Christoph Ullmann und Fabio Pfohl: Zwei Waldkraiburger Eishockeyspieler in der DEL

Fabio Pfohl(2. von rechts) im Trikot der Kölner Haie beim Derby gegen Düsseldorf. Pfeil/DPA
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Fabio Pfohl(2. von rechts) im Trikot der Kölner Haie beim Derby gegen Düsseldorf. Pfeil/DPA
  • Thomas Neumeier
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Zwei frühere Nachwuchsspieler des Eishockey-Bayernligisten Waldkraiburg haben in der höchsten deutschen Spielklasse vorzeitig die Schläger zur Seite legen müssen. Christoph Ullmann, der jetzt seine Karriere beendete, und Fabio Pfohl sind nur zwei von einigen ehemaligen EHC-Spielern in den oberen Ligen.

Waldkraiburg– Der EHC Waldkraiburg spielt zwar nicht mehr in der Eishockey-Oberliga, ein paar ehemalige Waldkraiburger Puckjäger mischen aber noch eifrig in den höheren Ligen mit. Die Sportredaktion hat sich umgeschaut und in den Statistiken gewühlt.

DEL

Zwei frühere EHC-Nachwuchsspieler haben in der höchsten deutschen Spielklasse vorzeitig die Schläger zur Seite legen müssen. Christoph Ullmann (Augsburger Panther) und Fabio Pfohl (Grizzly Adams Wolfsburg) hätten in den Pre-Play-offs gerne losgelegt und wollten sich dort für das Viertelfinale qualifizieren – Corona machte dem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. Für den 36-jährigen Ullmann waren die 32 Spiele mit einem Treffer und zwei Vorlagen wohl der DEL-Abschluss in seiner Laufbahn.

Der 24-jährige Pfohl hatte die Saison bei den Kölner Haie mit zwei Toren und zwei Vorlagen in 17 Spielen sowie einer Plus-/Minus-Bilanz von -9 recht durchwachsen begonnen. In Wolfsburg startete er dann aber wieder durch: In 29 Spielen erzielte er acht Tore und bereitete 14 weitere Treffer vor, seine Plus-/Minus-Statistik wies in der Autostadt +2 auf.

DEL 2

Christian Ettwein spielte in der abgelaufenen Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Der Verteidiger kam beim Aufsteiger EV Landshut auf 15 Spiele und eine Torvorlage. Ebenfalls in der EVL-Verteidigung agierte der frühere EHC-Nachwuchsspieler Mario Zimmermann, der in 40 Spielen fünf Treffer auflegte.

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Oberliga Nord

In der Oberliga Nord überzeugt Björn Linda im Kasten des Herner EV. Beim Tabellenzweiten lieferte der 30-jährige Top-Leistungen ab und hatte seinen Anteil an der starken Saison am Gysenberg. Bei seinen 40 Einsätzen hatte er einen Gegentorschnitt von 2,95.

Als Verteidiger wirkte Petr Gulda bei den Black Dragons Erfurt. Die Thüringer verpassten die Pre-Play-offs, der Deutsch-Tscheche hatte mit vier Toren und 18 Vorlagen in 44 Begegnungen aber ordentliche Bilanzen.

Oberliga Süd

Konstantin Kessler stand für den ERC Sonthofen im Tor. Bei den Bulls bestritt er 18 Spiele in der Hauptrunde und musste dann mit den Allgäuern in die Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten. Dort bestritt Kessler sechs Partien und senkte den Gegentorschnitt auf unter drei Treffer pro Partie.

Starke Saison in der Oberliga für Memmingen:Routinier Antti-Jussi Miettinen.

Mit einer beispiellosen Aufholjagd holte sich Michail Guft-Sokolov mit den Eisbären Regensburg noch den Titel in der Meisterrunde der Oberliga Süd. Der junge Angreifer bestritt 35 Spiele für die Oberpfälzer, erzielte sieben Tore und bereitete elf weitere vor.

Routinier Antti-Jussi Miettinen spielte mit dem ECDC Memmingen Indians eine hervorragende Saison – am letzten Spieltag wurden die Allgäuer noch von Regensburg an der Spitze abgefangen. Der 37-jährige Deutsch-Finne bestritt 50 Spiele, markierte elf Treffer und 23 Torvorlagen.

Ebenfalls eine Top-Runde hatte Brent Norris absolviert: Der 26-jährige Kanadier absolvierte 48 Spiele für den EV Lindau Islanders und kam dabei auf 20 Treffer und 51 Assists. Norris steht damit auf Rang sieben der Scorerliste in der Süd-Liga. Nicht so gut lief es hingegen für Bobby Chaumont, der zu Saisonbeginn ebenfalls am Bodensee auflief. Der Kanadier (35) stand in 14 Partien auf dem Eis, erzielte sechs Tore und legte fünf weitere Treffer auf.

Auch im Team der Starbulls Rosenheim befinden sich einige Ex-Waldkraiburger: Fabian Zick brachte es in 43 Spielen auf 15 Tore und 15 Vorlagen, Daniel Bucheli bei 48 Einsätzen auf acht Treffer und 18 Assists. Der junge Sebastian Stanik bestritt 21 Spiele und konnte sechs Torvorlagen verbuchen. Und auch Florian Maierhofer war zu seinem ersten Oberliga-Einsatz gekommen.

International

Zum Weltenbummler entwickelte sich der Lette Kirils Galoha, der gleich drei Vereine in drei verschiedenen Ländern hatte. Zunächst spielte er für den kasachischen Club Saryaka Karaganda in der zweiten russischen Spielklasse VHL – allerdings nur zwei Begegnungen. Dann agierte er für Olimp Riga in Lettland und kam in 20 Spielen auf zwölf Tore und 16 Vorlagen. Es folgten Einsätze in Polen für GKS Tychy, Dort brachte er es aber in zehn Spielen nur auf eine Torvorlage.

Der Litauer Povilas Verenis spielte in seiner Heimat und kam für Hockey Punks auf 18 Tore und 13 Vorlagen in 18 Begegungen.

In der dritten tschechischen Liga ist Jakub Marek aktiv: Er spielte für Davis Servis in Budweis und kam in 41 Spielen auf 16 Tore und 21 Assists.

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