, aber noch mehr (sieben) kassierte.

Ladehemmung gegen den Ex-Club

Toptorjäger Kyle Gibbons konnte auch im fünften Spiel in Folge seine Torflaute nicht beenden. Ausgerechnet gegen ihre ehemaligen Teamkollegen haben er und Curtis Leinweber anscheinend ein bisschen Ladehemmung. Zwei Tore für Gibbons in den Deggendorf-Matches davor und zwei Assists in drei Spielen für Leinweber sind die Ausbeute. Gut, dass es da aber noch die „Zwillinge“ Baindl und Höller gibt! Höller ging zwar im ersten Spiel gegen Greilinger und Co. leer aus, ließ am Sonntag aber das zweite Match mit zwei Toren und einem Assist folgen. Und Michael Baindl war mit acht Assists (!) an mehr als der Hälfte der 15 Treffer gegen den DSC direkt beteiligt! Das erste Höller-Tor fiel in Unterzahl, und in dieser Hinsicht trafen zwei der drei besten Teams aufeinander. Für die Starbulls war es der achte Shorthander, Deggendorf traf ebenso wie Regensburg bereits zehnmal in Unterzahl! Höller, Baindl und der am Sonntag fehlende Tobias Meier trafen zweimal bei nummerischer Unterlegenheit, Enrico Henriquez und Max Vollmayer je einmal.

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