Regionalliga: Niederviehbach am Samstag um 20 Uhr zu Gast in Mühldorf

Coburg-Bezwinger unter sich

OVB
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Kapitän Fabian Wagner (im Zuspiel) und sein Team schwimmen auf der Welle der Euphorie. Jeder einzelne Spieler hatte zuletzt gegen Coburg 120 Prozent seiner Leistung abgerufen, was letztlich auch zum 3:1-Erfolg geführt hatte. Gegen Niederviehbach wollen die Mühldorfer morgen an diese Leistung anknüpfen.

Mühldorf - Wer strotzt wohl am Samstag mehr vor Selbstvertrauen? Die Mühldorfer Volleyballer oder der TSV Niederviehbach?

Die Mühldorfer Volleyballer, die vor zwei Wochen in einem sensationellem Spiel den Aufstiegsaspiranten aus Coburg mit 3:1 in die Wüste geschickt haben? Oder der TSV Niederviehbach, dem das gleiche Kunststück erst vergangene Woche gelang, als er in der Höhle des Löwen, in Coburg, den Oberfranken ebenfalls eine Niederlage beschert hat?

Das Kräfteverhältnis dürfte als ausgewogen gelten. Wobei die Niederviehbacher mit einer beeindruckenden Bilanz aus ihren zurückliegenden Partien aufwarten können: Seit fünf Spielen sind die Niederbayern ungeschlagen, nachdem sie eine große Aufholjagd gestartet hatten.

Rückblick: 4:10 Punkte standen nach sieben Spielen auf dem Konto der etablierten Regionalligisten, alles andere als ein geglückter Start in die Saison also. Selbst für Mühldorfs Trainer Günther Thomae unerklärlich. "Denn beim Hinspiel haben die uns abgeschossen", erzählt er. In zwei Sätzen hatten die Mühldorfer gar nur 15 und zwölf Punkte sammeln können. "Für mich in der Hinrunde einer der spielstärksten Gegner", gibt Thomae zu.

Und diese Spielstärke legten die Niederviehbacher in den vergangenen fünf Spielen auch an den Tag, als die Truppe um Trainer Florian Tafelmayer das Feld von hinten aufrollte. Während dabei der Sieg gegen den Tabellenletzten aus Nittenau vor sechs Wochen (3:2) sicherlich fest auf der Rechnung der Niederbayern gestanden hatte, überraschten die Niederviehbacher bei ihren Siegen gegen den Tabellenvierten Schwaig (3:2), gegen VC Eltmann (3:0) und zuletzt gegen Coburg (3:2). Die Ergebnisse spiegeln dabei wider: Die Mühldorfer bekommen es am Samstag mit einer hochmotivierten Truppe zu tun, die bis zuletzt kämpfen kann. Die Niederviehbacher sind mittlerweile bis an Platz drei in der Regionalliga Südost vorgerückt.

Respekt ja, Angst nein - so erwarten nun die Mühldorfer Volleyballer ihre Gegner zum Heimspiel - dem vorletzten in dieser Saison - in Mühldorfs Mittelschulturnhalle an der Europastraße (Beginn 20 Uhr). Entsprechend selbstbewusst sind die Mühldorfer natürlich nach dem Sieg gegen Coburg, was bis zu diesem Zeitpunkt nur dem bislang ungeschlagenen Tabellenführer aus Marktredwitz gelungen war. "Für uns hat dieser Sieg die wichtige Erkenntnis gebracht, dass wir jeden schlagen können. Und dass es bei zwei gleichstarken Gegner letztlich Kopfsache ist, wer am Ende als Sieger das Feld verlässt", meint Mühldorfs Trainer Günther Thomae. Es war ein wichtiger Sieg auch deshalb, weil die Mühldorfer damit mehr Luft nach unten gewannen und nun sechs Punkte Vorsprung auf einem Abstiegsplatz haben.

Die Truppe hat gut trainiert und ist voll motiviert, sagt Thomae, der weiterhin auf den verletzten Mittelblocker Markus Frey verzichten muss. Auch Abwehrmaschine Leo Tille musste zuletzt eine Pause einlegen wegen einer Sehnenscheidenentzündung. Fraglich auch der Einsatz von Thomas Lehel, der studientechnisch voll ausgelastet ist.

Und dennoch: Die Stammformation steht Gewehr bei Fuß. "Wir planen von Spiel zu Spiel, stellen uns auf jeden Gegner neu ein und wollen jedes Mal die Maximalleistung abrufen", lautet Thomaes Ansage. Schließlich gelte es, den Klassenerhalt vor dem letzten Spieltag zu sichern. Ein Sieg gegen Niederviehbach käme diesem Ziel einen Schritt näher.

je/Mühldorfer Anzeiger

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